Du konntest Bambi also anfassen - das sieht doch schonmal gut aus!
Ja, das konnte ich - am zweiten Tag schloß sie, auf ihrem "Sicherheits-Sofa" liegend sogar die Augen während ich sie kraulte...und entspannte sich, legte den Kopf ab.
Ich hatte einen VIEL beeinträchtigteren Hund erwartet!
Bambi hat wahnsinnige Fortschritte gemacht in den letzten Wochen und Monaten.
Kurz waren wir auch zusammen vor der Haustür, liefen 20 Meter den Bürgersteig entlang. Klar, sie zeigte Unwohlsein, ganz deutlich sogar. Abr sie dekompensierte nicht, in keiner Weise. Auch der Rückweg zur Haustür lief geordnet, es war keine wilde Flucht.
Außerdem konnte ich tatsächlich eine Runde mit Bambi zocken, mittels Quietschie. Sie näherte sich mir bis auf etwa einen Meter, hatte kein Problem mit schnellen Bewegungen.
Und Cala sieht auch sehr interessiert aus
Cala und Bambi waren äußerst höflich und freundlich zueinander.
Zwar interessierte sich Cala eher für die andere, präsentere Hündin - aber ich habe absolut nichts zu bemängeln.
Am zweiten Tag unseres Aufenhaltes in Berlin stolzierte Cala in Bambis Garten, Bambi war bereits draußen - und wurde ganz offen, freudig und freundlich von Bumblebee in Empfang genommen.
Bei einem kleinen Futtersuchspiel im Garten mit beiden Grazien fraß Bambi Cala gewissenhaft den Großteil der Leckerlies weg. Cala zeigte sich trotzdem sehr gefasst.
--------------------------------------------
Bambi ist eine winzig kleine Hündin, sicherlich 5 cm kleiner als Cala - und die bewegt sich schon unterhalb des Standards.
Ich habe noch nie einen so kleinen Lab gesehen.
Sie hat ein wahnsinniges Mienenspiel...in dieser Ausprägung war mir das neu.
Das Elend der Welt kann sich in ihrem Blick wiederspiegeln - aber auch pure Begeisterung.
Ja, sie ist nach wie vor verhuscht. Ich hatte den Eindruck, für Bumblebee muss immer ein Fluchtweg vorhanden sein, sie muss sich sicher sein können, dass sie Situationen jederzeit verlassen kann. Wenn sie diese Sicherheit aber hat, "erträgt" sie auch viel.
Was mich sehr berührte, war, dass Bambi mir mehrmals offen ins Gesicht schaute. Sie gab ihr meidendes Kopf-wegdrehen auf, was sie viel zeigte...und schaute mich einfach an.
In Calas Gesicht sah man öfters ein Fragezeichen, wenn Bambi an ihr vorbeihuschte, in Richtung nächste Sicherheit.
Cala bewegte sich im fremden Haus in der fremden Stadt mit der ihr eigenen Souveränität...ok, man kann es auch Dreistigkeit nennen. Das erste klingt nur schöner.
Ich könnte mir gut!!! vorstellen, dass Cala eine Art Leitfigur für einen ängstlichen Hund werden könnte. Bestimmte potentielle Angstauslöser (Sturm, Menschen...) werden von Cala einfach so gnadenlos ignoriert (Umweltreize) bzw. strahlend in Empfang genommen (Menschen)...sie ist so selbstverständlich und sicher dabei, dass ich schon glaube, dass es abfärben könnte.
Bambi hat mich sehr beeindruckt. Ich bin extrem positiv überrascht, was sie doch imstande ist zu leisten, welchen MUT sie aufbringt.
Cala hat mich begeistert. Ihre Art, sich in der fremden Stadt zu bewegen, ihr Fremdhund-Management, ihre Ausdauer, ihre Gemütsruhe.
Sie ist wieder da, meine "alte Cala", die ich im letzten Jahr so dringend wiederhaben wollte.
Wenn ihr nun noch Fragen habt....gerne!