Beiträge von lilactime

    Ich plane gerade, was genau ich wohl mit meinem Paletten-Hochbeet dieses Jahr machen werde. Eigentlich steht seit zwei Jahren "vielleicht endlich mal abreißen, bevor es wen erschlägt" im Raum, aber das bringe ich irgendwie nicht übers Herz.

    Es macht nun seine fünfte Saison, sah von Anfang etwas windschief zusammengeschustert aus. Fünf Jahre Witterung haben da nun nicht den entscheidenden kosmetischen Vorteil gebracht....aber es wirkt stabil, wenn man dran ruckelt und ich hab es eben irrational lieb.

    Ein neues Dach wird es wohl bekommen, die abgesackte Erde werde ich auffüllen und ein Eimer voll feinstem Bokashi-Kompost kommt rein.

    Wird dann die Herberge einiger Paprika, Salate und meines Basilikum - Ticks.

    Hoffe sehr, es kracht nicht voll belegt im August in sich zusammen.

    Ich hatte mal einen Beitrag gelesen, in dem jemand den Hersteller dieser Mörtelwannen/Kübel angeschrieben hatte wegen der Inhaltsstoffe und vor allem wegen Anbau von Lebensmitteln darin. Da hieß es, in D hergestellte Produkte seien hinsichtlich der verwendeten Stoffe unbedenklich - der Geruch von den Teilen rühre von nichts her, was in das System einer Pflanze eindringen könne.

    Leider weiß ich die Fachbegriffe dazu nicht, also was genau NICHT enthalten sein sollte.

    Ich nutze als Behältnis ausschließlich Pflanzsäcke, da bin ich total zufrieden mit.

    Und letztes Jahr hab ich extra von ner Freundin alte Tomatensorten geholt, die diese züchtet, und die mit dem Hinweis verkauft wurden: JA nicht unter Dach stellen, die sind resistent, und sehr ursprünglich, vertragen kein Dach.

    Resistente (im Sinne von "immun") Tomatensorten gibt es leider auch nicht.

    Aber einige, die sehr ausdauernd durchhalten, auch einige samenfeste Neuzüchtungen. Dreschflegel oder Culinaris bietet einiges an Züchtungen extra fürs ungeschützte Freiland.

    Die Sunviva zB ist da ganz vorne mit dabei. Eine gelbe, runde Cherry mit herausragender Widerstandskraft gegen Phytophthora.

    Die hier schon erwähnten Wildsorten halten meistens auch gut durch.

    Da gibt es auch ein paar, die in der Frucht nicht ganz so winzig sind. Die Humboldtii zum Beispiel ist toll.

    Hm, ok. Stimmt, eigentlich bin ich auch absolut kein Freund von Netzen draußen.

    Andererseits kenne ich mich, zuverlässiges Absammeln krieg ich nicht hin, das vergesse ich.

    Sieht auf jeden traumhaft aus, deine Ausbeute an Rosenkohl! War er gut?

    Sag mal Tobie , wie hat das bei dir geklappt mit der langen Kulturdauer beim Rosenkohl in Verbindung mit Schädlingen? Hattest du Netze drüber?

    Ich möchte dieses Jahr erstmals welchen vorziehen und pflanzen, fand es aber mit Kohl immer schwierig wegen des Kohlweißlings

    Kürbisgewächse können sich mit dem Erreger der Braunfäule, der Tomaten und Kartoffel befällt, auch nicht anstecken.

    Wenns da bräunt, ist es in den allermeisten Fällen der falsche Mehltau.

    Müßte ich dann die frisch Erde vom Boden mit Folie trennen, damit diese Braunfäule-Erreger nicht zu den Pflanzen raufwandern?

    Nein, das würde nichts bringen.

    Die Braunfäule funktioniert über Sporen, die direkt auf der Pflanze auskeimen und ins Pflanzengewebe vordringen, wo der Pilz sich breitmacht.

    Die Sporen von Phytophthora sind immer vorhanden - einzig die Umstände bestimmen, ob der Pilz dann Fuß fassen kann. Er benötigt zum Auskeimen einen bestimmten Grad an Feuchtigkeit über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Daher ist es immer besser, ein Dach über den Pflanzen zu haben und sie möglichst luftig zu halten.

    Statt sowas wie einen Erdaustausch zu starten, ist es viel sinnvoller, gut abzumulchen und so zu gießen, dass die Pflanze dabei trocken bleibt.

    Wenn die Bedingungen für Phytophthora aber passen und du vielleicht nebenan auch noch einen Kartoffelacker hast, der zusätzlich den Befallsdruck erhöht, kannst du machen, was du willst : Dann werden die Pflanzen Braunfäule kriegen.

    Letztes Jahr war es diesbezüglich im deutschsprachigen Raum wohl durchgehend richtig übel. Deshalb würde ich '21 aus der Erfahrung streichen und es nochmal versuchen, die vergangene Saison war mit Sicherheit nicht repräsentativ was die Möglichkeiten des Tomatenanbaus anbelangt.

    Jetzt wurde ich wieder getriggert mit meinem Lieblingsthema und schreibe Romane...