War unterwegs und jetzt erst *gähn* zuhause. An konkreten Beispielen kann man so etwas nicht festmachen, aber hier mal in Kurzfassung mein „Hundealltag“:
Hausordnung: Bett, Couch sind tabu, Selbstbedienung beim Futter (bei uns liegen Schweineohren, TroFu, etc offen rum) ist verboten, gemeldet werden ausschließlich fremde Autos + Menschen auf unserem Grundstück (nicht bei den Nachbarn), es wird nix angekaut, verschleppt, … Ansonsten können sie tun und lassen was sie wollen. Wo sie liegen, ob sie rumrennen (Garten, Balkon, Haus) - egal !
Draussen: Sind wir auf einem Weg, bleiben wir auf dem Weg – Wald, Wiese = tabu ! Es wird in Sichtweite geblieben, Spaziergänger, Jogger, etc. ignoriert, bei fremden Hunden sofort zu mir kommen, abwarten. Was sie innerhalb dieser Grenzen machen (schnuffeln, markieren, toben, buddeln, vor, hinter, neben mir) - egal !
Auto: Auf mein Kommando, und erst dann, aussteigen !! Gesittet und neben mir warten, bis wir gehen. (Kein raussprinten und losrennen)
Büro: Kein gekläffe, kein betteln, Besucher nicht belästigen – ansonsten ist alles erlaubt.
Je klarer die Regeln sind, desto fairer bist du zu deinem Hund. Läuft was schief, frag dich erst Warum, geh einen Schritt zurück und drück dich verständlicher aus.
Aber wenn ich etwas sage, dann ist das keine Bitte, keine Frage und keine Diskussionsgrundlage, dann ist das ein Befehl ! Und zwar so lange, bis ich ihn aufhebe. Einen kleinen Umweg beim „Hier“ kann ich verzeihen, ein ignoriertes „Steh“ an der Hauptstrasse nicht. Sie wissen, wann ich es verdammt ernst meine.
Das sind eindeutige, klare Regeln, damit wissen sie wo sie stehen, woran sie sind. Innerhalb dieser Regeln, haben sie alle Freiheiten der Welt.
Kein Welpe würde es wagen, mit der Tante zu diskutieren, ob man nicht noch ein bisschen ins Ohr beissen darf, nur noch einmal am Schwanz ziehen … Nein heißt Nein, basta !
Ich freu mich, wenn mein Hund mich an der Wegkreuzung fragend anschaut, mir einfach mal so einen Blick zuwirft, lächel zurück oder säusel ein leises „feiner Hund“, aber ich erwarte nicht, daß sie neben mir hertraben und mich anhimmeln.
Genauso muß ich aber auch ihre Tagesform beachten. Wir sind oft auf Workshops, die zwei sind gestresst, reagieren anders als sonst, 8-10 Stunden fremde Hunde, viele fremde Menschen, neue Aufgaben, das ist nicht nur für mich anstrengend ! Nach so einem Tag muß ich viel mehr verzeihen, kann ich von ihnen nix verlangen, da geht’s denen wie uns nach ner harten Arbeitswoche – ausspannen, mal nix tun, easy going.
Überleg dir mal, wieviele Stunden am Tage du deinem Hund Aufmerksamkeit schenkst und wieviel er dir !! Wer von euch beiden stellt die Regeln auf !?