Beiträge von staffy

    Dafür gibt’s bei uns das Kommando „Fest“ (Gegenstand ins Maul geben, unterm Kinn kraulen, Kommando sagen und nach kurzem Halten „Aus“, dabei soll er ruhig bleiben, nicht knautschen oder schütteln).
    Geht es dir um den Moment, wo er noch am Arm beißt ? Dann würd ich entweder nur verbal belohnen und nach dem „Aus“ streicheln.
    Oder verbal Spannung aufbauen „Feiner Hund, Fest, ..“ dabei leicht streicheln, wieder zurücktreten und dann „Aus“.

    Oder meinst du, nachdem er den Ärmel haben darf und ihn als Beute mitnimmt ?
    Wenn er den Ärmel zur Bestätigung haben soll, würd ich ihm den kurz lassen (ohne Anfassen). Danach bringen und wieder das „Fest“ bis er ihn dir mit „Aus“ in die Hand gibt.

    Ob der Hund das Anfassen bei ersterem überhaupt als lobend empfindet ? Ich bleibe während dessen beim verbalen Lob und erst nach Ende der Übung wird gestreichelt.

    Gegenvorschlag:
    Laß in neben dir sitzen, dich anschauen, 10 sec, 30 sec, 1 min, ... und dann gibts ein normales Leckerli aus der Hand.
    Arbeite daran, daß er neben dir läuft und seine Aufmerksamkeit auf DICH lenkt und dafür nach 5,10,15 Schritten ein Leckerli aus der Hand bekommt.
    Verlang, daß er dich anschaut und nicht auf die Hand mit der Tube starrt.

    Futter als Belohnung bedeutet eine kurze Bestätigung (Schlucken, nicht Kauen oder Lecken ist der Sinn!!) dessen, was der Hund richtig gemacht hat und niemals Ablenkung.

    Probiers doch einfach mal aus ...

    Ich will hier nix verurteilen und jeder kann seine eigene Methode anwenden.

    Die Frage ist, ob der Hund kommt und ruhig ist, weil er sich bei dir sicher fühlt, dir vertraut und dein Kommando respektiert, oder lediglich weil er verfressen und durch die Tube abgelenkt ist.
    "die tube ist nur um im ein sichereres gefühl zu geben" dieses Gefühl solltest du ihm geben, nicht irgendein Gegenstand oder Futter !

    Ich wollte dich lediglich zum Nachdenken anregen ....

    Zitat

    und geht gleich an die tube ... er ist aber trozdem auf mich fixiert

    Womit meinst du verbindet er das "Hier", mit dir oder der Tube ??

    Wenn er auf dich fixiert ist, dann brauchst du die Tube doch nur jedes 10te mal fürs besonders schnell kommen, oder bei großer Ablenkung. Wenn du nur verbal lobst, kommt er dann auch noch ?

    Zitat

    Oskar meint, er ist der Rudelführer.

    Er meint nicht der Rudelführer zu sein, es bleibt ihm nix anderes übrig, weil er keinen Rudelführer hat !! Ich hoffe, auch das erklärt man in der Hundeschule !?

    Zitat

    und ihn mit einer leckerli tube abzulenken damit ich intressanter bin als das objekt.

    Falsch gedacht, nicht du bist interessanter als das Objekt, die Tube ist es !!! Würde er auch ohne diese auf dich achten ???

    War unterwegs und jetzt erst *gähn* zuhause. An konkreten Beispielen kann man so etwas nicht festmachen, aber hier mal in Kurzfassung mein „Hundealltag“:

    Hausordnung: Bett, Couch sind tabu, Selbstbedienung beim Futter (bei uns liegen Schweineohren, TroFu, etc offen rum) ist verboten, gemeldet werden ausschließlich fremde Autos + Menschen auf unserem Grundstück (nicht bei den Nachbarn), es wird nix angekaut, verschleppt, … Ansonsten können sie tun und lassen was sie wollen. Wo sie liegen, ob sie rumrennen (Garten, Balkon, Haus) - egal !

    Draussen: Sind wir auf einem Weg, bleiben wir auf dem Weg – Wald, Wiese = tabu ! Es wird in Sichtweite geblieben, Spaziergänger, Jogger, etc. ignoriert, bei fremden Hunden sofort zu mir kommen, abwarten. Was sie innerhalb dieser Grenzen machen (schnuffeln, markieren, toben, buddeln, vor, hinter, neben mir) - egal !

    Auto: Auf mein Kommando, und erst dann, aussteigen !! Gesittet und neben mir warten, bis wir gehen. (Kein raussprinten und losrennen)

    Büro: Kein gekläffe, kein betteln, Besucher nicht belästigen – ansonsten ist alles erlaubt.

    Je klarer die Regeln sind, desto fairer bist du zu deinem Hund. Läuft was schief, frag dich erst Warum, geh einen Schritt zurück und drück dich verständlicher aus.

    Aber wenn ich etwas sage, dann ist das keine Bitte, keine Frage und keine Diskussionsgrundlage, dann ist das ein Befehl ! Und zwar so lange, bis ich ihn aufhebe. Einen kleinen Umweg beim „Hier“ kann ich verzeihen, ein ignoriertes „Steh“ an der Hauptstrasse nicht. Sie wissen, wann ich es verdammt ernst meine.

    Das sind eindeutige, klare Regeln, damit wissen sie wo sie stehen, woran sie sind. Innerhalb dieser Regeln, haben sie alle Freiheiten der Welt.
    Kein Welpe würde es wagen, mit der Tante zu diskutieren, ob man nicht noch ein bisschen ins Ohr beissen darf, nur noch einmal am Schwanz ziehen … Nein heißt Nein, basta !

    Ich freu mich, wenn mein Hund mich an der Wegkreuzung fragend anschaut, mir einfach mal so einen Blick zuwirft, lächel zurück oder säusel ein leises „feiner Hund“, aber ich erwarte nicht, daß sie neben mir hertraben und mich anhimmeln.

    Genauso muß ich aber auch ihre Tagesform beachten. Wir sind oft auf Workshops, die zwei sind gestresst, reagieren anders als sonst, 8-10 Stunden fremde Hunde, viele fremde Menschen, neue Aufgaben, das ist nicht nur für mich anstrengend ! Nach so einem Tag muß ich viel mehr verzeihen, kann ich von ihnen nix verlangen, da geht’s denen wie uns nach ner harten Arbeitswoche – ausspannen, mal nix tun, easy going.

    Überleg dir mal, wieviele Stunden am Tage du deinem Hund Aufmerksamkeit schenkst und wieviel er dir !! Wer von euch beiden stellt die Regeln auf !?

    Danke für die lieben Worte, aber ein bisschen muß ich doch widersprechen !

    Es freut mich natürlich, daß wir dir helfen konnten, dir manches durch unsere Gespräche vielleicht bewußter wurde, aber:

    Du hast einen wunderbaren Hund und bist eine tolle "Mutter" (auch wenn ich nach manchen Einträgen hier gezweifelt habe - manchmal liest man zuviel zwischen den Zeilen, sorry für meine vorschnelle Verurteilung) das eigentliche Lob muß aber an dich gehen. Du hast bisher soviel erreicht und jetzt trotz der Umstände die Entscheidung zu treffen, es zu schaffen, nicht aufzugeben, sondern alles zu tun, um Sally ein weiterhin tolles zuhause zu erhalten ... das verdient mehr Anerkennung !

    Liebe Grüße
    Silja

    mastino

    Bedenk bitte nur eins: Wir haben beide den Hund nicht gesehen und es ist ein riesen Unterschied, ob ein Hund aus Unsicherheit oder Respektlosigkeit knurrt !

    Je nach Grund muß ich vollkommen gegensätzlich reagieren ! Gelassen ruhig und ernst bleib ich auf jeden Fall, aber einen unsicheren hart zurechtweisen, wie ich es mit einem respektlosen tun würde, wird genau das Gegenteil bewirken !

    Leider stecken oft Dinge dahinter, auf die man nicht so schnell kommt. Aber eine ausführliche Untersuchung incl. Blutbild, mikroskopischer Hautanalyse, ... sollte doch selbstverständlich sein !

    Chica hatte eine Allergie (hat sich durch enormes anschwellen von vor allem Schnauze und Kopf geäussert). Meine TÄ hat mich zig Sachen gefragt, bei Tomate fiel der Groschen. Ich hatte mit tags zuvor eine Pflanze in den Wintergarten gestellt. Nachdem die weg war, hatte Chica keine Probleme mehr. Da wär ich alleine nie drauf gekommen. (Viele Hunde sind gegen Tomaten und Rindenmulch allergisch).

    Überleg mal, was sich mit Beginn dieses Kratzens bei euch geändert hat !?