Ich fand es ebenfalls enorm gut, habe ich vor kurzem hier ja auch kundgetan.
Die Stellungnahme oben klingt tatsächlich merkwürdig (und wer ist eigentlich Frau Weitzel?), ich verstehe den Zusammenhang zwischen deren Rezension und dem "im Halse stecken bleiben" allerdings nicht. Für ungeschickte Rezensenten kann das Buch ja nichts.
Ja, das Buch ist brutal, behandelt inzestuöse Inhalte, starrt vor Hieb-, Stich- und Schußwaffen - und beinhaltet gleichzeitig eine großartige, unperfekte und authentische Romanheldin.
Der Schwerpunkt liegt nicht auf der Schilderung eines Mädels, dem etwas zustößt - sondern auf ihrem Aufbegehren und ganz besonders auf dem Weg, der sie in die Lage versetzt, diesen Widerstand leisten zu können. Der Roman beschreibt vor allem anderen diesen Prozess - das schafft er meiner Meinung nach enorm gut!
Die Parallelen zu "Der Gesang der Flusskrebse" drängen sich oberflächlich aufgrund einer ähnlichen Ausgangsposition der Geschichte auf.
Da ich "Der Gesang..." ziemlich schlecht fand, fällt mir außer diesem groben Rahmen kein gemeinsamer Nenner auf, anhand dem ich vergleichen könnte.
Ich halte "Mein Ein und Alles" für ein ganz anderes Literatur-Level.