Grundsätzlich kann ich mich Kim (Dobby) nur anschließen.
Wenn du von deinem Hund erwartest, daß er verläßlich hört, dann mußt du ihm auch die Möglichkeit bieten, sich auszupowern. Ob dies über reine Bewegung ist, oder sehr viel "Kopfarbeit", eine Kombination aus beidem ...
Du hast einen jungen Hund, ein Powerpaket, das dürfte dir doch vor Anschaffung bewußt gewesen sein. Hunde sind nunmal alle anders. Wenn es bei den vorherigen wunderbar funktioniert hat, dann ist dieser halt bewegungsfreudiger und braucht mehr Beschäftigung.
Wenn du mit deinem Hund noch viele Jahre glücklich zusammenleben willst, dann mußt du JETZT daran arbeiten. Den Grundgehorsam festigen, aber nicht in reiner UO, sondern durch Beschäftigung. An seinem Verhalten anderen Rüden gegenüber kann man arbeiten. Man kann dem Hund durch eine klare Führerschaft vermitteln, daß so eine Pöbelei an der Leine nicht gewünscht ist.
Da ist es vollkommen egal, ob Kastrat oder nicht, wenn die Erziehung stimmt und er deine Ansagen respektiert, dann trabt er auch vernünftig an Rüden vorbei.
Arbeite dran, beschäftige ihn und sorg dafür, daß er ein selbstbewußter, souveräner Kerl wird, dann lassen ihn andere Pöbler an der Leine kalt. Ist ne Menge Arbeit - dafür hat man doch auch Hunde, oder ? - aber es lohnt sich.
Und bitte, versuch nicht, ihn durch eine Kastration ruhig zustellen bei einem Verhalten, was man durch Training in den Griff bekommt. Eine Garantie, ob es wirklich besser oder nicht gar schlimmer wird, kann dir keiner geben. Glaubst du, wenn er danach wirklich kein Problem mehr mit Rüden hat, dann könntest du ihn einfach laufen lassen ?
Das kannste hinkriegen, mit ein bisschen Motivation und wieder Spaß am Hund 
Gruß, staffy