Beiträge von staffy

    Ist natürlich ein Alter, in dem man alles andere im Kopf hat und selber nicht so recht weiß wohin (jaja, die liebe Teeny-zeit :D ).

    Wie sieht es denn ansonsten mit seiner Selbstbeherrschung aus ? Kann er geduldig warten, bleibt er bei anderer Ablenkung sitzen, wie leicht läßt er sich sonst ablenken ?

    Mein Tipp aus der Ferne wäre, generell mehr auf Ruhe und Geduld hinzuarbeiten. Alles was ihr trainiert mit einer kurzen Verzögerung, das "Lauf" 2 Sek. später, ... sodaß er lernt, sich selber zurückzunehmen, ruhig zu bleiben ! Ablenkung steigern und, wenn möglich, auch in der Nähe von anderen Hunden trainieren.

    Bei meinem (anfangs) hektischen Mali-mix gabs ein "Ommmm, das Leben ist schön ;) " wenn er zu aufgedreht war (das Omm vorher beim beruhigenden streicheln "konditioniert"), dann schaut er mich immer an und sieht aus, als atme er einmal tief durch :-)

    Aber trotz allem: Geduld mit dem halbstarken Schnösel :D

    Gruß, staffy

    Kann es sein (ich will dir jetzt keine Inkompetenz unterstellen), daß die Kastrierte eigentlich die Chefin war ? Oft ist der Ranghöhere nicht der, der am meisten rummeckert oder zuerst durch die Türe geht, sondern der Souveräne, der ruhig bleibt und nur dann "dominant" wird, wenn ihm eine Ressource wichtig ist.
    Worauf ich hinaus will, ging mir gerade so durch den Kopf, falls die nun Kastrierte die Chefin war, dann zweifelt jetzt die Intakte deren Kompetenz (weil ja unvollständig) an und probt den Aufstand - will die Führung übernehmen. Die Kastrierte, die ja bisher Chefin war, weiß um ihre mangelnde "Vollständigkeit" und wehrt sich erst recht mit Pfoten und Zähnen, um ihre Führungsposition zu behalten.

    Kastraten sind nicht selten die "Hau drauf Typen", weil sie die fehlende Sexualität durch ein "hoppla jetzt komm ich" überspielen wollen, während intakte Hunde eher souverän, gefestigt sind.

    Hast du mal über die Variante nachgedacht ?

    Bei meinen beiden z.B. ist der Indoorchef nicht der Outdoorchef ... drinnen kuscht Toby beim kleinsten Augenaufschlag von Chica und draussen - wo Platz ist - da kann der richtig unverschämt mobbend werden (wenn ich ihn ließe) !

    Gruß, staffy

    Moin Björn,

    ich würde weiter wandern wie bisher, allerdings würde ich Janosch bei Rüdenbegegnungen der unfreundlichen Art zu mir / hinter mich nehmen. Klar ist es ideal, wenn er Emma nicht verteidigt und Streit aus dem Weg geht, aber nicht jeder fremde Rüde ist einzuschätzen und ich würde jegliches mobben oder draufhauen von anderen vermeiden. Bleibt er bei dir, "abgeschirmt" von den anderen Rüden, passiert ihm nix, er lernt dich als souveränen Chef zu schätzen (wenn er das nicht eh schon tut ;) ) und behält seinen freundlichen bis neutralen Umgangston bei - läßt du ihn laufen und er wird ein paar Mal ungerechtfertigt nieder gemacht, könnte er irgendwann zu "Angriff ist die beste Verteidigung" übergehen.

    Bei mir heißts immer: Vermeiden und vor Angriffen bewahren, Sicherheit geben, positives Belohnen und selber Mobben untersagen (nicht verwechseln mit: in Watte packen). Sieht der andere verträglich aus, würde ich ihn hinlassen ... aber sonst: lieber an manchen kommentarlos und ohne beschnüffeln vorbei, als ein paar "aufs Maul" kriegen.

    Mag sein, daß er einen dankbaren, erleichterten Eindruck macht, wenn du ihn so aus der Situation rausnimmst !

    Friedliche Grüße, staffy

    Zitat

    Zunächst mal kann ich sagen das der Test völlig Kostenlos war. Der Grund war wohl das wir einen Hund aus dem Kölner Tierheim übernommen haben.

    Hab ich da was verpasst ? Ich denke ihr habt den Hund über eine Anzeige gefunden (oder bin ich nicht uptodate ?):

    Zitat

    Der Verkäufer hatte ja noch andere Interessenten. Außerdem musste ich 340km zum Hund hin fahren.

    Etwas verwirrt, staffy

    Wofür die Kastration ? Doch nicht, weil sie sich nicht vertragen, oder ? Ok, nützt nix (hätte bei keiner von beiden funktioniert) weißt du jetzt aber ja selber und ist ja eh zu spät.
    Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
    Kompetenter Trainer vor Ort, der euren Alltag und gemeinsamen Umgang unter die Lupe nimmt, gezielt Tipps geben kann. Nu hab ich nicht alle deine bisherigen Beiträge gelesen, aber bei "zickigen" Hunden sollten ganz eindeutige, klare Regeln im Haus herrschen. Jeder hat seinen Platz (im System), seine Pflichten & Rechte, aber alles kontrolliert. Sprich ein strenges Regiment, wo keiner wagt aufzumucken - aber gerecht, nicht unterdrückend - die Führung muß einfach da sein.
    Dann kommt noch das ganze Drumherum wie Auslastung, Psychogramme/Vorgeschichten der Hunde, etc. dazu, aber alles nur vor Ort zu lösen.

    Ansonsten werdet ihr euch wohl von einem Hund trennen müssen. Es gibt nun mal Hunde, die sich nicht leiden können. Ein Freund von mir hatte auch zwei Hündinnen, es wurde immer schlimmer, er hat verzweifelt einen neuen Platz für eine der Hündinnen gesucht, die beiden nie alleine gelassen .... beim Spazierengehen hats dann richtig geknallt - eine hats nicht überlebt !!

    Wenn die zwei nicht miteinander auskommen muß man sie trennen, in aller Interesse.

    Gruß, staffy

    Warum postest du eine Frage zu einem 8 jährigen Hund unter Senioren ??
    Der gehört noch lange nicht zum alten Eisen, könnte noch mega fit sein und täglich 3-4 Stunden aktiv draussen sein !!

    Wenn er keine gesundheitlichen Probleme hat, dann bau ihn langsam auf, arbeite mit ihm, was auch immer ihm/euch Spaß macht. Meine beiden sind 7 + 8 Jahre, aber die laufen manch jungem Schnösel locker davon :D

    Je fitter, desto gesünder, desto leichter das Leben .. gilt nicht nur für Menschen ;)

    Aktive Grüße, staffy

    Zitat

    Kannst du gute Bücher dazu empfehlen ? :D


    Was Hundeverhalten, -psychologie und -physiologie betrifft, da kann ich nur Lektüre und Vorträge von Gansloßer und Feddersen-Petersen empfehlen. Beide wissen wovon sie sprechen, können wunderbar erklären und sind diskussionsfähig ;)

    Es gibt aber auch einige andere guter Bücher (teils siehe oben :D )

    Gruß, staffy

    Begleitend ist canis oder atn schon zu empfehlen, die Grundlagen, den theorethischen Teil, sollte eigentlich jeder lernen (leider fehlen 90-95% aller Trainer die Basics !!).
    Ich denke aber, der beste Weg ist "Normal" arbeiten zu gehen und die erste Zeit alles nebenbei zu machen: Seminare, Lektüre, Workshops, Praktika im Urlaub, ... je vielseitiger, desto besser.
    Lernen kannst du bei jedem was, ob bei Rütter, Baumann, Bloch, Lübbe, Graewe, Rohn... und wenn es nur das Wissen ist, wie du es nie machen wirst ;)

    Ein guter Hundetrainer HAT "dog sense" - den Rest kann man lernen !

    Gruß, staffy