Abgeschlossen: Strugatzki, "Picknick am Wegesrand"
Ein "fantastischer Roman" über den menschlichen Umgang mit einem außerirdischen Besuch. Die Besucher hinterlassen eine verseuchte Zone voll mit rätselhaften Artefakten und physikalischen Ausnahmeerscheinungen.
Schon nach kurzer Zeit wird der (illegale) Handel mit den Hinterlassenschaften zur Einnahmequelle für Schatzsucher, die in den abgeriegelten Gebieten räubern.
Ganz interessantes Gedankenspiel. Der außerirdische Besuch an sich bleibt rätselhaft, während sich in kürzester Zeit ein florierendes Geschäft aus dem Phänomen entwickelt - inklusive grundlegender Fragen der Moral, der Ausbeutung und des Machtmissbrauchs, die ohne weiteres auf real vorhandene irdische Verhältnisse übertragbar sind.
Leider habe ich oft Probleme mit Übersetzungen aus dem Russischen, nicht nur bei jetzt Strugatzki. Ob das tatsächlich einem Übersetzungsproblem oder einem speziellen Schreibstil geschuldet ist, kann ich nicht sagen. Die Texte und Dialoge erscheinen immer merkwürdig hölzern.
Trotzdem ist es ein ganz interessantes Leseerlebnis gewesen.
Jetzt liegt hier noch "Sand" von Wolfgang Herrndorf und "Auslöschung" von Thomas Bernhard rum.