Beiträge von nepolino

    @Zorro07 Kinnarodden hatte ich auch sehr überlegt aber die Tour beträgt ab Startpunkt 20km bis zum nördlichsten Punkt und dann muss man wieder zurück. Geht nur mit Biwak und die Strecke soll größtenteils noch unwegsamer und weniger markiert sein als zum Knivsjelodden. Dass bei den Bedingungen die wir hatten- das war mir alleine zu heikel. Vier, fünf Wochen später, wenn alles etwas abgetrocknet ist, dann wäre es sicher toll, da die Ecke wohl absolut menschenleer ist. :herzen1:

    Rotbunte vielen Dank für den langen Beitrag. :applaus: Ich freu mich doch, wenn ich Begeisterung auslösen kann und du ein bisschen von daheim reisen kannst. Hab ich das Gruppenfoto vergessen? Warte mal ich lad es mit deien deinen Favoriten mal seperat hoch. Obwohl ich da ein bisschen schräg guck :lol: , ein wenig eingefroren und mit Hut und so. :xmas_kilroy:

    Die Rentiere waren vom Auto aus, gleich hinter der nächsten Kurve, nachdem wir los gefahren waren. Musst ich natürlich nochmal anhalten. :cuinlove: Und diese Tour war jeden Zipfel nasse Kleidung mehr als wert. Solch Natur hats bei uns einfach nicht und so oft kommt man so hoch in Norden ja auch nicht.

    Tag 19, am nördlichsten Punkt Europas

    Der neue Tag begann, wie der alte aufgehört hatte. Mit Regen. Und Nebel. Einen Moment kuschelten wir uns nochmal ein, um der Kälte zu trotzen. :weihnachtslicht: Es half jedoch alles nix, wir huschten auf eine kurze Pullerrunde und danach huschte ich mit Zahnputzbecher und Wasserbottichen in die Nordkaphalle. Morgentoilette mit warm Wasser. Ein erster Lichtblick an diesem Tag. Mit vollen Wasserbehältern huschte ich zurück und fand der Nebel lichtete sich langsam. Na vielleicht.. :applaus:

    Nach einem Frühstück -im Schlafsack- regnete es weiterhin. Also ein Frühstücksschläfchen mit Hundekuscheln. :herzen1: So wild war dass mit dem Regen irgendwie grad gar nicht. Ein bisschen Erholung tat ganz gut. Wenns draußen schön ist, kann ich ja schlecht still sitzen, so hatte ich ein Alibi. xD

    Als eine Regenpause kam und der Nebel sich verzog, machten wir uns auf eine größere Runde übers Kap. Hunde mussten ja sicher mehr als nur pullern. So wars. Auf dem Rückweg sind wir noch zum Pflichttermin am Globus vorbei gegangen. Inzwischen nieselte es wieder und Rouvens Laune war im Eimer. :lol: Nasse Nase- bäh. So guckte er auch, als ich ihn und Josy zum Fotoshooting platzierte. Sehr zum Amüsement der umstehenden, wenigen Menschen. Zum Glück verdeckt das neblige Wetter diesen Ausdruck auf den Bildern und es sind einfach nur zwei stolze, etwas nasse Hunde unterm Globus, am Ende Europas. :herzen1:

    Da der Regen und der Nebel sich wieder breit gemacht hatten, kuschelten wir uns nochmal ein, etwas aufwärmen, bevor ich den Film in der Halle gucken ging. Regen hätte mich zum wandern nicht so gestört aber der Nebel bereitete mir Kopfzerbrechen. Nicht nur, wegen der dann fehlenden Aussicht aufs Nordkap, auch wegen Weg finden und behalten.
    Der Film war wirklich grandios. :bindafür: Nur in Bildern und mit Tonuntermalung gab er einen Einblick in das Leben und den Wandel der Natur so weit oben, im Laufe des Jahres. Eine größtenteils kalte, weiße und sturmgepeitschte Natur, mit einem kurzen Sommer. Ich glaubte, man muss hier geboren sein, um dass zu mögen, zu wollen. Faszinierend, wunderschön, ja aber sicher auch ein hartes Leben.

    Als ich raus kam, noch im Rausch der Bilder und Eindrücke, hatte der Nebel sich weitestgehend verzogen und der Regen aufgehört. Rasch packte ich alles zusammen und wir fuhren das Stück bis zum Wanderparkplatz. Als wir parkten war ein Schnee- und Hagelsturm in Gange. :ugly: Nun gut. Aber kein Nebel. :klugscheisser: Konnte sich zwar schnell wieder ändern aber ich ließ mich jetzt nicht mehr abhalten. Es war schon kurz nach eins, die Tour würde sicher 4-5 Stunden brauchen und ein bisschen fahren wollten wir auch noch.

    Ich zog mir meine Wind- und Wachsjacke übereinander, dünnen Pudel und Regenhut drauf, Regenhose an und die Hunde bekamen auch ihre Regenmäntel. So stapften wir in die sumpfigen Weiten. Stäbe und kleine Steinhaufen gaben die Richtung in weiten Abständen vor- im dichten Nebel, definitiv nicht erkennbar. Das Gelände ging leicht auf und ab, Steine, Felsen, Wasserlöcher, Bäche, Sümpfe alles dazwischen noch unglaublich feucht und schmierig. Hüpften wir nicht von Stein zu Stein, schlitterten wir umher oder versanken bis zum Knöchel im Matsch. :hust: Teilweise gab es auch kleine Bohlenstege aber grundsätzlich war man wohl der Überzeugung, dass ein authentischer Eindruck der Bedingungen vor Ort wichtig ist. Wir waren einfach zu früh, die Schneeschmelze war noch in vollem Gange, teilweise querten wir sogar Schneefelder. Trotzdem eine traumhafte Natur. :cuinlove: Von einer wilden Schönheit und Weite und Unberührtheit, die seinesgleichen sucht. Der Schnee ließ übrigens nach 20 Minuten nach und nach einer halben Stunde hatten wir teilweise sogar ein paar Sonnenstrahlen. Gluckskinder. :applaus: Zwischendurch erhaschte man immer wieder mal einen Blick aufs Nordkap - absolut beeindruckende Ausblicke. Kein Nebel, klare Sicht, das Warten hatte sich gelohnt. :applaus: Zum Knivsjelodden musste man als Schlussinstanz noch einen ganz steilen, rutschigen Abhang hinunter- ich dachte mit Grauen, auch wieder hinauf :fear: - und nach einem kurzen Weg über eine Wiese, öffnete sich dann der finale Blick über Atlantik und Nordkap. Ok, dass war den Aufstieg und 9km Matsch und Schlamm und Steine allemal wert. Atemberaubend. :herzen1: :herzen1: :herzen1: Nebelfrei. Und ich glaubte sogar einen Hauch Sonne zu erahnen. Ein wenig blau war auf jeden Fall am Himmel zu sehen. Ein kleines Hundeshooting musste sein und aus angeschwemmten Holzresten bastelte ich ein provisorisches Stativ, so konnten wir auch ein Familienbild am nördlichsten Punkt der Insel mittels Selbstauslöser schießen. Wir blieben eine ganze Weile an diesem zauberhaften Ort und genossen den Zauber des Moments. Den Frieden an diesem kalten Ort, der für uns ein wenig Wärme und Sonne parat gehalten hatte.

    Der Rückweg war noch mühsamer als der Hinweg, vor allem der erste Aufstieg. Fast senkrecht nach oben auf Schmierseife hat schon seinen speziellen Charme. |) Die Füße waren wohl einfach schon etwas müde, vom rutschen und hüpfen. Worüber ich mir keine Sorgen mehr zu machen brauchte, war, die Schuhe trocken zu halten. Der Drops war gelutscht. xD Da waren ein paar Wasserlöcher zu tief gewesen. Obacht galt nur weiterhin, nicht vom Weg abzukommen und im Kreis zu laufen oder in einem Sumpfloch stecken zu bleiben. Wieder mal erfuhr ich, dass die maximalen Streckenlängen hier oben für mich definitiv kürzer ausfallen müssen als auf normalen Waldwegen. Kleine Schauer kamen noch auf dem Weg zum Auto aber nix schlimmes. Die Vorsorge mit der guten Kleidung hatte dem Wetter wohl die Freude am ärgern genommen.

    Am Auto war ich für den Tag erledigt. Nicht so schlimm wie bei der drei Gipfeltour im Pallasjärvi aber es reichte. Auch die Hunde waren müde und freuten sich übers trocken gerubbelt werden um sich dann in ihre Kissen einzukuscheln. Ich hängte alles was feucht war über das Heckgitter und die nassen Schuhe kamen in den Beifahrerfußraum, wo die Heizung sie beim fahren trocknen konnte. Überhaupt tat die Heizung unterwegs wohlig gut. Nächster Stopp - Talvik. Nur rund 270km weiter aber vier Stunden Fahrt. Die Küstenstraße schlängelt sich eben immer um die Fjorde, dass gibt diese atemberaubenden Aussichten aber es kostet auch Zeit.

    Ein Stückchen des Weges führte diesmal allerdings auch übers Hochland. Einsam bekam da selbst für nordnorwegische- und finnische Verhältnisse nochmal eine neue Dimension, Kargheit ebenso und von Frühling war hier auch noch kein Hauch zu erahnen aber wenn ab und an ein Sonnenstrahl die Szenerie erleuchtete, dann war die Landschaft vollendens wie verzaubert. :herzen1: Wie nicht von dieser Welt. Wie auf irgendeinem fremden Planeten. :herzen1: Autofahren in Norwegen ist wie träumen und zum Glück ist der Verkehr so ruhig, dass es folgenlos bleibt. Ich bewunderte und beneidete auch ein wenig im stillen die Menschen, die hier oben wohnten. Diese Ruhe, diese Weite, diese karge Schönheit, dass hatte definitiv etwas. Aber das raue Klima, ich bin ja eher ein Frostbeulchen.. Obwohl es ja manchmal vielleicht nicht schlecht ist, auch im Juni noch Wollpulli tragen zu können und knabberte grinsend einen Schokobutterkeks, meine Verpflegung während der Fahrt.

    In Talvik folgte der zweite Lichtblick des Tages. Eine Toilette mit warm Wasser an einer Shell Tankstelle. :hurra: In die Dusche kam man nur mit Karte aber mit warm Wasser war die Welt auch in Ordnung und so wusch ich den Dreck des Tages ab, richtete die Frisur und frisch und fröhlich krabbelte ich um nachts um eins in meinen Schlafsack. Während es draußen stürmte und schüttete.

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    Ja wunderschön und atemberaubend. :herzen1: Es ist beim zusammen stellen erstmal irgendwie unwirklich, so ala "da waren wir wirklich? Diese Landschaften sind keine Traumgebilde?" :ops: Ja da möchte man direkt wieder los.. Es gibt so viele herrliche Ecken zu entdecken. Inzwischen zieht da oben schon fast wieder Winter ein.. dabei ist es erst etwas über drei Monate her, drei Monate, wo der Winter dort erst am langsamen vergehen war.

    Rouven kann man leider nie lange böse sein. :hust: Wenn man mit ihm schimpft, guckt er so betreten und kuschelt sich so vorsichtig und liebevoll an, da mag man den kleinen Tropf nur in Arm nehmen und fest drücken. :ops: Er machts ja nicht absichtlich, normalerweise ist er super bemüht alles richtig zu machen, ist einfach ein kleiner Sonnenschein mit ganz viel Freude und Quatsch im Kopf, es vergeht kein Tag, wo man über ihn nicht lachen kann... :herzen1: nur ist da eben der nicht unerhebliche Jagdtrieb und ordentlich Pfeffer im Hintern. Was fürs arbeiten gut ist, ist für Hubschraubersichtungen eben unter Umständen too much.

    Mit einem Terrier kann ich mir sowas leider auch nur zu gut vorstellen.. :dagegen: Die sind ja auch leicht lebensmüde und mit ziemlich losen Sicherungen gesegnet. Chilli hats aber beide Male ohne große Blessuren überstanden? Und wo habt ihr denn Kreuzottern entdeckt, die Hunde angreifen? Oder haben die Terriergene die Schlange entdeckt und in die Enge getrieben? :fear: Das wäre natürlich wirklich ungesund..

    So und damit die Woche nicht ganz ohne eine Fortsetzung zu Ende geht, noch fix mit einer der emotionalsten Tage der Reise. :herzen1:

    Tag 18, unterwegs an Norwegens Nordküste

    Die Wolken hingen tief und bleigrau am Himmel. Es war auch schon fast neun, eh ich aus dem Schlafsack krabbelte. Irgendwann in der Nacht waren wir kurz draußen gewesen und danach nochmal tief eingeschlafen. Dieses nicht dunkel werden, brachte mich immer noch irgendwie durcheinander. Aber ich fühlte mich wieder etwas fitter und so frühstückten wir fix, ich baute Auto fürs fahren um und wir fuhren zum Parkplatz vom schwarzen Berg. :applaus:

    Fröhlich begaben wir uns auf die 5-6 Kilometer bergauf. Josy war heut morgen etwas ruhig, so ließ ich sie bald ohne Leine daher tappen, weil sie einem sonst immer vor den Füßen steht. Rouven war auch ungewöhnlich friedlich und so durfte er nach der Baumgrenze ebenfalls frei laufen. Der Anstieg ging im Großen und Ganzen, es war laufbar, ans Geröll hatten wir uns ja schon gewöhnt. xD Die Aussichten auf den Atlantik waren immer wieder anders, immer wieder neu, immer wieder fantastisch. Natürlich kam irgendwann die steile Stelle, doch mit kurzen Pausen zum rundum blicken und ohne Hunde an der Leine, wars entspannt. Auch ein Schneefeld durfte nicht fehlen und Rouven hatte wieder Spaß. Josy guckte sich das Treiben erst etwas verständnislos an um sich von dem Unsinn dann doch animieren zu lassen und so stachelte sie Rouven immer wieder zu neuen Flummattacken an. :lol:

    Entgegen der Karte, hätte man dem Höhenzug immer weiter parallel zum Atlantik folgen können. Sicher spannend. Wir bogen auf die Kurve rechts zum Gipfel ab, um von dort eine ungestörte Rundumsicht zu haben und eine kleine Gipfelpause zu machen. Pause wurde sofort gestrichen, als wir oben ankamen. :xmas_kilroy: Es waren eh schon nur feuchte 2-4Grad und oben war ein eisig kalter, stürmischer Wind. Dass fror einem sofort die Nasenlöcher zu. Mütze wurde sofort gezückt und Loop auch. Brr. :flucht: Als ich wenigstens Fotos machen wollte, bevor wir an den Abstieg gingen, entdeckte Rouven auf der anderen Fjordseite einen Hubschrauber und wollte sich über die Klippe stürzen, um den zu jagen. Nur unter massiven Flüchen und Beschimpfungen, stoppte er auf der Kante. Idiot, verdammter. :hilfe: Da war sie wieder die Sache mit seinen locker sitzenden Sicherungen.

    Grundsätzlich ist er sehr anhänglich, bleibt immer in meiner Nähe, hört super, ist vorsichtig in schwierigem Gelände aber wenn sich was bewegt, hauts ihm manchmal alles weg und er muss da hinterher und gucken, was es ist. Deswegen ist er leider viel online, da man nie weiß, was grade einen Kurzschluss bewirken kann. Hubschrauber waren auch mir neu. Jagdmodus ein, bedeutete, dass er bergab- nun wieder online - nur am tänzeln und gucken war, wo sich vielleicht was bewegt. :motzen: Immer wieder musste ich ihm androhen, ihn zum Abendessen zu verspeisen, wenn er mir ständig in die Leine läuft. Bergab nicht so schön, vor allem nicht über Geröll, wo man eh schon tasten und fühlen muss, wohin man am besten tritt. Der Klassiker dabei ist, dass unsereins auf einem Bein auf einem Felsen steht, dass andere grade die nächsten Felsen untersucht und dann ruckt es am Bauchgurt. Sehr hilfreich. :hust: Wir kamen heil unten an und irgendwann saß auch bei Rouven die Sicherung wieder fest. An der Leine blieb er trotzdem. Genug Adrenalin für einen Morgen. Grad als ich die Autotür geschlossen hatte und Navi programmierte, öffnete der Himmel seine Schleusen und es schüttete. Punktlandung oder so. :hurra:

    Auf der Küstenstraße ging es gen Nordkap. Allein die Straße ist ein absolutes Highlight, :herzen1: ich verstand, warum jedes Jahr Unmengen an Wohnmobilen hier lang fahren. Auch wenn die meisten wahrscheinlich gar nicht große Wanderungen unternehmen- die typischen Wohnmobiltouristen, die ich sah, waren in fortgeschrittenem Alter, ist allein schon die Fahrt ein Erlebnis fürs Auge.

    Der Regen begleitete mich bis zum Kap. Das verstärkte auf den letzten 100 Kilometern nur die immer rauer werdende Schönheit der Natur. Schroffe, steile Felsen, Wasserfälle und kaum ein Baum oder Strauch. Nur gelbes Gras vom Vorjahr, der Frühling saß hier noch in den allerersten Startlöchern.

    Kurz vorm Ziel klarte es etwas auf und ich überlegte ob wir gleich unsere Wanderung zum Knivsjelodden starten sollten aber ich hatte Hunger, die Wanderung würde gute 20km lang sein, über sehr unwegsames Gelände und so fuhren wir erst zum Parkplatz. Es war relativ leer und ein wenig niedlich sah meine kleine Chantal gegen die riesen Karossen schon aus. :p Sie zwinkerte traurig mit den Scheinwerfern und ich tätschelte das Lenkrad :bussi: und flüsterte ihr ein Dankeschön ins Tacho. Sie war eine tapfere kleine Französin und hatte uns allen Unkenrufen zum Trotz, bis ans nördlichste Ende Europas gebracht. :cuinlove: Mit fast 300.000km, die wir nun schon durch die Jahre zusammen gerollt waren, brauchte sie sich gewiss nicht schämen, kleiner, weniger luxuriös und noch mit etwas Kormorankacke bekleckert zu sein. :herzen1: So sehen wahre Autohelden aus. Sie wuchs zu voller Berlingogröße und versprach uns auch heil wieder heim zu bringen. Na warten wir mal ab, dachte ich. Kleines launisches Automädchen du. xD

    Ich ließ erstmal die Hunde pullern und wir erkundeten ein wenig das Terrain. Dann suchte ich mir eine Toilette und als ich mir was zu essen machte, fing es wieder an zu schütten und ein alles verschlingender Nebel machte sich breit. Tja irgendwie gut, dass ich die Wanderung erstmal verschoben hatte, dass hätte uns voll erwischt und dieser Nebel auf den baumlosen Ebenen, ich glaubte, dass wäre nicht so gut gewesen. Ich konnte mich keine zehn Meter von Chantal entfernen, ohne dass sie völlig verschwunden war.

    So verbrachten wir den Abend mit kuscheln, Hörbuch hören, ich ging zwischendurch nochmal in die Nordkaphalle, insgesamt einfach dösen und erholen. Irgendwann im Laufe des Abends parkte noch ein wüstentauglicher, riesiger Expeditions- LKW neben uns. Pfft. Chantal hatte nur ein müdes Blinzeln für ihn übrig. Viele kleine, schöne Wege, die wir gesehen hatten, da käme man mit sowas gar nicht hin. Recht hatte sie. Für die Wüste und darin offroad sicher praktisch aber so normale Parkplätze? :???: Eine Standheizung wünschte ich mir an diesem Abend aber heimlich, um die Feuchtigkeit im Auto etwas zu eliminieren aber gut. Es war ok. Irgendwann schliefen wir mit dem prasseln des Regens als Begleitmusik ein.

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    Oh ein Jacky... :hust: :lol: Ich hab zwar deinen Avatar gesehen aber da hätte es auch was größeres sein können. Ja Jackys sind etwas speziell.. :pfeif: Terrier eben. :ugly: Ich wünsche dir viel Glück bei dem Versuch Kontrolle in den Irrsinn zu bekommen, dass Geheimnis bei Ponys- auch verkappte Terrier :D - ist, ihnen zu vermitteln, dass sie das wollen, was du willst. Wie.. ja dass ist immer das große Geheimnis. Viel, viel Abwechslung, immer andere/abwechslungsreiche Parcoure bauen, bzw jedesmal anders laufen, die sind pfiffig und langweilen sich schnell und wenn sie schon wissen, dass jetzt wieder.. dann machen sie schonmal. Im Highspeed natürlich. xD

    Genau. Aber gibt's bei euch dann die restlichen Disziplinen nicht? Dass wäre ja schade.. bei uns gibt's recht neu auch Dreikampf. Find ich super für junge Hunde und Neustarter, da geht man eben Slalom, Hürdenlauf und Hindernisbahn, brauch keine BH aber Hund und Hundeführer können schonmal Turnieratmosphäre kennen lernen.

    Ps. Wenn du den Hund im Training schon runterbrüllen musst, seid ihr zu schnell. Dann würde sie im Wettkampf sehr wahrscheinlich auf und davon sein. Tempo raus an den Hindernissen und Sprints eher ohne Hindernisse üben. Und da immer nur soweit, wie der Hund mit klarem Kopf im Fuß bleibt. Schnelligkeit ist nicht entscheidend, jedenfalls nicht nur. Zuerst ist fehlerfrei wichtig. Ich weiß nicht, wie es bei euch geregelt ist aber bei uns ist zb ein Hindernis ausgelassen 4Strafsekunden.

    Ich lauf auf der Hindernisbahn je nach Boden so zwischen 11,5-12,5 Sekunden aber zb mit meinem jungen Hund auch mal 14- dafür aber ohne Fehler oder nur mit einem. Würde ich Fullspeed durchrasen würde er Schrägwand (fremde sind ihm oft nicht geheuer), Tonne und Hochweit sicher auslassen, damit wäre ich dann bei 24 Sekunden und der Hund hätte nicht viel gelernt, außer dass ich renne und er irgendwie hinterher muss.