Schade, daß ich gerade kein Seminar mit fachkundigen Verhaltensforschern vor mir habe, aber die Frage der Scheinschwangerschaft interessiert mich auch. Allerdings gehe ich davon aus, nach allem was ich bisher gelernt habe, daß sich die Hündin nicht großartig verändern wird, auch glaube ich nicht an eine "Erwartungshaltung", denn die Ausschüttung der (Brutpflege-)Hormone verläuft bei einer trächtigen wie auch nichtträchtigen Hündin gleich.
Mich würde da eher interessieren, ob Janosch in das urwölfische Verhalten zurückfällt und mit scheinschwanger wird !! Reste dieses Verhaltens und ein Anstieg der Hormone beim Rüden sind bei allen noch vorhanden, ob dieses angeborene Verhalten ausgeprägter wird ?
Der Prolaktinspiegel, der für eine erhöhte Alarm- und Verteidigungsbereitschaft sorgt, steigt erst, wenn eine Hündin trächtig ist, bzw. erst bei vorhandenen Welpen im Rudel.
Ansonsten kannst und solltest du einfach abwarten, zumal du die zwei immer noch im Haus auf ihre Plätze verweisen kannst - du hast sie ja nach wie vor unter Kontrolle. Ich hatte vor einigen Jahren einen Briard, übernommen hab ich ihn 5 jährig, ein Zuchtrüde, bis zu dem Zeitpunkt aktiv und im Hündinnenrudel gehalten. Andere Rüden wurden teils angegrummelt, aber nie ernsthaft angegangen oder gar verletzt. Bei mir hat er mit einer kastrierten Hündin zusammengelebt, die wurde weder großartig verteidigt, noch hatte er Probleme mit läufigen Hündinnen in der Umgebung oder beim wandern ... und das war ein sehr taffer Rüde !!
Du könntest deine Frage aber an Udo Gansloßer oder Gaby Niepel mailen, die beiden beschäftigen sich ausführlich mit dem Thema und sollten dir mehr Infos geben können. Gansloßer treffe ich übernächste Woche, wenn ich daran denke frag ich mal nach Forschungsergebnissen ....
Grüße, staffy