Beiträge von staffy

    Moin,
    meine Vorgehensweise wäre, sich voll und ganz auf die Leidenschaft des Hundes einzulassen. (lies dir mal vorab dies https://www.dogforum.de/fpost6391273.html#6391273 durch)

    Er hat ja nun seine Nase entdeckt, den Spaß am Hetzen und ist hochmotiviert bei der Sache. Mit Futter kommste da nicht weiter, also würde ICH die Handfütterung kpl. sein lassen.
    Ich würde das, was er jetzt als "unerwünschtes Verhalten" zeigt, was dich derzeit an den Rande der Verzweiflung bringt, als Ansatz für seine Ausbildung sehen.
    Arbeite mit ihm, mach aus genau diesem "Faux pas" euer Ziel, laß ihn Fährten, Stöbern, Apportieren.
    Wenn du ihn nicht davon abhalten kannst, die Nase auf dem Boden zu haben und zu suchen, dann stell genau dieses Verhalten unter Kommando. Suchen darf nicht länger eine "just for fun" Beschäftigung für ihn sein, etwas das ihm alleine Spaß macht. Nein !! DU fährtest mit ihm, DU gibst ihm die Richtung vor und DU bestimmst was, wann, wo und in welchem Tempo gesucht wird.

    Wenn er so viel will-to-please für diesen Job mitbringt, dann förder diese Anlage. Nur so kannst du ihn kontrollieren.

    Gibts bei euch eine Rettungshundestaffel oder einen Verein, der in dieser Richtung arbeitet ?

    Vergiß jegliche Tipps in Richtung "das jagen abgewöhnen". Er hat diese Veranlagung und nur wenn man sich damit beschäftigt und den Hund entsprechend auslastet kann man ihn verläßlich führen. Aber keine Sorge, das funktioniert und ist nicht so dramatisch wie es dich jetzt anhört.

    Weidmannsheil, staffy ;)

    Ich bin mal so faul und zitiere mich selber:

    Zitat

    Anfangs bei jedem automatischen stehen bleiben (z. B. vor der Türe, Strassenrand) auch das Kommando gegeben, klar. Dann den Hund mit sehr viel Körpersprache "ausgebremst", das Kommando dazu gesagt, selber ein/zwei Sekunden regungslos verharrt, dann ein "super", gefreut und mit Hund getobt. Dies dann in der Wohnung, aber auch draussen sozusagen als Spiel = wir gehen, auf Steh bewegen wir keine Wimper und danach gehts fröhlich weiter.
    Durch dieses selber stehen bleiben und Hund kommentarlos anschauen (jeden Ansatz von Bewegung mit HE kommentiert, Dauer langsam steigern) hat Toby, der vorher immer noch ein zwei Schritte gemacht hat, es viel besser verstanden.


    Gruß, staffy

    Wir machen neben den normalen, großen Heusilageballen auch kleine handliche. Die haben so ca. 25 kg und sind im Durchmesser 80 cm, für meine 4 reicht der 2-3 Tage.

    Die Raufe sollte unterm Vordach stehen, die Ponys müssen dran kommen und die Großen sie nicht übersehen ;)

    S´wird wohl auf selberbauen hinauslaufen, hoffe aber noch, DEN Lieferanten für solch Miniteile zu finden.

    Werd mal die Links durchschauen ...

    Gruß, staffy

    Kurz der fachlich, biologische Hintergrund:

    An der Leine laufen ist für einen Hund ersteinmal vollkommen unnatürlich. Egal, ob Welpe, unerzogener Junghund, alter Kettenhund oder ehemaliger Straßenstreuner. Für keinen ist es angenehm oder gar selbstverständlich, sich derart einengen zu lassen.

    Daher gehört ein wenig Fingerspitzengefühl, viel Geduld, Freude an der Arbeit und viel Lob dazu, einem Hund die Leine und deren korrekte Handhabung verständlich zu erklären.

    Vergeßt bitte solche Sprüche wie:
    Ein ziehender Hund ist ein dominanter Hund !
    Der Hund will die Führung übernehmen !
    ...

    Für einen Hund ist es das normalste der Welt, daß er vorwärts geht, mit seinem Rudel läuft, zügig, interessiert, wachsam. Hunde gehen nicht spazieren, sie schlendern nicht gemütlich durch Fußgängerzonen oder am Ufer entlang. Sie sind zielorientiert und wollen nur „dorthin“. Das natürliche Grundtempo eines Hundes ist ein langsamer Trab, der aber dennoch schneller ist, als unser normaler Gang. Der Hund muß sich also zusätzlich noch an die langsame Geschwindigkeit anpassen.

    Werdet euch der Einschränkung bewußt die der Hund mit einem Halsband (oder Geschirr) erfährt. Er wird begrenzt, körperlich gebremst und alles im Hund wird sich ersteinmal dagegen lehnen -> die natürlichste Reaktion, Druck erzeugt Gegendruck !
    Er hält mit dem gleichen Gewicht dagegen, wie ihr zieht. Aus Hundesicht vollkommen normal und der einzige Weg, nach vorne zu kommen (funktioniert ja auch meist).

    Ergo muß ich meinem Hund erklären, warum und wofür er überhaupt an die Leine muß und welche Regeln an selbiger gelten. Die Leine sollte immer positiv für den Hund sein, Anleinen eine Selbstverständlichkeit und dies sollte man sich durch rucken, würgen, zerren oder gar schlagen mit der Leine nicht verderben. An der Leine sein bedeutet Sicherheit zu haben, beschützt zu sein, keine Entscheidungen treffen zu müssen, sorglos mittraben zu können.

    Es gibt zig Gründe, warum ein Hund zieht, das Grundprinzip es ihm abzugewöhnen ist aber immer gleich. Leine ist positiv, Leine heißt Nähe, Leine heißt gemeinsam. Dies muß der Hund (und der Halter) verinnerlichen.
    Der Hund soll nicht ununterbrochen auf mich achten (auch nicht an der SL). Ich bin nicht der Mittelpunkt der (Hunde)Welt und auch nicht das Maß aller Dinge (es gibt wirklich Leute die dies glauben ;-) ). Ich möchte einen aufmerksamen Hund ja, aber keinen, der mich permanent anhimmelt und nichts mehr ringsherum wahrnimmt. Ziel ist ein an lockerer Leine laufender Hund, der den vorgegebenen Abstand einhält, sich an meiner Geschwindigkeit orientiert, der aber auch einmal zurückfallen darf oder sich mal „kurz&sachte“ in die Leine lehnt. Kein am Bein klebender, in Genickstarre verfallender Hund !!

    Die meisten Probleme gibt es mit Junghunden und Erwachsenen, die bereits über einige „Zieherfahrung“ verfügen. Es wurden alle möglichen Methoden ausprobiert, von Stehen-bleiben, über ruckartig-Richtung-wechseln bis hin zu Halti&Co. Ohne Erfolg, der Hund zieht nach wie vor !!

    Was also tun !?

    Man nehme seinen Hund, eine 2-3 m lange Leine, eine handvoll Leckerlis, einen möglichst ausgeglichenen Hund und ganz wichtig: einen motivierten, gut gelaunten Halter. Idealerweise kennt mein Hund die Kommandos langsam und hier. Nun marschiere ich also los, Hundi an meiner Seite, fröhlich, zügig und zielstrebig.

    Läuft der Hund vor kann ich
    - ihn rechtzeitig mit einem langsam ausbremsen.
    - mit der Hand ans Bein klopfen und aufmunternd hier sagen.
    - die Richtung wechseln, dabei ein hier längst nicht vergessen.
    - bevor er zieht (je nach Hund) leicht an der Leine zupfen, nur so, daß er aufmerksam wird.

    Verlangsamt er sein Tempo,bleibt er an eurer Seite, schaut er euch an: loben – ruhig und freundlich – ab und zu mit Leckerli.

    Zu Anfang das Training abwechslungsreich gestalten. Nicht einfach stundenlang geradeaus laufen. Mal rechts mal links gehen, meist kennt man die „Zeitungsecken“, geht gezielt hin und läßt Hundi schnuffeln. Dann wieder konzentriert ein paar Meter weiter, ein paar Lockerungsübungen, mal zügig und ganz schwer, 5 m in Zeitlupe.

    Für mich ist ein nicht ziehender Hund das Ziel, egal wie lang die Leine ist. Lass ich ihm 3 m kann er in diesem Radius laufen, verkürze ich auf 1 m (wegen Verkehr, etc.) möchte ich. daß mein Hund ohne große Kommandos in diesem Bereich bleibt. D.h. wann immer Zug auf die Leine kommt (egal in welcher Entfernung, auch bei einer 10 m SL) wird mein Hund langsamer, gibt nach und passt sich an.

    Schmeisst er sich dennoch mal in die Leine (wobei ich bei einem „Herrchen !! Da kommt Herrchen, ich muß da hin !!“-Geziehe beide Augen zudrücke), kommentiere ich das mit einem „Hey“ und dezentem Zupfen.

    Bleibt ruhig, gelassen, sagt und zeigt ihnen deutlich auf was ihr hinaus wollt, konsequent aber gerecht. Alleine schon in einem ernsten, aber dennoch fröhlichen Ton zu reden bewirkt Wunder, gute Laune steckt an und dann läuft Hundchen doch viel lieber neben Frauchen, als sich auf ein Kräftemessen einzulassen.

    Ein Hund der an der Leine zieht schnürt sich selber die Luft ab, das Gehirn wird unterversorgt und schüttet sofort Streßhormone aus, die Haltung (nach vorne, aufrecht) bedeutet für andere Hunde Provokation/Angriff und wird entsprechend kommentiert, der Hund zieht noch mehr, der gestresste Halter wird noch gestresster... der Kreislauf beginnt !

    Was viele immer wieder vergessen, Hunde sind hochsoziale Lebewesen, die sich wunderbar verständigen können. Eigentlich reden sie permanent, drücken immer aus, was sie gerade denken – wir müssen ihnen nur zuhören !

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    Hat einer länger als 5 Minuten zum Lesen gebraucht ?
    Gut, dann weiß das „andere Ende der Leine“ ja jetzt, wie man es richtig macht und braucht es nur noch dem Hund zu erklären !! ;-)

    Gruß, staffy

    Das glaubst du doch selber nicht, oder !!! Der hat deinen beiden wohl ziemliches Musherlatein erzählt, sozusagen nen Husky aufgebunden :D

    Wenn dem:

    Zitat

    Husky s dulden während ihrer Rennen auch keine anderen Hunde. Kommt ihnen einer entgegen und gerät darein,wird er gnadenlos angefallen.


    so wäre, dann dürften die Gespanne bei offiziellen Rennen nur mit 30 minütigem Abstand starten, die Fahrerlager müßten riesig sein und Zuschauer mit Hund wären suizidgefährdet !

    Man soll nicht alles glauben ;)

    Gruß, staffy

    Meine zwei Bestien haben ihre Körbe in meinem Büro, hinter dem Schreibtisch. "Insider" sitzen bei mir, mit Kunden gehe ich ins Besprechungszimmer.
    Grundsätzlich heißt es für die Zwei bei Besuch, Türklingeln, etc. ins Körbchen und da bleiben. Besuch wird nie ohne Erlaubnis begrüßt.

    Es gibt gewaltige Unterschiede ... manch einer liebt die Zwei und fragt gezielt, andere haben Respekt und wollen keinen Kontakt, manche kommen nur rein, wenn die "Viecher weggesperrt sind" und bei meinen arabischen Kunden laß ich sie auch schonmal zuhause.

    Aber ich bin immer wieder überrascht, wieviele Leute einen Hund haben und wie nett man mit manch bisher ungeliebtem Geschäftsmann (oder frau) plaudern kann, wenn man die gemeinsame Leidenschaft entdeckt.

    Und fürs Betriebsklima ... wenn ich morgens ins Büro komm werden immer erst die Hunde begrüßt dabei bin doch eigentlich ich der Chef, oder :???:

    Konsequent ein "auf dem Platz bleiben" trainieren, dann ist der Hund definitiv eine Bereicherung im Office.

    Gruß, staffy

    Nu hab ich das halbe www durchgekämmt und nix passendes (und bezahlbares) gefunden.
    Ich suche eine Futterraufe, wo ich meine kleinen Siloballen (80x80x80) reinschmeissen kann. Die für normale Rundballen sind viel zu groß.

    Ob eckig oder rund ist egal, ich brauche auch kein Dach ... nur halt im Miniformat !

    Hat jemand nen guten Tipp, wo ich sowas her bekomme ??

    Gruß, staffy - die im Schafforum was für Pferde sucht ;)

    Zitat

    Das habe ich noch gar nicht probiert.
    Werde ich gleich mal tun.


    Machst du denn jetzt nicht Übungen, wo alle liegen bleiben, einer wird geschickt ... nur einen ins Platz rufen, der Rest muß kommen ... hintereinander legen und den letzten Abrufen ... ablegen, Dummy werfen und Hunde abwechselnd schicken ... ???

    Mit mehreren Hunden kann man doch super kreativ arbeiten und braucht meist nicht mal Futter als Belohnung, weil "etwas mit Frauchen machen" schon Belohnung genug ist !

    Wie machstes denn jetzt ?

    Gruß, staffy