Unter Vorbehalt - da ich euch nicht persönlich kenne !
Deine Geschichte ist die von zig anderen Hundehaltern. Man schafft sich einen Hund an, blauäugig, ohne großartige Gedanken, nimmt nen Mix - weil die ja so robust und anspruchslos sind - ist naiver Anfänger und erwischt nen Kandidaten, der alles ist, aber kein Anfängerhund !
Bis hierhin bist du eine von vielen (ist nicht böse gemeint).
Euer Fehler hat schon vor einem Jahr begonnen. Ihr habt keinen 08/15 ewig lächelnden Labi (kein Kommentar liebe Foris !!), sondern einen anspruchsvollen Hund, der Beschäftigung, eine Aufgabe und vor alles Führung braucht.
Einen solchen Hund kann man nicht "einfach mitlaufen" lassen. Der braucht eine klare Führung, Hausregeln und eine typgerechte Forder- und Förderung. Die wichtigst Zeit war im vergangenen Jahr, da hättet ihr mit dem Kerl arbeiten müssen, ihn vernünftig erziehen sollen und ihm die "Benimmregeln" beibringen müssen. Scheinbar habt ihr euch die Hundeerziehung bedeutend einfacher vorgestellt.
Nun habt ihr einen fast erwachsenen Hund, der keine Struktur in seinem Leben hat. Niemanden, den er ernst nimmt, geschweige denn eine Person, die ihm durch konsequentes Handeln, Souveränität und Geradlinigkeit, Sicherheit gibt. Er ist sozusagen Führungslos, kennt seinen Platz nicht, hat eine Narrenfreiheit, die er gar nicht will und keinen, den er als Führer akzeptiert.
Gepaart mit Unsicherheit, wenig Bewegung (bedingt durch die mangelnde Erziehung), ....
Ich frage mich allerdings, warum du nicht zu Beginn der Schwangerschaft ernsthaft an dem Problem gearbeitet hast !!??
Ich hoffe das ist verständlich und deutlich genug !!
Du kannst das Ruder herumreissen, diesen Hund zu einem netten, verträglichen Hausgenossen "umerziehen". Aber ! Das bedeutet eine Menge Arbeit, viel Training mit dem Hund, 1000% konsequentes Handeln (gemeinsam mit dem Gatten) und strengste Hausregeln. -> Unter Aufsicht und Begleitung eines kompetenten Trainers (das wird vermutlich das zweit größte Problem sein).
Wenn du bereit bist, dir die Arbeit zu machen, die Nerven und den ernsthaften Willen hast, dann geh es an. Ansonsten kann ich dir nur raten, den Hund abzugeben. Jeder Tag, den er so weitermachen kann wird seine Zukunft erschweren.
Gruß, staffy - die es wirklich nicht böse meint !!