Beiträge von Trace

    An welche Rassen denkt ihr, wenn es um den Einsatz in der tiergestützten Pädagogik geht?

    Tiergestützte Pädagogik ist ja ein extrem weites Feld. Ich würde so von vornherein erstmal gar keine Rasse richtig ausschließen. Es kommt immer drauf an, wie der Hund eingesetzt wird, wo, welche Aufgabe(n) er hat, usw... aber das weißt du sicher selbst. =)

    Ich finde Pudel nach wie vor passend. Hatte ja ein ganz ähnliches Anforderungsprofil und zusätzlich eh die Neigung zum zweiten Pudel. Und ich kann dir Elliots Züchterin nur wärmstens empfehlen, die HP ist leider nicht aktuell. Aber so in ca. drei Jahren könnte bei ihr sogar gut passen, das weiß ich aber nicht genau genug.
    Elliot ist z.B. so gar kein Hibbel. War er nie und ich hab natürlich auch versucht, das in die richtigen Bahnen zu lenken. Beim Spaziergang ist er aufgedreht und hat Energie für fünf, drinnen ist er fast immer die Ruhe selbst. Er hat kein Problem mit Menschen aller Art, hatte nie Angst vor irgendwem. Er ist aufgeschlossen und freundlich und manchmal auch zu stürmisch. Das ist das Einzige, was ich bei ihm noch als "Problem" sehe und weswegen ich ihn bisher nur bedingt einsetzen würde bzw. eingesetzt habe. Er ist halt aktuell noch nichts für sehr vorsichtige Menschen. Aber das wird sich auch noch geben, er ist halt auch erst 9 Monate alt.

    Kimi ist ganz anders. Sie ist vorsichtig und zurückhaltend, freundlich und reserviert. Trotzdem geht sie im Einsatz freundlich auf alle zu, wedelt, lässt sich streicheln und geht wieder ihrer Wege. Aber gerade diese Reserviertheit kann man ja z.B. auch gut thematiseren und passt meiner Meinung nach auch gut zu Einsätzen. Man muss es halt nur abwägen können, wo was angebrachter ist. Bei forschen Kindern z.B. habe ich auch durchaus Elliot dazugeholt, wir hatten aber auch ein Kind mit anfangs panischer Angst vor Hunden, da war Kimi perfekt. Sie hat sich von selbst zurückgezogen und wenn das Kind doch Kontakt gesucht hat, war sie super vorsichtig und bedacht, hat sich ganz langsam bewegt, usw. Das Kind hat übrigens nicht mehr solche Panik vor fremden Hunden (ist dennoch vorsichtig) und war nachher echt dicke mit Kimi.

    Was ich damit sagen will: Pudel passen gut. :D

    Ich/wir wurden auch schon immer oft auf Kimi angesprochen, aber seit es zwei sind noch viel mehr. Gerade im Urlaub ständig. Und immer mit dem Nebensatz "Pudel gibt´s ja nicht mehr so oft - aber das sind so tolle Hunde!". Und interessanterweise wissen doch auch viele, dass es eben nicht die langweiligen Omahunde sind.


    Eine Begegnung im Urlaub hat aber bisher alles getoppt. Eine Dame mit schon älterem Hund spricht uns an, guckt auf Elliot, fragt "Haben Sie den irgendwo her???". Ich weiß bis heute nicht, was sie mit dieser Frage meinte. :ugly: Ich meine, er war nicht irgendwann mal nachts vor der Haustür angebunden!? Wir antworteten dann brav "er ist vom Züchter". Sie, total erschrocken "ja und warum ist der dann so wild??". Ähm. Der Hund ist 8 Monate alt. |) (zu dem Zeitpunkt)

    Ich hab einmal mittelgroß und einmal klein.

    Nachteil mittelgroß: Man kann ihn nicht mal eben auf den Arm nehmen und vor Fußgängern, Hunden, etc retten. Seine Box passt nur in einen großen Kofferraum, Kimis Box passt problemlos auf den Rücksitz in jedem Auto. Jeder lässt seinen Hund zu ihm hin.

    Nachteil klein: Jeder lässt den Hund hin |) , zierlich und eben auch relativ zerbrechlich, dementsprechend darf sie nicht mit allen Hunden toben (will sie aber auch gar nicht), wird oft nicht ernst genommen.

    Aber für mich überwiegen die Vorteile eines kleinen Hundes bei Weitem :ka:

    Mal ein Erfahrungsbericht etwas anders gelagert als bei euch.

    Ich habe immer gesagt, solange Kimi keine Probleme mit der Läufigkeit und dem Drumherum bekommt, wird auch nicht kastriert. Und dann fing sie an, vor jeder Läufigkeit immer extremer im Verhalten zu werden. EXTREM zickig, futterneidisch, usw. Man hat das daran gemerkt, dass sie fast schon jähzornige Anfälle hatte, nach denen sie dann total irritiert in der Ecke saß und nichts mehr tat.
    Gleichzeitig fiel sie während der Läufigkeit immer mehr in alte Verhaltensmuster zurück - wurde wieder extrem unsicher, fiepsig, desorientiert, ... und das tat ihr einfach nicht gut. Man merkte ihr ihre Irritation einfach an. Dann kam ihre Bauchspeicheldrüsenentzündung, die sie ja fast das Leben gekostet hätte. Und einen Monat danach wurde sie läufig, was bewirkte, dass sie körperlich wieder stark abbaute. Nach dieser Läufigkeit kam eine dicke Scheinschwangerschaft, die sie wiederum einiges an Kraft kostete. Sie nahm ab auf 3,7kg (heute hat sie 4,6kg), wir mussten das Immunsystem und den ganzen Hund päppeln, weil sie gefährlich abrutschte. Die anderen Probleme wurden nicht besser.

    Ich habe übrigens auch einen Thread hier gestartet (das war allerdings vor der BSD-Entzündung) und mir wurde von sehr vielen abgeraten. Mitunter wurde behauptet, ich hätte Probleme mit meinem eigenen Zyklus und würde die nur auf den Hund übertragen. :ugly:

    Letztlich habe ich sie kastrieren lassen. Sie wurde alle fünf Monate läufig (wobei zum Schluss die Abstände unregelmäßig wurden), es ging ihr bedingt durch die Läufigkeit 12 Wochen lang nicht gut. D.h., es blieben ihr und uns acht "normale" Wochen. Dazu kam dann eben der körperliche und gesundheitliche Aspekt, weil sie nach jeder Läufigkeit wieder abrutschte.

    Übrigens haben wir auch einen Abstecher zur THP gemacht, um da vllt Hilfe zu bekommen. Und sie sagte mir dann irgendwann "du weißt aber schon, dass man solche Hunde durchaus kastriert, oder?".

    Die Entscheidung habe ich nie bereut. Sie ist seitdem ausgeglichener, entspannter, wir werden nicht mehr Monate oder gar Jahre im Training zurückgeworfen. Die temporäre Unsicherheit ist weg, sie ist gesundheitlich absolut stabil (im Gegensatz zu vorher).

    Ich weiß, dass vielen diese Gründe nicht "gereicht" hätten zur Kastration. Mir haben sie das. Letztlich ist es auch immer individuell, nur man selbst sieht und erlebt seinen Hund und weiß, inwiefern er darunter leidet oder eben nicht. Aber in deinem Fall, wo ja auch schon Verletzungen deinerseits quasi die Regel sind, würde ich wohl auch nicht mehr zögern.

    Ich würde den Rückwärtsgang einlegen, wenn irgendwo zwei große Hunde, egal welcher Rasse, alleine rumliefen.

    Das ist auch eigentlich meine erste Reaktion: Dort nicht mehr lang gehen.

    Also meine würde garantiert gucken kommen.Wenn es Hofhunde sind, kann es schon sein dass die das gewohnt und nicht sonderlich interessiert sind.

    Deswegen frage ich. Könnte ja auch sein, dass solche Hofhunde sowas dann ignorieren. Aber klar, verlassen will ich mich nicht drauf.

    Mal eine Frage an die DSH-Kenner: Hier gibt es einen Hof, an dem ich zum Gassi oft vorbeilaufe. Dieser Hof ist umzäunt und es gibt zwei DSH, die jeden melden, der vorbei geht. Gestern morgen kam ich dort vorbei und die beiden DSH liefen frei ohne Aufsicht auf dem angrenzenden Feld, es war niemand dabei.

    Wie besorgt muss ich sein, dass die zu mir und den Hunden laufen? Oder erkennen sie das an als "nicht ihre Sache"? Die Entfernung zwischen den Hunden und dem Weg, auf dem wir laufen, beträgt höchstens 100m.

    Elliot ist jetzt fast 9 Monate alt und er wächst und wächst... :ugly: Mittlerweile hat er (als Kleinpudel) 48cm und fast 11kg. Eigentlich hätte bei 45cm Schluss sein sollen. |)

    Momentan arbeiten wir viel am Rückruf. Er kann ja von mir aus eigentlich machen, was er will, solange er abrufbar ist.
    Samstag waren wir mal allein unterwegs. Wir haben zwei andere Junghunde getroffen, mit denen er jeweils richtig schön spielen konnte. Es kann so leicht sein, wenn man einen gut verträglichen Hund ohne Ängste hat... der zweite Hund war aber selbst Elliot ein bisschen zu wild und er hat das soo toll gemacht. Sich selbst zurück- und rausgenommen, die Interaktion ausgebremst, z.T. bei mir kurz Schutz gesucht bzw. Pause gemacht. :bindafür: