Beiträge von Trace

    Das habe ich beibehalten und es funktioniert bei uns prima.

    Ist bei uns auch der einzige Weg, der gut funktioniert.

    Je mehr Umstände ich mache, desto komplizierter und doofer wird es für uns beide. Elliot bekam fast einen Anfall, als ich ihn das erste Mal blowern wollte und ich dachte okay, dann müssen wir eben langsam machen. Aber je mehr ich versuchte, ihn daran zu gewöhnen, desto größer wurde seine Aufregung. Irgendwann hab ich ihn genommen, festgehalten, geblowert. Im ersten Moment zitterte er vor Aufregung und im nächsten war es dann in Ordnung. Würde ich sicher nicht mit jedem Hund so machen, aber bei ihm klappt das so gut.

    Er ist auch beim Pfoten ausscheren extrem kitzlig. Ich halte ihn einfach unbeirrbar fest, ignoriere seine Versuche, mich zum Aufhören zu bewegen und gut. Was muss, das muss.

    Ich versuche, so oft und gut es mir möglich ist, auf die Bedürfnisse und Befindlichkeiten meiner Hunde einzugehen. Aber es gibt einfach Sachen, da müssen sie durch. Fertig.

    Ernsthaft angegriffen wurde Kimi bisher 2mal. Jedes Mal vom gleichen Hund, als wir an dem Haus vorbei liefen, der Hund war nie angeleint und schoss immer um die Ecke direkt auf uns zu. Der wollte Kimi auch ganz gezielt an die Kehle. Ich war zum Glück jedes Mal schneller.

    Elliot wurde bisher zum Glück nicht ernsthaft angegriffen.

    Ich würde gern noch mal auf die emotionale Belastung aufmerksam machen, die man als Halter dann hat, wenn der Hund ständig krank ist.

    Mal ganz unabhängig davon, dass es für den Hund ewige Schmerzen/Probleme/Unannehmlichkeiten bedeutet, bedeutet es auch, dass ich mir als Halter ständig Sorgen und Gedanken mache um meinen Hund. Was könnte ich noch besser machen? Wie könnte ich ihm sein Leben angenehmer machen? Das geht immer und immer so weiter und ist nicht schön.

    Ich selbst habe einen chronisch magenkranken Hund und ganz ehrlich, das wünsche ich niemandem. Obwohl sich diese Erkrankung bei meiner Hündin wirklich in Grenzen hält und sie wenig eingeschränkt ist, passe ich doch immer auf, bin immer hinterher, was sie frisst, wo sie was aufsammelt, wie viel Fett jetzt dieses oder jenes hat... immer in der Angst, dass sich der Albtraum wiederholen und sie ihn dieses Mal dann nicht überleben könnte.

    Und ich denke, als Halter von einer Qualzuchtrasse macht man sich das Leben auch dahingehend wirklich unnötig schwer.

    Von alledem, was der Hund erleiden muss, braucht man gar nicht erst anfangen.

    Ich kenne nur drei Pudel, die allesamt von Rentnern als Begleithund gehalten werden, viel Ansprache bekommen die nicht. Vielleicht haben sie resigniert und sind deshalb eher naja nichtssagend? Das klingt so gemein, aber ich habe bei den dreien nie so wirklich Lebensfreude gesehen.

    Also ehrlich gesagt ist deine Beobachtung so ziemlich das Gegenteil von dem, wie Pudel eigentlich sind.

    Ich kann nur vermuten, dass dein Eindruck richtig ist und die Hunde "resignieren", weil sie einfach keine Ansprache haben. Meine Kimi (Zwergpudel) würde auch ohne irgendwelche Aktivitäten durchs Leben gehen, aber erst wenn wir was machen, blüht sie richtig auf und fängt an zu strahlen. Mein Kleinpudelrüde genauso.

    Und für mich gibt es kaum ein Lebewesen mit soooo viel Lebensfreude wie Pudel sie haben und ausstrahlen. :herzen1: Vermutlich habe ich deshalb zwei davon. :D Und ich kann mir einen Pudel bei dir wirklich gut vorstellen!

    warum hat er denn gemobbt? Einfach, weil er kann? Ist das zuhause auch so?

    Ja und nein.

    Warum er das gemacht hat... da bin ich auch noch nicht ganz dahinter gekommen. Ich vermute auch, einfach weil er kann.

    Zuhause ist es nicht so. Da wehrt sie sich gegen ihn, wenn sie was nicht will und unabhängig davon spielen sie zuhause viel und sehr schön. Draußen nicht mehr, weil es von ihm aus dann sofort kippt. :/