Beiträge von Trace

    Hab eben "Das Seelenhaus" beendet. Wow. Sehr bedrückend, sehr düster und ich könnte nicht mal wirklich benennen, wie die Autorin diese düstere Stimmung schafft. Bedrückend ist natürlich das Thema, aber auch die Art und Weise der Erzählung... in dem Moment, in dem man zu verstehen beginnt, hört auch schon alles auf.
    Als großer Island(pferde)fan hat mich die Szenerie natürlich sowieso beeindruckt und ich war richtig froh, als einmal ein Pferd "zum Tölt angetrieben" wurde. :D

    Jetzt geht´s weiter mit Winterhonig, darauf bin ich sehr gespannt.

    Bei uns war das immer so, dass irgendwann der Tag kam, an dem der Hund einfach allein bleiben musste und es klappen musste, weil es einfach nicht anders ging. Und es war auch bei beiden Hunden so, dass das den Durchbruch brachte und Allein bleiben kein so großes Thema mehr war. Wobei es für Elliot nie ein Thema war, Kimi kam ja mit Verlustängsten zu mir. Bei ihr war der Weg lang und hart und nicht immer schön, aber wir haben es geschafft.

    Ab November (bzw. ab Freitag) müssen sie auch wirklich länger allein bleiben... zwar nur wenige Tage im Monat (hoffe ich, im schlechtesten Fall wären es zwei Tage die Woche), aber trotzdem lang. Vormittags 4-4,5 Stunden, dann ist eine Stunde mein Freund Zuhause und dann nochmal 4 Stunden. Aber das werden sie schaffen, da bin ich absolut sicher. Wir haben ja zum Glück auch noch die Schwiegeroma im Haus, die zumindest ab und an mal nach dem Rechten sehen kann.

    @Trace: Mithilfe eines Trainers, kleinschrittig. Eine Stunde hatten wir schonmal. Richtig wohl gefühlt hat er sich dabei nicht, aber es ging und er ist nicht ausgeflippt.

    Dann gab's einen Rückfall und er hat alles vollgepinkelt... Zweimal.

    Seitdem Versuche ich zu erreichen, dass er sich wohler fühlt und aufhört, sich mental wegzubeamen. Seit wir die Kamera haben, ist eben auch klar, dass er sich nie entspannt, auch nach 2 Stunden ohne Sichtkontakt nicht und darin sehe ich das Problem.

    Auch Müdigkeit hilft da nicht.

    Also so erstmal 30sec raus, dann 1min, 2min, usw.? Wie hat er sich dabei verhalten? Auch immer gewartet? Und wenn er jetzt allein bleibt, wartet er immer stehend, bis du wiederkommst?

    Ich kenne tatsächlich auch keinen einzigen Fall, wo sich das abgeguckt wurde :ka:
    Klar gucken sich Hunde viel voneinander ab.
    Aber gerade bei etwas wo der Leidensdruck so groß ist, wie bei so einem Stresskeks sind die Halter meist so sensibilisiert für die Problematik, dass der Zweithund zum einen nach anderen Kriterien ausgesucht wird und zum anderen von Beginn an gegen Stressanzeichen sofort gegengearbeitet wird.

    War hier auch so. Ich hab mir von Anfang an alle Mühe gegeben, dass Elliot sein ruhiges Gemüt behält. Und so ist es auch. Klar hat der Energie für fünf, er ist acht Monate alt! Aber er hat so eine grundlegende Ruhe, die Kimi wohl niemals haben wird. :hust:

    Ersten richtigen Kontakt mit der Züchterin hatte ich letztes Jahr im Oktober, Anfang Dezember wurde die Hündin gedeckt, Anfang Februar Elliot geboren und Mitte April haben wir ihn dann abgeholt. Aber ich habe deutlich länger gewartet. Die Züchtersuche und auch irgendwo die Rassewahl zog sich ewig hin und ich bin froh, dass das ein Ende hat. |) So schön die Vorfreude sein kann, aber irgendwann ist mal gut. :ugly:

    Kimi war dreieinhalb Jahre Einzelhund (wobei sie nie wirklich "einzeln" gelebt hat, aber sie war halt mein einziger Hund). Das hatte verschiedene Gründe und nicht unbedingt den, dass ich nicht früher einen zweiten Hund gewollt hätte. Die Umstände gaben das einfach nicht her. In den drei Jahren ist extrem viel passiert, viele Baustellen wurden besser, manche verschwanden ganz (sie hat nicht so die einfachste Vorgeschichte). Selbst als Elliot einzog hat noch nicht alles reibungslos funktioniert, das tut es meiner Meinung nach nie, das wird es nie. Vieles hat sich mit Elliots Einzug auch gegeben, sie wurde z.B. entspannter bei Hundebegegnungen, generell ausgeglichener und irgendwie zufriedener. Fast alle haben mir prophezeit, dass Kimis Probleme auf Elliot übergehen werden und er die gleichen haben wird. Aber nichts davon ist eingetreten, im Gegenteil. Elliot hat sich eigentlich nichts Negatives bei Kimi abgeguckt, er hat eher beruhigend auf sie gewirkt. Seit er da ist, wird sie beim TA entspannter, sie hat sich letztens sogar im Wartezimmer hingelegt und der Helferin ein Leckerli aus der Hand genommen! Das wäre vor einem Jahr noch absolut undenkbar gewesen. Und durch ihn hat sie nochmal so einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht, dass es mit ihr einfach nur noch toll ist.
    Damit will ich nicht sagen, dass ein zweiter Hund viele Probleme löst, ich glaube, im Normalfall tut es das eben nicht. Da hatte ich auch einfach sehr viel Glück und wohl auch zusammen mit der Züchterin den richtigen Riecher für den passenden Welpen.

    Was möchte ich jetzt damit sagen? |) Manchmal muss man diesen Schritt auch gehen, wenn man es möchte und nicht darauf warten, dass es perfekt wird. Das wird es nie sein und es wird immer Argumente dagegen geben. Aber klar macht es Sinn, Fafnir erstmal älter und etwas "gesetzter" werden zu lassen, bevor man sich dann für einen zweiten Hund entscheidet. Ich persönlich würde mir zwei Jungspunde nicht antun, auch wenn ich mir das manchmal auch ganz cool vorstelle. :ugly: