Beiträge von lilactime

    Während einer Grippe abgeschlossen:

    - Theodor Storm - Der Schimmelreiter

    Sprachlich ein absoluter Genuss, nach kurzer Eingewöhnungsphase. Sehr sehr gerne gelesen!

    - Fuminori Nakamura - Die Maske

    - Großer Mist. Die interessante Grundidee des Romans ersäuft schon nach kurzer Zeit in viel zu viel (irrelevanter) Handlung.
    Der Hauptprotagonist bleibt komplett blass und flach, was bei so viel Nabelschau desselben eine Kunst ist!
    Ich habe mich wirklich richtig geärgert über das Geschreibsel.

    Momentan am Wickel:
    Heinz Strunk - Der goldene Handschuh

    Wenn du die unteren Hochbeet-Schichten bereits mit grobem Material gefüllt hast, kannst du anschließend mit Komposterde (gibt es wie reguläre Pflanzerde in 40L Säcken) und normaler Pflanze/Gemüseerde auffüllen.

    Auf keinen Fall mit Anzuchterde füllen, wie der Name schon sagt ist diese für die Sämlingsanzucht und sehr mager gehalten.

    Ich finde, man kann die Gesamtsituation der Protagonistin als eine Art unscharfe Metapher bezeichnen.
    Unscharf, weil sich das Szenario auf sehr viele psychologische, gesellschaftliche, ökologische, existenzielle Probleme/Fragestellungen übertragen lässt, wenn man es aus der Geschichte löst und ein wenig abstrahiert.
    In der Essenz der Geschichte steckt ein gewaltiges Potential, denn sie fast unbegrenzt interpretierbar.

    Genau deshalb ist es vermutlich auch mein Lieblingsbuch.

    (Allerdings ist mir vor einiger Zeit eine Logiklücke aufgefallen, die ich bis jetzt noch nicht kitten konnte)

    @wiejetztich :
    @leserinmithund :

    1. Preußler "Krabat"

    War das erste "richtige" Buch, das ich je gelesen habe. In der Grundschulzeit irgendwann.
    Ich habe die Geschichte geliebt und fand die düstere Atmosphäre hochgradig spannend.
    Das war dann der Einstieg in weitere Jugend- und auch Erwachsenenliteratur.

    2. Hesse "Unterm Rad"

    War Pflichtlektüre in der 8. Klasse (?).
    War völlig hin und weg, habe mich im Anschluss durch fast alles gelesen, was ich von Hesse finden konnte.
    (Hatte einen selbstgemachten Pop-Art Aufnäher mit Hesses Gesicht auf dem Schulrucksack :ops: )

    3. Wolfgang Borchert "Draußen vor der Tür"

    Etwa mit 17/18 gelesen und mir daraufhin alles an Nachkriegsliteratur reingezogen was das Antiquariat hergab.

    4. Marlen Haushofer "Die Wand"

    Mit 21 gelesen, bis heute mein unerreichtes Lieblingsbuch.
    Ein Buch, das so dermaßen viel Raum lässt für seinen Leser, dass mir noch immer neue Aspekte dazu einfallen.
    Für mich ein Meisterwerk.

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    Sonderfall wären dann noch Textfragmente, Auszüge aus den "Briefen an den Vater" und Kurzgeschichten von Kafka.
    Die Beschäftigung damit finde ich nur heikel.
    Die albtraumhaften Szenarien aus Entfremdung, Macht- und Hilfloskeit, Ausweglosigkeit gehen mir sehr an die Nieren.
    Ich bewundere es sehr, dass jemand in der Lage war, eine derartig dunkle, dichte, ganz eigene Atmosphäre zu weben...nur ist es für mich nichts, was ich ab und zu einfach mal wieder aus Spaß an der Freude lesen würde.
    Dazu ist es zu unverdaulich.

    Ich habe mir in letzter Zeit Gedanken zu meinem Leseverhalten gemacht.
    Vier Meilensteine kann ich benennen, die einen riesigen Einfluss auf mich hatten.
    Werke, die wirklich etwas verändert haben in mir.

    Seit etwa 10 Jahren habe ich ein solches Werk nicht mehr finden können.
    Das wurmt mich.
    Ich habe viele wirklich gute Bücher gelesen - aber das waren halt "nur" wirklich gute Bücher. Nichts, was mich komplett vom Hocker haut und was sich tief in meinem Gedächtnis verankert um dort nachzuwirken.

    Ich hätte eine solche Erfahrung sehr gerne nochmal.
    Meine neueste Idee dazu: Kathi, vielleicht bist du zu alt.

    Wie sieht es bei euch aus mit euren Meilensteinen?