Huhu,
ich hab jetzt ehrlich gesagt nicht den ganzen Thread durchgelesen, habe aber auch einen Hund von privat übernommen und kann dir da gern meine Erfahrungen schildern.
Kimi war damals knapp 17 Monate alt und kam zu mir ins 3. Zuhause (ohne Züchterin). Ich denke, man sollte sich vor allem im Klaren sein, dass viele Beschreibungen sehr subjektiv sind. Laut der Vorbesitzerin konnte Kimi z.B. super im Auto mitfahren - na ja, mit dem Geschirr hat sie sich fast erhängt, seit sie in der Box mitfährt, ist alles kein Thema. Mittlerweile geht auch Geschirr. Laut ihr hatte Kim auch keinen Jagdtrieb - von wegen. Sie rennt zwar (wenn ich zu langsam bin) nur kurz hinterher, aber man muss bei ihr schon die Augen offen halten, um sie abzurufen. Außerdem hatte sie angeblich einen super Grundgehorsam - als sie hier war, hörte sie nicht mal auf ihren Namen, was allerdings auch an der neuen Bezugsperson (also mir) gelegen haben könnte.
Was ich damit sagen will - vieles, was einem so und so geschildert wird, kommt einem selbst ganz anders vor. Ob jetzt weniger schlimm oder schlimmer als beschrieben, ist gar nicht die Sache, aber eben anders.
Was die Gesundheit des Tieres angeht, kann man den Hund natürlich vor der Vermittlung tierärztlich durchchecken und sich das Ganze schriftlich geben lassen - davon kann man sich aber auch nix kaufen, sollte der Hund dann kurz danach krank werden. In unserem Fall war das bei einem top gesunden Hund drei Monate nach Vermittlung die beginnende Patellaluxation. Tja, blöd gelaufen, ist aber nun mal so. Dazu kann kein Vorbesitzer was und auch die zwei TÄ, die Kim vorher gecheckt haben, konnten natürlich nicht wissen, dass sie mit dem Knie bald Probleme bekommen würde.
Ansonsten habe ich bei Kimi sehr viel auf mein Gefühl gehört und mich da absolut nicht getäuscht. Bei ihr hat es vom ersten Moment an gepasst und sie hat alle Voraussetzungen erfüllt, die ich mir so gesteckt hatte - und das tut sie auch heute noch. Daher denke ich, man sollte sich vorher im Klaren sein, was man ungefähr will, danach suchen und dann auch ein Stück weit das Gefühl entscheiden lassen. Denn perfekt gibt es nie. Und wie gesagt, viele Beschreibungen sind sehr subjektiv, daher nach Möglichkeit sich selbst und dem Hund die Zeit geben, sich zumindest kurz kennen zu lernen. 
edit: Ich hatte sogar die Option einer Probezeit, die Vorbesitzerin hätte den Hund zurück genommen, hätte es wider Erwarten gar nicht gepasst. Zum Glück musste ich die Möglichkeit aber nicht nutzen!