Beiträge von staffy

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    Staffy, haschd n Tip für uns? =)

    Trefft euch doch bei mir, dann ists einfacher mit den Tipps (und nen Kaffee gibts auch gratis) ! :D

    Na, ausser zwischendurch in überschaubaren, sicheren Gegenden beide kurz toben & auspowern lassen und dann wieder an die Leine ...
    Ihr könntet den Spaziergang natürlich sinnvoll nutzen und Übungen für zwei Hunde machen: Ablegen und einzeln rufen, Dummy werfen und nur einen schicken, einer hält die Hunde, der andere versteckt sich, ...
    Man kann die Zeit sehr sinnvoll nutzen und auch ein guter Test: Wie reagiert der eigene Hund, wenn Frauchen mit dem fremden spielt ? Kann er das ab, wird Frauchen plötzlich wichtiger, jammert er vor Ungeduld, oder ists ihm sch :zensur: egal ?

    Ach, man kann soooovieles machen ...

    Viel Spaß euch beiden, staffy

    Wenn sie die ersten Monate in einer Großfamilie gelebt hat, dann wird sie nie alleine gewesen sein - auch das muß ein Hund erst lernen !
    Warum sie ansonsten bellt, gilt es herauszufinden, aber bedenkt dennoch, daß Bellen eine ganz natürliche Lautäusserung des Hundes ist, er kommuniziert so und drückt sich aus. Passt natürlich nicht in unsere Welt (und wird von manchen D :zensur: mit super-tollen-Hilfsmitteln ohne Ahnung warum, wieso, weshalb unterdrückt).

    Also: Alleine sein etappenweise lernen (ist ja nicht selbstverständlich für Hundi), überlegen, warum er andere Menschen anbellt, ob aus Angst, Unsicherheit, etc. und dann gezielt an dem Problem arbeiten. May be eine gute Hundeschule, wo viele Situationen geübt werden können würde hilfreich sein.

    Gruß, staffy

    Schade, daß ich gerade kein Seminar mit fachkundigen Verhaltensforschern vor mir habe, aber die Frage der Scheinschwangerschaft interessiert mich auch. Allerdings gehe ich davon aus, nach allem was ich bisher gelernt habe, daß sich die Hündin nicht großartig verändern wird, auch glaube ich nicht an eine "Erwartungshaltung", denn die Ausschüttung der (Brutpflege-)Hormone verläuft bei einer trächtigen wie auch nichtträchtigen Hündin gleich.

    Mich würde da eher interessieren, ob Janosch in das urwölfische Verhalten zurückfällt und mit scheinschwanger wird !! Reste dieses Verhaltens und ein Anstieg der Hormone beim Rüden sind bei allen noch vorhanden, ob dieses angeborene Verhalten ausgeprägter wird ?

    Der Prolaktinspiegel, der für eine erhöhte Alarm- und Verteidigungsbereitschaft sorgt, steigt erst, wenn eine Hündin trächtig ist, bzw. erst bei vorhandenen Welpen im Rudel.

    Ansonsten kannst und solltest du einfach abwarten, zumal du die zwei immer noch im Haus auf ihre Plätze verweisen kannst - du hast sie ja nach wie vor unter Kontrolle. Ich hatte vor einigen Jahren einen Briard, übernommen hab ich ihn 5 jährig, ein Zuchtrüde, bis zu dem Zeitpunkt aktiv und im Hündinnenrudel gehalten. Andere Rüden wurden teils angegrummelt, aber nie ernsthaft angegangen oder gar verletzt. Bei mir hat er mit einer kastrierten Hündin zusammengelebt, die wurde weder großartig verteidigt, noch hatte er Probleme mit läufigen Hündinnen in der Umgebung oder beim wandern ... und das war ein sehr taffer Rüde !!

    Du könntest deine Frage aber an Udo Gansloßer oder Gaby Niepel mailen, die beiden beschäftigen sich ausführlich mit dem Thema und sollten dir mehr Infos geben können. Gansloßer treffe ich übernächste Woche, wenn ich daran denke frag ich mal nach Forschungsergebnissen ....

    Grüße, staffy

    Man müßte dich und Spike im Alltag sehen können, um gezielt Tipps zu geben.
    Viele machen den Fehler, draussen mit SL zu trainieren, spielen, machen, tun und üben den Rückruf in 1000 Varianten. Darüber vergessen sie aber, daß ein Hund nur verläßlich hört, wenn das ganze Drumherum stimmt. Wenn ich "Indoor" nachlässig bin, der Hund sich ab und an durchsetzt, meine Kommandos eher Empfehlungen denn Befehle sind, dann hilft das konsequenteste SL-Training nicht. Der Hund nimmt einen nicht ernst, auf ein Kommando folgt ja keine Konsequenz wenn Hundi nicht hört !
    Also: Überdenke zum einen deinen tagtäglichen Umgang mit ihm, was kannst du ändern, welche Regeln gibt es und welche solltest du besser noch aufstellen !!
    Dann die Frage, wie hast du mit SL trainiert ? Leider üben die meisten mit einem ziehenden Hund, lassen ihn in die Leine laufen und ziehen ihn daran zurück ... SL-Training heißt aber, den Hund lediglich über die Leine abzusichern, ihn nie bis zum Ziehen kommen zu lassen, ihn behandeln, als wäre er frei - die Leine ist nur zur Sicherheit da.
    Kannst du mit ihm 30 min an der SL gehen, ohne daß er auch nur einmal das Ende erreicht (ohne, daß du ihn ununterbrochen zutextest :D ) ?
    Dann sollte man immer die gut und böse - Varianten konditionieren:
    Ein freundliches "Bleib hier" bevor er in den Wald etc. rennt, aber genauso ein "Raus da",wenn die Pfote über die Grenze ist, gefolgt von einem zuckersüßen "Feiner Hund", wenn er hört.

    Warum läßt du ihn auf der Wiese frei laufen, was macht er da ? Spielt ihr, oder beschäftigt er sich alleine ?
    Ich würde ihn, falls ihr etwas aktionreiches spielt, schon lose laufen lassen, aber nur solange, wie er in einer Erwartungshaltung ist und auf dich achtet - danach rechtzeitig wieder anleinen.

    Gruß, staffy

    Was betrachtest du denn als Last der Scheinschwangerschaft ? Du schreibst doch, deine Hündin hat keine großen Probleme ...
    Vergiß mal jegliches menschliche Denken, die Hunde haben gewöhnlich viel weniger Probleme, als wir Menschen ihnen andichten.
    Es ist in der Natur so vorgesehen, daß ALLE Hündinnen scheinschwanger werden, bei manchen ist es sehr ausgeprägt, bei anderen fällt es gar nicht auf (übrigens haben auch Rüden - sofern mit im Haus - ein "Brutpflegehormon", welches parallel zur Scheinschwangerschaft der Hündin ansteigt !!).
    Laß sie, nimm ein bisschen mehr Rücksicht und warte ein paar Jahre ab, im Normalfall pendelt sich das ein und ausserdem hast du doch keine Vergleichsmöglichkeiten, ob es besser oder schlimmer wird.

    Die Hunde können meist viel mehr "ertragen" als wir glauben !

    Gruß, staffy

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    Was ist Eure Meinung dazu?


    Da zitiere ich gerne Gaby Niepel, damit ist alles gesagt:

    Genehmigte Auszüge aus ihrer Studie :

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    Der gegenwärtig zu beobachtende Trend der Frühkastration von Hündinnen muss als besorgniserregend betrachtet werden. Nicht nur, weil solche Hündinnen nie richtig erwachsen werden können und den Schub Richtung reifen Erwachsenenverhaltens, der in der Pubertät ansteht, nicht bekommen, sondern auch aus handfesten medizinischen Gründen. Wer allein wegen der Unannehmlichkeiten in der Läufigkeit seine Hündin kastrieren lässt, dem ist erstens zu entgegnen, dass er sich tierschutzwidrig verhält, und zweitens, dass er mit einem Stoffhund wohl besser beraten wäre. Zum Lebewesen Hund gehören auch sein geschlechtsspezifisches Verhalten, die Stimmungsschwankungen bei hormonellen Veränderungen und seine Veränderung im Wesen, wenn er pubertiert und langsam erwachsen wird. Wer diesen Weg nicht mit seiner Hündin mitgehen will - der sollte auf das Halten eines Hundes besser verzichten. Oberstes Entscheidungsprinzip in der, Frage der Kastration sollte das Wohl des Hundes sein. In jedem Einzelfall ist zu klären, ob eine Kastration vielleicht angebracht wäre. Nur eine feste Regel kann man Hündinnenbesitzer an die Hand geben: Wenn Sie kastrieren lassen wollen - bitte warten Sie ab, bis Ihre Hündin das erste Mal läufig gewesen ist, und danach noch gute zwei Monate mit der Operation.
    ...
    Denn der einzige Vorteil für die Hündinnen, der in der erwiesenen Reduktion des Mammatumorrisikos besteht, wird angesichts der gegebenen Wahrscheinlichkeit dieser Erkrankung und der möglichen Nachteile mehr als aufgehoben.

    Gruß, staffy

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    ... und dich mit wässrigen Augen fragt, ob du nicht diese zwei armen kleinen Tierchen bei dir noch aufnehmen könntest


    OT: Dann weiß ich ja jetzt, an wen ich mich demnächst wende, wenn wir wiedereinmal so ein armes, kleines Geschöpf .... :D

    Ganz liebe Grüße, staffy

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    Bei meinen zwei Stallkaninchen sieht die Sache aber schon anders aus.


    Hm, warum eigentlich ? Kaninchen soll gut schmecken und gesünder kannst du deinen Hund nich barfen :D

    Nee im Ernst, es gibt Ausnahmen, wo man ein Tier besser kastriert, als lebenslange Einzelhaft anzuordnen ... eine andere Haltung wäre zwar immer möglich, aber meist zu teuer und zu arbeitsintensiv - in unserer schnellebigen "Geiz ist Geil"-Welt leider untragbar geworden !

    Warum hast du nicht zwei gleichgeschlechtliche Karnickel ?? :???:

    Gruß, staffy

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    Sterilisation: JA
    Kastration: NEIN ?


    Die einzige Auswirkung der Sterilisation ist, daß die Wechseljahre früher eintreten können ! Somit, wenn es rein um Geburtenkontrolle geht und "sein muß", das Mittel der Wahl !

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    ... was sind die nachteiligen Wesensveränderungen bei Kastrationen


    Dir das aufzuzählen dauert etwas länger !
    Die Veränderung hängt auch davon ab, wie das Tier vorher war. Ein paar Grundlegende Kenntnisse dürfte ja jeder besitzen und das Hormone einen enormen Einfluß aufs Verhalten haben, sollte auch jedem bekannt sein. Nimm einfach nur das Problem Schilddrüse und welche teils extremen Auswirkungen eine Über- bzw. Unterfunktion haben können !!
    Testosteron und Östrogene haben ja ihre Daseinsberechtigung, fördern oder unterdrücken manches Verhalten. Durch eine Kastration ändert sich der Status, d.h. das ursprüngliche Hormon geht gegen Null und das vorher kaum vorhandene steigt an.

    Was ich persönlich als sehr negativ werte (viele aber gerade so toll finden) ist, daß männliche Tiere diesen gewissen Stolz, dieses Machogehabe, einen Teil ihrer Persönlichkeit verlieren.
    Wenn ich Curtis, meinen liebsten Hengst sehe, der mit seiner Stutenherde glücklich draussen lebt, was für ein natürliches Verhalten der an den Tag legt, der sein Revier absteckt, täglich an den Grenzen patroulliert und seine Stuten bis zum letztem verteidigt ... ich habe selten ein derart charakterstarkes, verläßliches Pferd geritten. Meine Wallache hingegen - zwar vollkommen unterschiedliche Persönlichkeiten, aber kein Vergleich mit Curtis - schade !

    Wenn dich das Thema wirklich interessiert, kann ich dir das neue Buch von Gaby Niepel wärmstens empfehlen, auch Gansloßer hat sehr gute Fachlektüre zu dem Thema.

    Gruß, staffy