Beiträge von staffy

    Grundsätzlich würde ich einen 7 Monate alten Hund niemals kastrieren lassen, die physischen wie auch psychischen Folgeschäden könnten enorm sein - die Skelettentwicklung ist definitiv gestört.
    Wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht sollte man darüber nachdenken, keine Frage. Aber in deinem Fall wundert mich der Vorschlag der Ärzte, denn nachweislich haben kastrierte Hündinnen ein höheres Risiko an Vaginitis und Vestibulitis zu erkranken. Somit wäre die Entscheidung in deinem Fall vollkommen verkehrt.

    Tierklinik heißt nicht ja nicht umbedingt, daß die TÄ kompetenter sind ...

    Gruß, staffy

    Zitat

    Wir wohnen in einer mittelgroßen Wohnung mit Kind ( 1 1/2 Jahr alt) Hund (noch Welpe ...


    Hi Nadine,
    Minibullis stehen nicht auf der Liste, werden also wie "ganz normale Hunde" behandelt.
    Überleg dir aber sehr gut, ob du wirklich jetzt schon einen Hund und dann noch einen pflegeintensiven Welpen haben willst. Dein Kind fängt gerade an herumzulaufen und die Welt zu erkunden, dann hättest du zwei "Pflegefälle" gleichzeitig, mußt mit dem Hund alle 2 Stunden die Treppen runter, um ihn stubenrein zu bekommen (wohin mit dem Kind derweil), mußt viel mit dem Welpen raus, Hundekontakte, üben, ... etc.

    Denk mal alltags realistisch darüber nach, wieviel Zeit du wirklich hast ! ;)

    Gruß, staffy

    Zitat

    ... dass smutje fast den ganzen tag am beschwichtigen ist... aber warum??

    Ma janz ruhig und entspannt !! :D
    Calming signals bedeutet nicht Beschwichtigungssignale, sondern Beruhigungssignale. Sprich, der Hund versucht damit sich und/oder andere zu beruhigen (is alles ok, ich tu nix, is nix passiert). Nix dramatisches und kein Grund zur Beunruhigung. Der Großteil der "angeblichen" calming signals gehört aber zum normalen Hundealltag dazu und wird vom Hund ohne jegliche Hintergedanken gezeigt.
    Überleg dir mal, wie oft du am Tag durch die Haare gehst, dich an der Nase reibst, mit dem Ring/Kette spielst, .... das ist nix anderes. Hunde denken nicht ständig über das nach was sie machen.

    Wenn sonst alles ok ist, er locker und fröhlich, dann mach dir mal nicht zuviele Gedanken.

    Terrierkollegiale Grüße, staffy

    Das kann, neben dem ganz normalen alltäglichen Gähnen und Schütteln, was Hunde halt machen, auch eine Übersprungshandlung sein.
    Das heißt, er ist innerlich hin- und hergerissen zwischen zwei Dingen, würde gerne, kann/darf aber nicht, oder du hast ihn gerade dezent "zusammengeschissen" (Mensch würde dann pfeiffend wegschauen ;) ). Manche Hunde werden auch einfach nur nervös, wenn sie sich beobachtet fühlen. Mein Toby ist auch so ein Kandidat: Er kann stundenlang ruhig dabei liegen, redet man aber über ihn und alles schaut ihn an, dann fängt er an sich zu kratzen, zu gähnen, ...

    Wenns aber sehr auffällig ist, dann würd ich mir die Ohren mal genauer anschauen.

    Gruß, staffy

    Bevor ihr euch nach Rassen umschaut solltet ihr euch ersteinmal darüber einig sein, was ihr mit dem Hund vorhabt !!
    Wenn ihr beide Vollzeit arbeitet, noch 4 andere Viecher habt, die auch ihre Aufmerksamkeit brauchen, wann wollt ihr euch dann noch mit einem Hund beschäftigen ? Wer geht morgens vor der Arbeit und wer kümmert sich um den Hund, wenn er mal ernsthaft krank ist !?

    Aber ganz wichtig: Warum wollt ihr einen Hund haben ? Welche Ansprüche habt ihr, was wollt ihr mit dem Hund machen ? Jede Rasse ist für einen bestimmten Zweck gezüchtet worden, jeder ist Spezialist auf seinem Gebiet, was schwebt euch vor, welche Ambitionen sollte der Hund haben und was seid ihr bereit für den Hund zu tun !!??

    Fragen über Fragen ... ;)

    Gruß, staffy

    Um es immer und immer wieder zu betonen:
    NIEMALS einen Hund vor dem Erwachsen werden kastrieren !!!!

    Jetzt mal unabhänging ob überhaupt und warum ... meine Meinung dazu sollte mittlerweile bekannt sein:

    Rüde wie auch Hündin brauchen den ersten Hormonschub, um das Gebäude abzuschließen, zu festigen - die Wachstumsfugen zu schließen. Dies ist von der Natur nicht "just for fun" so eingerichtet, es ist lebensnotwendig. Eine Frühkastration kann fatale Folgen haben, in jeder Hinsicht und es gibt nichts (ausser einer dramatischen, medizinischen Notwendigkeit), das eine Kastration bei einem nicht ausgewachsenen Hund rechtfertigt oder entschuldigt.

    Natürlich gibt es TÄ, die den Eingriff auch früher machen - was aber unverantwortlich ist !

    Und bitte: Diese "Bei meiner hat sich nix geändert" Sprüche ... wie will man das wissen ? Der Großteil aller Problemhunde, physisch und psychisch sind Kastraten. Kaum einer fragt bei einem 8 jährigen Rüden mit Hautproblemen nach, wann er kastriert worden ist, obwohl es sehr oft damit zusammenhängt ...

    ALLES sollte man hinterfragen und sehr gut überlegen - die Entscheidung ist nicht rückgängig zu machen !!

    Gruß, staffy

    Da muß ich mal (fast) allen Vorrednern widersprechen !
    Sinn und Zweck der Schleppleine ist NICHT, den Hund festzuhalten, ihn durch die Leine einzuschränken und ihm zu suggerieren, daß er aufgrund der Leine hören muß.
    Hundeausbildung bedeutet, immer und überall konsequent, authentisch und eindeutig mit dem Hund zu trainieren. Die SL dient lediglich dazu, daß ich mein Kommando durchsetzen kann, bzw. der Hund keinen Erfolg im für mich neg. Sinne hat.
    Was ich damit sagen will: Die Basics müssen einfach stimmen ! Im Haus, an der kurzen Leine, unter Ablenkung, ... das dein Hund abhaut, dir sozusagen den Mittelfinger zeigt und sich amüsiert (so siehts ja nu aus :D ), hat nix mit dem reinen SL Training zu tun, sondern damit, daß der Hund deine Kommandos nicht wirklich ernst nimmt und weiß, daß keine Konsequenzen folgen. Er soll ja auch an der SL nicht folgen, WEIL er an der Leine ist, sondern weil du das sagst !

    Überdenke mal den restlichen Alltag, gerade bei solchen Hunden muß man eine klare Linie fahren. Nein heißt nein und zwar immer. Kommandos werden nicht selbständig aufgehoben, ohne Erlaubnis springt man nicht aus dem Auto, auch bei Besuch liegt Hund im Körbchen, .....

    Ich hoffe, du verstehst was ich meine .... und keine Sorge, du bist an dem Punkt wo wir alle mal waren und viele noch sind ;)

    Nur Mut, das wird schon.

    Gruß, staffy

    Yepp, kannst immer nur situativ entscheiden ... s´gibt eh keine Norm.

    Versuch mal die Variante, den Hund bewußt was Ungefährliches aufnehmen zu lassen, dann ganz begeistert seinen Fund zu loben, ihn dir zeigen zu lassen, bewundern und sofort wieder zurückgeben ... bei 99% aller Hunde die ich kennengelernt habe, hat das funktioniert. Das habe ich selbst bei Erwachsenen noch mit dem angefressenen Schweineohr gemacht - heute rücken sie alles anstandslos raus und freuen sich nen Wolf, wenn ichs ihnen begeistert wieder zurückgebe. Ists was gefährliches, dann fliegts natürlich in den Müll.

    Aber dieses "oh, was hast du da tolles !" wirkt Wunder ;)

    Gruß, staffy