Mir hallt "Das Eis-Schloss" von Tarjei Vesaas nach, das ich gestern Abend arglos anfing und irgendwann in der Nacht durch hatte
Eins der Bücher, bei denen eine Inhaltsangabe so überhaupt keinen Sinn macht, weil eine krude Zusammenfassung nichts zu tun hat mit der Atmosphäre, dem Einzigartigen, welches das Buch auszeichnet.
Trotzdem der Vollständigkeit halber:
Zwei 11jährige Mädchen sehen sich am Beginn einer tiefen und vielversprechenden Freundschaft, als ein großes Unglück über eines der Mädchen hereinbricht.
Die zurückgelassene Siss versinkt in Schuld und einem Versprechen, die Loyalität zu ihrer Freundin Unn zu bewahren - selbst auf Kosten ihrer eigenen Unversehrtheit.
Das Buch bedient sich einer Sprache und Symbolik, die mir noch nie so untergekommen ist. Es hat etwas märchenhaftes, abgrundtiefes und mystisches. Die norwegische Landschaft, in der die Geschichte spielt, wird selbst Protagonist, Naturphänomene werden Sinnbilder und Parabeln.
Ich merke, das ist gar nicht wirklich zu erklären.
Ich bin einfach tief beeindruckt.