Huhu!
Ich habe beides, also sowohl einen erwachsenen Hund aus dritter Hand (wenn auch nicht direkt Tierschutz) und einen Welpen vom hervorragenden Züchter.
Nachdem ich beides erlebt habe, steht für mich mehr oder weniger fest, dass ich nur noch Welpen vom Züchter möchte.
Meine Hündin kam mit knapp 17 Monaten zu mir. Sie war durch häufige Besitzerwechsel verstört, ängstlich, zurückhaltend und gleichzeitig extrem anhänglich an mich. Um das Ganze abzukürzen: der Weg mit ihr war sehr sehr lang, sehr schwer, sehr steinig und so manche Baustelle managen wir, weil sie das nicht mehr ablegen wird. Nicht falsch verstehen, sie ist für mich der Hund schlechthin. Aber manchmal tut es mir weh, sie in bestimmten Situationen zu sehen und nicht zu wissen, was sie erlebt hat, um diese Reaktion hervorzurufen.
Mein Rüde kam mit 10 Wochen hierher, ist bei einer ganz ganz tollen Züchterin aufgewachsen und war von Anfang an sehr unkompliziert. Einzig für die Stubenreinheit hat er länger gebraucht als wir gedacht hätten und das war schon anstrengend. Ich weiß gar nicht, wie oft er ins Haus gepinkelt hat, ob da 100 Mal reichen?
Er war von Anfang an super offen, neugierig und freundlich zu allem und jedem. Sozialisierung war relativ leicht insofern, dass ich einfach gute Kontakte für ihn hatte, die er regelmäßig getroffen hat und auch noch trifft und ich hatte auch die Möglichkeit, ihn blöde Situationen in einem vorher bestimmten Rahmen erleben zu lassen. So hat er z.B. auch mal erfahren, dass nicht immer alle Hunde nett sind und ihn genauso toll finden wie er sie und dass es sein kann, dass man auch mal eine drüberkriegt, weil man falsch geatmet hat. Das war aber immer alles kontrolliert und davon profitieren wir bis heute.
Klar, als Ersthundehalter weiß man vielleicht noch nicht so, wohin man will oder was einem wichtig ist. Ich wusste das bei meinem Rüden bereits und es hat mir definitiv sehr geholfen. Aber beim erwachsenen Hund gibt es eben schon den relativ gefestigten Charakter und bestimmte Eigenschaften, die einen dann vllt stören, wird man u.U. nicht mehr los und kann nur managen.