Beiträge von lilactime

    ...der heutige Stand der Dinge im Folienhaus

    Ich bin tief beeindruckt! :gott:

    Ich bin vor allem erleichtert, dass sich die anfänglichen Probleme so gut von selbst gelöst haben.

    Ab einer bestimmten Pflanzengröße scheinen zB die Engerlinge im Boden der Pflanze nichts ernsthaftes mehr anhaben zu können.

    Besonders schön finde ich, dass ich eine der gekillten Tomaten neu bewurzeln konnte und die vor der Haustür in nem 40 Liter Luxussack zusammen mit lila Basilikum jetzt eine sehr gute Figur macht. Hätte ich nie gedacht, so elend wie die aussah.

    Ich muss mich nun langsam um einen Einkochautomaten für die kommende Ernte kümmern, im großen Nudeltopf ist mir das auf Dauer zu stressig...

    Zwar habe ich erst vereinzelt etwa 20 Tomaten ernten können, was allerdings an Blüten und unreifen Früchten vorhanden ist, ist enorm. Find ich.

    Wenn ich einmal durchs Folienhaus gegangen bin, bin ich gelb überpudert.

    Die früheste Sorte der Märzaussaat war übrigens die "Clarita", eine kartoffelblättrige Stabtomate. Sehr

    lecker und eine tolle, gesunde Pflanze.

    Endlich beginnen die ersten (von den im März gezogenen) Tomaten mit ihrem Farbwechsel.

    Einiges an Chili konnte ich bereits frisch verarbeiten, dabei gefiel mir die "Lemon Drop" ganz besonders gut.

    Extrem wüchsige (fast manische) Pflanze mit zitronengelben Früchten, die ordentlich Schärfe haben.

    Gespannt bin ich auch auf die ersten "Bahamian Goat Pepper"...die sehen bereits jetzt (noch grün) ziemlich gewalttätig aus. Wenn sie frisch nicht zu ertragen sind, werden sie zu Pulver.

    Die erste Habanero wäre auch fast soweit, der zu Ehre wollte ich dann ne Pizza machen. Mal gucken...

    Quäle mich durch Murakamis "Mr Aufziehvogel"...

    Protagonist wirkt wie ein komplett blutleeres Abziehbild eines Menschen. Obwohl ich mehr als 300 Seiten hinter mir habe und obwohl die Erzählung sich zu keinem Zeitpunkt vom "Held" abwendet, habe ich nicht den geringsten Ansatz eines Entwurfs zu dem Typen in meiner Vorstellung parat.

    Der Handlungsverlauf soll wohl irgendwie surreal/grotesk/phantastisch sein - mir erscheint er beliebig, unschön unlogisch und sehr wirr.

    Wie schön, dass ich das jetzt mal reflektiert habe, ich brech das Buch nun ab. :pfeif:

    "Die Stadt der Blinden" befindet sich nach etwa 100 Seiten auch in Ungnade.

    Schade, hatte mich drauf gefreut.

    Nachdem im Gewächshaus alles nicht so recht aus dem Quark wollte, habe ich vor zwei Tagen eine Runde Komposttee (Bokashi) als Arschtritt-Düngung verteilt.

    Bei der Verdünnung reicht 1:50 vollkommen aus, das Ergebnis ist immer wieder überwältigend.

    Innerhalb kürzester Zeit (ein paar Stunden) explodiert die gedüngte Pflanze in Wuchs und Blütenständen. Unübertrieben.

    Nachteil: Der Bokashisaft riecht nach all dem, was man bezüglich der Dixiklos morgens um 5 nach der Abiparty so sorgfältig verdrängt hatte.

    Zur Zucchini:

    Kauft man Kürbisgewächse als Pflanze, sollte man drauf achten, ob die gewählte Sorte evtl parthenokarp ist.

    Normalerweise besitzt die Zucchini weibliche und männliche Blüten an einer Pflanze - die weiblichen Blüten bringen dabei einen kleinen Fruchtansatz unterhalb der Blüte schon mit. Dieser entwickelt sich zur Frucht weiter, wenn eine Bestäubung stattgefunden hat.

    Hat man eine parthenokarpe Pflanze, entwickelt diese ausschließlich die besagten weiblichen Blüten.

    Die Frucht entwickelt sich, ohne bestäubt werden zu müssen.

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    So, jetzt finalst sind es exakt 50 Tomatenpflanzen in diesem Jahr.

    Meine abgefressene Artisan Blush Tiger hat nach drei Tagen im Wasserglas bereits wieder ordentlich Wurzeln entwickelt. <3

    McChris :

    Theoretisch wäre das bestimmt noch machbar, es sind erst 2 von 29 Pflanzen so groß, dass sie nur noch schwer umzusiedeln wären.

    Trotzdem bräuchte ich dann nochmal für 27 Pflanzen Pötte/Pflanzsäcke jenseits der 30 Liter und Erde.

    Meine Überlegung war jetzt, zu versuchen, die Pflanzen mit Spaten so komplett wie möglich aus der Erde zu hebeln, das Wurzelwerk etwas freizuschütteln, nach Larven zu schauen und anschließend die komplette Pflanze im Wurzelbereich in eine Art Drahtkäfig zu setzen und wieder einzubuddeln.

    Wäre halt auch unglaublich aufwendig.

    Etwa 50 Meter Luftlinie entfernt steht das GWH meines Vaters, er hat bei weitem nicht solche Probleme dort mit Engerlingen. Hilft mir eben nur auch nicht.

    Zurück vom Gewächshaus, Tomate Nummer 3 ist hinüber, wieder sauber durchgebissen.

    Bin jetzt eher traurig als wütend, wenn es so weitergeht, ist mein GWH in einem knappen Monat leer.