Beiträge von staffy

    Seit der Mensch denken kann, versucht er alles zu seinem Vorteil zu beeinflussen und er wird immer bequemer - auf Kosten der Tiere !

    Früher wurden die robustesten, gesündesten Tiere vermehrt, die, welche alle Anforderungen erfült haben und kastriert ... das Wort gab es bis vor einigen Jahrzehnten gar nicht. Das ist eine Erfindung, um die Tierhaltung für den Menschen einfacher und angenehmer zu machen.

    Ich bin selber Reiter und Pferdebesitzer, hab Jahre mit Problempferden gearbeitet und durch die Arbeit auf Gestüten viele Hengste kennengelernt. Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen einem Hengst und einem Wallach (natürlich auch Ausnahmen). Der Hauptgrund der Kastration hier sind die alten Klischees und die traurige Tatsache, daß sich eben kaum einer Gedanken darüber macht. Wer bekommt auch das Seelenleben seines Pferdes mit, wenn er es eine Stunde täglich in der Halle reitet, es ansonsten in der Box steht.
    Wäre dies ein Pferdeforum, ich würde genauso lange, ausgiebig und vehement gegen eine Kastration argumentieren und von "echten Hengsten" schwärmen ;)

    Die physischen Auswirkungen der Kastration sind bei allen Säugetieren die Gleichen, uns eingeschlossen. Keiner hat das Recht, einem Tier gesunde Organe zu entnehmen - ohne vernünftigen Grund !

    Mensch macht sich das immer so einfach ... och nöö, der hat sich im Wesen nicht verändert, das macht dem gar nix ! Nee, natürlich nicht ... die mißhandelten Straßenköter aus dem Süden und Osten sind auch freundlich geblieben -> Tritte und Schläge scheinen also auch keine bleibenden Schäden zu hinterlassen.

    Eigentlich gibt es doch nur zwei Gründe, ein Tier intakt zu lassen: Wenn es zur Zucht dient, oder als Statussymbol - ansonsten haben Tiere neutral zu sein, bloß keinen Sexualtrieb zu zeigen (ist uns ja peinlich) und erst Recht kein Machogehabe - da kriegen wir nämlich Angst .... siehe der wilde Hengst, der Stier der rot sieht, der angriffslustige Keiler, ... gabs im Film schonmal nen Kastraten ?? :???:

    Gruß, staffy

    Zitat

    Staffy, du willst mir doch jetzt nicht allen Ernstes erzählen, das es nicht in Ordnung ist, wenn ich drei Rüden habe und eine Hündin, die Rüden dann zu kastrieren?


    Wieso sollte das in Ordnung sein ? Es gibt eine Menge Leute, die vollkommen intakte Hunde beiderlei Geschlechts haben, ohne Probleme ! Sicherlich hat der Rüde ein bisschen mehr Stress, wenn die Hündin mit im Haus lebt, als wenn es nebenan ist. Aber that´s life ... ein ansonsten ausgeglichener Hund kann damit umgehen und die zweimal ein paar Tage im Jahr, die man wirklich aufpassen muß - wenn ein Hund krank ist kannst du ihn auch von den anderen trennen, oder ?!

    Sicherlich gibt es Ausnahmen von hypersexed Rüden (Gruß an alle Schokolabbibesitzer :D ), aber ein normaler Hund in einer intakten Umgebung kommt damit klar.

    Gruß, staffy

    Zitat

    Denn den Geschlechtstrieb nicht ausleben können, ist für die Rüden sicherlich nicht angenehm!


    Klar würde gerne jeder Rüde mal zum Zug kommen, das ist aber (nicht nur bei Hunden) der Minderheit aller (freilebenden) Rüden nicht möglich. Deswegen stürzt sich kein Wolf von der Klippe ...
    Da gibt es bedeutend unangenehmere Dinge für Hunde !!

    Zitat

    Trotzdem bleibe ich dabei, das eine Kastration nichts schlechtes ist und dem gesunden Hund nicht schadet.


    Womit du dich selber disqualifizierst ! Denn scheinbar hast du keine Ahnung WAS Kastration heißt und welche psychischen und physischen Folgen sie für den Hund hat !!
    Es muß sich ja nicht jeder zum Experten fortbilden, aber wenn ich doch keine Ahnung habe, dann treff ich keine solcher Aussagen ...

    Doch lernresistent !? ;)

    Gruß, staffy

    Zitat

    Wir waren bei 3 guten Tierärzten und haben uns gut beraten lassen.


    Was die meisten scheinbar nicht wissen: Tierärzte haben KEINE Ahnung von Verhaltensproblemen bei Hunden !!! Das sind Spezialisten für Krankheiten beim Hund, mehr nicht (ausser mit Zusatzausbildung) !

    Zitat

    Ich habe einfach auch Angst, wenn mein Hund sich wirklich fast vom 1. Stock über die Balkonbrüstung wirft und vor jedes Auto rennt, nur um zu einer Hündin zu kommen.


    Dein Hund schaut nach was Jagdhundigem aus, was machst du, wenn er einen ausgeprägten Jagdtrieb entwickelt ? Willst du ihm dann auch "was" entfernen, damit er nicht hinter einem Hasen her vors Auto läuft, oder bleibt er dann für immer an der Leine ??
    Das sind alles keine Probleme, sondern Dinge, die zum Hund dazugehören ! 90% aller fachlichen Beiträge hier drehen sich nur um die Erziehung des Hundes und die Probleme, die man damit hat ... dafür gibts es u.a. dieses Forum, um sich zu helfen und gegenseitig Mut zu machen, nicht um zu sagen: Schneid was ab, dann biste das Problem los !!! - wenn es so wäre, wär der Sinn dieses Forums vollkommen verfehlt !

    Gruß, staffy

    Zitat

    Er ist klein (ca. 35 cm Schulterhöhe), ca. 14 Monate alt, also schon eine ganze Weile "erwachsen" und nicht kastriert.


    Richtig Erwachsen ist der Kleine noch lange nicht - momentan glaubt er das zu sein !
    Es gibt halt unterschiedliche Hunde, die einen unterwerfen sich allem, andere weichen aus und solche wie deiner testen permanent, wie weit sie gehen können. Woran das liegt, da müßte man die kpl. Vorgeschichte kennen. Jetzt heißts auf jeden Fall:
    Hundebegegnungen nicht aus dem Weg gehen, vernünftige Leinenführigkeit und Grundgehorsam üben, sobald er frech wird - ruf ihn ab !
    Achte drauf, daß Hundebegegnungen freundlich bleiben, "scheiß" ihn nicht zusammen, sondern ruf ihn konsequent + bestimmt aus unsicheren Situationen ab, lobe, sobald er abläßt. Halt ihn generell von unsicheren Hunden und den klassischen Mobbingopfern fern und such dir souveräne Hundefreunde, die ihm bestimmt, aber korrekt seinen Rang zeigen.

    Sicherlich kann er lernen, höflich und ruhiger auf andere Hunde zuzugehen, vernünftig und jetzt daran gearbeitet, bekommst du dies Verhalten relativ schnell in den Griff.

    Mit Dominanz hat das allerdings wenig zu tun und eine Kastration, die könnte sein Verhalten ins absolute Gegenteil - richtige Aggressivität - umkippen lassen.

    Üben, üben, üben ...

    Viel Geduld, staffy

    Edit: Tztztz Corinna, diesmal war ich zu langsam ;)

    Zitat

    Warte noch ein bisschen, wenn er alt genug ist spricht allerdings nichts dagegen. Das muss jeder für sich entscheiden. Quälen tust du deinen Hund damit sicher nicht und unter einer Verstümmelung verstehe ich auch was anderes!


    Bedauerlich deine Einstellung, Unkenntnis und mangelnde Lernbereitschaft ... ein bisschen mehr Kenntnisse über Hunde, ihre Psyche & physische Vorgänge würde ich mir bei dir wünschen !

    Gruß, staffy

    Wenn er dieses Verhalten meist auf dem Hundeplatz zeigt, warum kann dir dann keiner der anwesenden Trainer helfen ? Die sehen den Hund doch live und könnten am ehesten Tipps geben ????

    Wielange hast du deinen Hund ? Weißt du den Grund, warum er bellt ? Den gilt es doch erstmal herauszufinden ! Ist er einfach nur gestreßt und braucht ein Ventil, um sich "abzureagieren" ? Ist er mit der Situation überfordert ? Hat er nicht gelernt, sich auch unter Ablenkung (Anwesenheit von anderen Hunden) zurückzunehmen ?

    Wenn er problemlos warten kann wenn ihr alleine trainiert, warum verlegst du deine Trainingseinheiten nicht in Gebiete, wo viele Hunde herumlaufen, machst auf Gruppenspaziergängen kleine Übungen, fängst die Sache langsam an !?

    Gruß, staffy

    Zitat

    das mit dem geizen bei Leckerlis ist das andere problem. Er ist erst 8 monate alt und kommt grad ins flegelalter, ohne leckerlis geht nichts mehr!


    Bruno ist erst 9 Monate alt ????

    Willst du allen Ernstes einen Junghund kastrieren lassen, weil er jetzt in der Flegelphase ist, nicht mehr hört und gerade entdeckt, daß er ein Rüde ist ???

    Sorry, da fehlen mir echt die Worte ....

    Scheinbar habt ihr nicht besonders viel Ahnung, euch kaum informiert und blind auf euren (inkompetenten - zumindest in der Beziehung) Tierarzt verlassen. Eine jetztige Kastration, in diesem Alter, ist nicht nur gesetzeswidrig, sondern beeinträchtigt den Hund in seiner Entwicklung ganz enorm.

    Benutz mal hier die Suchfunktion, da findest du schon eine Menge Infos (unter anderem https://www.dogforum.de/fpost6629210.html#6629210 dies hier) und denk nochmal in Ruhe darüber nach, ob du deinem Teeny das wirklich antun willst - ein Zurück gibt es nicht mehr.

    Und zu deinem Tierschutzvertrag: Kastrationszwang gibt es nicht, dieser Passus ist nicht gesetzeskonform. Wenn schon Unfruchtbarmachung sein muß (wofür es bei verantwortungsbewußten Haltern eigentlich keinen Grund gibt), dann laß ihn sterilisieren.

    Gruß, staffy

    Zitat

    Ich frage mich nur ganz ernsthaft, ist es meine Aufgabe in der Rolle des Rudelführers ihn zu beschützen?

    Also, meine Meinung dazu:

    Wir leben nicht in einer Hundewelt, es gibt keine Familienverbände, keine Reviere, keine natürliche Futterbeschaffung, .... nix ist so, wie es für den Hund ideal wäre. Die Verbindung zwischen dem Raubtier Hund und der urbanen Welt sind wir. Wir müssen dafür sorgen, daß sich der Hund wunderbar und unauffällig in unseren Alltag einfügt. Das heißt doch, der Hund sollte (perfekt) hören, sozialverträglich sein, nichts und niemanden belästigen.
    Ich erwarte, nein verlange, von meinen Hunden, daß sie sich entsprechend benehmen, daß sie auf mein Kommando hin von allem und jedem ablassen, an meiner Seite an Joggern, Radlern, Kindern, pöbelnden Hunden und allem provokativem möglichst gelassen vorbeitraben.
    Dies funktioniert aber nur, wenn mein Hund a) erzogen ist und b) mir wirklich vertraut. Dieses Vertrauen muß ich aufbauen und verdienen, ich arbeite ständig daran, muß vorausschauend handeln und ich betrachte es als meine verdammte Pflicht, meine Hunde vor Schmerz, Schaden und Verletzungen, ob physisch der psychisch zu bewahren.

    Ich habe (aus Unwissenheit) lange gebraucht, bis meine aus Unsicherheit nach vorne gehende Hündin mir vertraut hat. Heute bleibt sie bei fremden Hunden in meiner Nähe, läßt teils Toby vortesten und geht auch gucken, oder entscheidet sich für mich als Schutzschild. So kann sie selber entscheiden, ob sie Kontakt möchte oder nicht - dafür kann ich sie problemlos von anderen Hunden abrufen.

    Wie oft werden Hunde unschuldig Opfer von schlecht sozialisierten, gefrusteten und unerzogenen Hunden - auf Kosten der eigenen Verträglichkeit. Da kann ich als (intelligenterer) Mensch doch vorausschauend reagieren und das Risiko meiden. Der nächste nette Hund kommt bestimmt ;)

    Gruß, staffy - die auch nicht mit Fremden spielt :D

    Oh ne, bloß nicht so nen ollen Sprüher. Damit erziehst du dir einen unsicheren, leinenaggressiven Hund (fremder Hund wird mit unangenehm verbunden).
    Mit deinem "ruhig, leise, konsequent" bist du doch auf dem richtigen Weg. Setter sind ja nicht gerade Schlaftabletten und in dem Alter doch besonders hibbelig. Trainier weiter so, bleib gelassen und bau immer wieder Übungen zur Selbstkontrolle ein, arbeite an seiner Geduld - das braucht halt ein bisschen Zeit.
    Machst du mit ihm Apportierarbeit ? Da kann man doch wunderbar Geduld & Konzentration üben.

    Gruß, staffy - die durch ihre Hunde auch vieeel ruhiger geworden ist ;)