Beiträge von staffy

    Kann es sein, daß der Labi einfach gnadenlos frech und unerzogen ist ? Nie Grenzen kennengelernt hat, macht was er will, sich alles rausnimmt und keiner ihn mal in seine Schranken verweist ??

    Auf jeden Fall sollte man bei dem Hund sofort ganz klare Regeln aufstellen, Grenzen setzen und eindeutig sein - sonst kann dieses bisher nur Hunden gegenüber maßlose Verhalten auch für deine Großeltern zum Problem werden.

    Wie reagiert der Labi denn, wenn er jetzt gemaßregelt wird, wenn man ihm etwas wegnimmt, er "raus" genommen wird ? Ist das kein Problem für ihn, oder randaliert er dann ? Kannst du ihn problemlos ins Platz legen, wenn er die Hündin nervt, bleibt er liegen ??

    Gruß, staffy

    https://www.dogforum.de/fpost6611653.html#6611653

    Lesen, Ruhe bewahren, selber sicherer werden !

    Vor allem würde ich diese Anfangsübung, wo der Hund dermaßen aufdreht, weglassen - ist vollkommen kontraproduktiv.
    Ich vermute auch, daß du selber schon "Panik" vor diesem Start hast und es dann schiefgehen muß. Variier das Training, geh anfangs mit Abstand an der Gruppe vorbei, üb erstmal ein ruhiges Verhalten in einem Bereich, wo du ihn ansprechen kannst.
    Wenn die Teilnehmer und Trainer der Gruppe auch nur einen Funken Ahnung von Hunden haben, dann sollten sie diese Vorgehensweise unterstützen und nicht weiterhin ein Team derart "ins Messer laufen lassen" !! Du mußt aus diesem Kreislauf anderer Hund-meiner regt sich auf- wie peinlich und stressig- / anderer Hund-Frauchen wird hektisch- ich muß reagieren herauskommen.

    Ohmmmmm, Tee trinken, ruhig bleiben, das geht ;)

    Gruß, staffy

    Zitat

    Unsere ist 10 m, kommt mir total lang vor vorallem wenn sie sich um uns wickelt :p


    Dann verkürz sie erstmal auf 5 m, trainiere dass der Hund auf dem Weg bleibt, Hindernisse auf deiner Seite umrundet, entspannt im Radius läuft, ... und dann gibst du ihm erst die vollen 10 m.

    SL sind ja fürs normale, ruhige Training gedacht und nicht als Laufleine für tobende Hundchen !!

    Gruß, staffy

    Ich würd mit viel Ruhe, Geduld und Verständnis an die Sache herangehen, aber auch mit der nötigen Konsequenz.
    Auf Bronco prasseln 1000 neue Eindrücke herein, ihm begegnet viel Neues und das Konzentrieren wird ihm bestimmt schwer fallen. Vermutlich muß er erst lernen zu lernen !

    Sich die Welt anschauen und auf dich achten, damit wird er überfordert sein, aber dennoch gelten auch für ihn gewisse Regeln. Mein Vorschlag wäre, ihn an eine 3-5 m Leine zu packen, damit er etwas mehr Spielraum und Bewegungsfreiheit hat. Bei dieser Distanz ist er auch nicht ständig "am Ende" und muß korrigiert werden. Ziehen ist allerdings ein No-Go und wird entsprechend von dir kommentiert.

    Finde die für euch angenehmste Lösung, um gemeinsam weiterzukommen: Sprich mit deiner Ruhe und einem konsequenten "nicht ziehen", aber ihn auch schauen und schnuffeln lassen. Perfektionieren dauert etwas länger, ich würde Schritt für Schritt vorgehen.

    Dies hier https://www.dogforum.de/ftopic42028.html wird dir hoffentlich weiterhelfen.

    Gruß, staffy

    Zitat

    Wir sind hundeerfahren, sind beide mit Hunden aufgewachsen, wir sind also keine Neulinge.


    Aha ! Und welche Kriterien, ausser daß er zur Wohnung passt, soll der Hund erfüllen ??
    Warum wollt ihr einen Hund haben ? Nur zur Deko, oder wollt ihr euch auch mit ihm beschäftigen ?

    Wichtiger als Größe, Aussehen, Farbe ist doch der Job, der für den Hund gedacht ist !!

    Gruß, staffy - die "für die Wohnung" eher eine Stehlampe empfehlen würde :D

    Zitat

    Als er immer unruhiger wurde, habe ich ihn "Sitz" machen lassen und einige Minuten sitzen lassen.


    Immer abhängig vom Hund, aber standard schaut so aus:
    Der Hund erblickt z.B. ein Reh. Normalerweise wird er eine 10tel Sekunde verharren (vorstehen), bevor er lossprintet. In dieser Zeit gibst du ihm ein Steh, Sitz, etc. und lobst sofort, aber ruhig, die Ausführung. Je nach Situation läßte ihn kurz hinterherschauen, rufst ihn dann zu dir, belohnst dieses Kommen und dann gehst du entweder weiter (mit nem aufmunternden Komm und zügig), wobei ich jegliches "hinterherwollen" mit einem *Nein-lass es, ... hierhin* kommentieren würde. In der Situation kommt natürlich ein Megalob und ein bisschen Bespaßung damit er das Wild vergißt und es sich lohnt mitzugehen.
    Wenn er halbwegs auf dich achtet und nicht ganz "offline" ist bei Wildsichtung, dann kannste ihn stehen lassen, bis 3 zählen und dann seinen Dummy in die andere Richtung werfen - umlenken der Erwartung (Hetzen) in gewünschte Bahnen.
    Aber ich würde an diesem Punkt wo ich ihn abrufe (oder abholen muß) sofort mit dem Program: Alternative anbieten, mitarbeiten belohnen und hinterherwollen verbieten, anfangen. -> Klar und deutlich sagen: Jagen NO - auf mich achten YES.

    Zitat

    staffy: Bist Du beruflich im Bereich Hunde- bzw. Hundeerziehung unterwegs?


    Nö, nur ehrenamtlich ;)

    Gruß, staffy

    Verhalten ist ein weiter Begriff ! Ich vermute, du meinst in diesem Falle die interaktive Kommunikation.
    Was ein Hund genetisch mitbekommt ist lediglich die Möglichkeit zu kommunizieren, die Signale und deren Bedeutung muß er lernen.
    Würde er nur mit einer Katze aufwachsen und nie mit anderen Hunden kommunizieren, würde er manche Gestik "falsch" deuten lernen.
    Siehe Hunde, die in ihrer Welpenzeit nur wenige Rassen kennenlernen. Begegnen diese zum ersten Mal einem "ewig knurrenden" Boxer sind sie irritiert !

    Gruß, staffy

    Yepp, so in der Art, wie Britta das beschrieben hat meinte ich es !

    In der Hundeerziehung ist alles erlaubt, aber in Maßen und einem gesunden Verhältnis. Habe ich einen Hund, der mitarbeitet und mal abgelenkt ist, zuviel Eindrücke hat und nicht aufpasst, dann motiviere ich ihn auf jedmögliche Art, klar.
    Hab ich aber einen Hund, der im Grunde weiß was er darf und was nicht, der aber völlig ignorant sein Ziel verfolgt und mich links liegen läßt (die Mittelzehe können sie ja leider nicht heben ;) ), dann ist bei mir Schluß mit lustig. Dann kommt kein Ablenken mit Futter oder ein "ich hab mich zum Affen gemacht", sondern eine klare Ansage.
    Und ein Hund, der abschaltet, die Nase nur noch auf dem Boden hat, da setze ich anders an. Hängt mein Hund in der Leine und starrt einem Hasen hinterher, bekommt er ein Sitz, Steh oder Platz. Das setze ich durch, ohne betüdeln, bezircen oder bestechen.
    Motivation, Lob und Action im richtigen Moment, aber auch klares, eindeutiges Handeln - eine konsequente Ansage, die auch vom Hund verstanden wird.

    Und sollte mein Köter winselnd in der Leine hängen, weil ein Hase vor ihm aufgesprungen ist, dann geh ich weiter und wenn ich ihn mitschleifen muß ... da gibts dann kein *mietzimietziguggemalwasichhierhabe* !!!

    Gruß, staffy - die Tierquälerin :D

    Die Rettungshundestaffel war nur ein Vorschlag für ein neues Hobby !!

    Nu ist er zwar in nem Alter, wo die Vorlieben öfter wechseln und man(n) nicht immer ganz beieinander ist. Aber: Gerade in diesem Alter lernen die Köterchen ja besonders gut und eben hier gilt es so manches zu festigen.

    Futter würd ich generell draussen weglassen. Es interessiert ihn Null und ist absolut kein Ersatz für die Jagd, zudem ist ein Hund in solchen Momenten nicht Multi tasking fähig. Wenn er mit allen Sinnen bei der Jagd ist, dann nimmt er Futter gar nicht wahr. Ich würde mich auch draussen nicht "anbiedern" !! Kein Futter aufzwängen und keine verzweifelten Spielversuche.

    Teste, ob du mit 5m Leine nicht besser klar kommst - je nachdem, wie gut er an der Leine läuft (oder eben reinrennt). Trainiere gezielt ein Abbruchkommando. Wenn er eine Spur hat, gib ihm sofort im Ansatz ein Bleib, Steh oder Platz, setz dies mit Hilfe der SL durch. Lob ihn für die Ausführung, gib ihm 3 Sekunden zum "runterkommen" und geh dann mit nem "hier lang, komm, etc" weiter - zur Not schleif ihn mit.

    Ich würde alles selbständige in dieser Richtung sofort abbrechen. Ideal wäre, wenn er gerne apportiert und du ihm für ein ausgeführtes Kommando einen Dummy wirfst. Für dich gilt es herauszufinden, was die beste Belohnung für ihn ist - Futter ists ja nu nicht.
    Schließlich soll er die verlockende Spur links liegen lassen, da muß die Alternative (ausser Frauchens "Befehl") ja überzeugend sein. Probier aus, auf was er anspringt, laufen, zergeln, apportieren, ...

    Gestalte eure Spaziergänge wieder abwechslungsreicher. Wander nicht nur Wege entlang, geh auch mal querfeldein, Wege, wo er auf dich achten muß !! Versuch deinen Ärger über seine neue Angewohnheit zu vergessen und geh wieder motivierter an die Sache ...

    Da mußte durch :D

    Gruß, staffy