Ich sehe hauptsächlich Leute, die ihre Hunde gar nicht erziehen..🤔
Es kommt irgendwie auf's Gleiche raus, aber ich nehme hauptsächlich hundehaltende Menschen wahr, die
- im falschen Moment belohnen, weil das Timing nicht stimmt
- das falsche Verhalten belohnen, weil das Timing nicht stimmt
- das falsche Verhalten belohnen, weil ihnen gar nicht bewusst ist, dass sie gerade etwas belohnen.
- ihrem Hund irgendwas in ganzen Sätzen zurufen, weil sie davon ausgehen, dass Hunde der deutschen Sprache mächtig sind
Diese Menschen würden alle von sich behaupten, dass sie ihren Hund erzogen haben.
Es ist ja inzwischen schon zur rühmlichen Ausnahme geworden, wenn jemand seinen Hund ganz normal "im Griff" hat.
Beispiel: Ich radle durch einen Park, mein Hund vorn im Fahrradkorb. Vor mir geht eine Hundehalterin mit ihrem mittelgroßen Hund "offline" in meine Richtung, kann mich daher nicht sehen. Beide zusammen "blockieren" den Weg, beidseitig dichte Büsche. Gerade bevor ich mich bemerkbar machen will, hört sie meine Reifen knirschen und erkennt sofort die Lage: Aufmerksamkeitskommando, dann ein Kommando, damit der Hund "einfriert", alles im Flüsterton, ich kann kaum die Worte verstehen, unterstützt durch ein Handzeichen. Hund bleibt links stehen, fixiert auf die Halterin, die einen Schritt zurück nach rechts macht und mir andeutet, ich möge durchfahren. Hund schaut mich nur interessiert an, dann wieder zur Halterin, alles gut. (Ich an ihrer Stelle hätte allerdings einen Schritt auf meinen Hund zu gemacht, um in meinem Rücken Platz zu machen - zwischen Hund und Mensch passieren, birgt die Möglichkeit, dass es doch nicht so gut klappt.)
Das ist jetzt bestimmt 6 Wochen her und ich erinnere mich immer noch und nehme es als "außergewöhnlich" wahr, weil diese "normale" Situation inzwischen zur rühmlichen Ausnahme geworden ist.