Beiträge von staffy

    Nein, ich bin nicht generell für ein neues, straffes Programm. Das ist vollkommen von der Situation und dem Team abhängig.
    Nur, wenn ich etwas verändern will, dann muß ich doch das gesamte Umfeld betrachten, bei den Grundsätzen anfangen und mich dann zum Problem hinarbeiten. Ich setze ja da an, wo die ersten Probleme auftauchen. Dafür muß nicht zwangsweise was im Haus geändert werden.

    Wir suchen doch Ursachen, möchten die Gründe für ein "Problemverhalten" finden und gezielt daran arbeiten. Für mich fängt das Training mit einem Hausbesuch an, immer eine Einzelstunde, wo ich mir das Team anschauen kann. Nicht auf dem Hundeplatz in einer 10er Gruppe. Ich muß individuell Lösungen finden. Ob ich da im Haus ansetze, einen riesen Umweg einschlage oder direkt zum Problem komme ...

    Gruß, staffy

    ´s gibt doch eh keine Canis Studenten hier, da können wir gar nicht OT sein :roll:

    Zitat

    Ein Mali lebt NICHT gerne im Rudel.


    Ist das deine Erfahrung mit eigenen Malis, oder wie kommst du darauf ?
    Ich kenne einige, die überhaupt kein Problem mit ihren Kollegen haben, deine obige Aussage ist mir neu !

    Gruß, staffy

    Zitat

    staffy,
    was verstehst du genau unter Respekt?


    Ein respektvoller Hund vertraut seinem Menschen, erkennt dessen (verdiente) Autorität an, begegnet ihm höflich und akzeptiert seine (gerechten) Entscheidungen.
    Bedingung ist natürlich ein verständliches und harmonisches Miteinander, ein vernünftiger Umgang mit dem Hund und Rücksichtnahme auf sein Wesen.

    Gehen wir da konform ?

    Zitat

    Wie gesagt, ich sehe da was anderes...


    Nöö, glaub ich nicht ;)
    Warum hat der Hund denn keinen Respekt ? Genau das ist es doch ... und noch viel mehr.
    Das "Programm" schaut aber ein wenig anders aus. Hat nix mit zuerst durch die Tür oder gezeigt kriegen zu tun. Viel entspannter, ruhiger, wirkungsvoller, ohne jeglichen Stress.

    Zwischen Wattebausch und ERG gibts noch ne ganze Menge ;-)

    Gruß, staffy

    Elke, auch da mißverstehen wir uns !!
    Das alles läuft ganz ruhig ab, entspannt. Kein Geschrei, keine Gewalt, ... ich schaue Hundi nicht einmal an dabei und es funktioniert trotzdem. ;-)

    Und das ein "Hausprogramm" nicht immer und in jedem Fall Anwendung findet, bei manchen nicht nötig ist, das sollte doch klar sein, oder ? Bei vielen ist es aber nötig und wenn ich einen Leinenpöbler habe, der seinen Halter überhaupt nicht wahrnimmt, keinerlei Respekt hat, da muß ich weit vorher ansetzen. Natürlich kann man jeden Satz zerlegen, aber weiterbringen wird uns das bestimmt nicht.

    Und nach wie vor: Ich hab nix gegen Futterbelohnungen ! :D

    Gruß, staffy

    Tanja, das steht eine Seite vorher, daß ich "nur" ehrenamtlich arbeite ... ist aber auch unwichtig.

    Wir sind doch gar nicht so weit auseinander, ich glaub eher, wir reden hier vollkommen aneinander vorbei.
    Vernünftig aufgebaut, sinnvoll eingesetzt, kann man auch mit Futter, etc. belohnen. Nur dieses generel alles mit Futter machen, das ist es, was ich "verurteile".
    Die Differenzierung zwischen Erziehung und Dressur gibt es schon.
    Dressur ist ein erlerntes "Kunststück", egal welcher Art, wo ich ein Verhalten auf Kommando abrufe. Das kann ich (fast) jedem Hund relativ schnell beibringen, hat aber nichts mit Erziehung zu tun.
    Erziehung ist für mich die Basis, soll heißen, der Hund weiß sich in unserer Umwelt entsprechend zu benehmen. Je besser erzogen der Hund ist, desto mehr Freiheiten hat er. Ein erzogener Hund respektiert meine Entscheidung und kennt ein Nein - da scheiterts schon bei den meisten dran ;-)

    Kann man das nicht immer wunderbar mit der aktuellen Kindererziehung vergleichen ? Waren die Trends nicht immer die selben ?

    Ein Beispiel für meine "anderen Maßnahmen":
    Wenn ich einen ziemlich ignoranten Hund habe, draussen viel schief läuft, Köterchen jagt, pöbelt an der Leine, ... dann würd ich mit einem straffen Hausprogramm anfangen. Nix böses, keine Gewalt, aber ganz klare Regeln.
    Hab ich einen Hund, der beim Start zum Wandern ein Riesentheater macht und mich in der Türe umrennt, dann würde ich nicht den Tipp (den gabs auch hier im DF öfter) beherzigen und ein sitzenbleiben bis ich angezogen und draussen bin mit Futter belohnen, sondern deutlich an der Türe klären, daß ich entscheide, wer wann geht.
    Dazu reicht ein einfaches dezentes Schliessen der Türe im richtigen Moment (ohne den Hund zu verletzen !!), ein ignorantes Umlaufen (kein treten !) , ... 2-3 Wiederholungen und Hundi geht garantiert langsamer zur Türe und schaut mich an.

    Bei solchen einfachen Dingen setzen aber viele (ich mein keinen persönlich hier) schon mit etappenweisem Annähern an die Türe, jeden Schritt mit Futter belohnen etc. an.
    Mein Weg wäre es ein, zweimal deutlich die Situation zu klären, anstatt ewig zu diskutieren.

    Verständlicher ??

    Gruß, staffy

    Cazcarra,
    ich hab absolut nix gegen Futter und Spielzeug ... ich finds nur nicht richtig, diese beiden Dinge immer als Allheilmittel darzustellen. Es gibt Situationen, Probleme, da bedarf es anderer Maßnahmen, zudem gibt es Hunde, die für keines von beiden empfänglich sind.
    Wer so arbeiten möchte kann dies doch tun. Wer einen Hund haben möchte, der ihn anschaut, weil er Futter "ausspuckt" oder den Ball in der Hand hat ... ich hab damit kein Problem.
    Wer seinen Hund von Joggern, etc. mit F/S ablenkt, bitte.
    Ich würds anders wollen.

    Danke für die AL Info. Gibts irgendwo ne Auflistung der Dozenten, oder muß man die Seminare einzeln durchgehen ?

    @Schopenhauer
    Wer kein Hundetrainer ist und auch nicht Vereinsmitglied, der hat keine Ahnung von der Praxis ??
    Interessante, sehr qualifizierte Aussage ... dann hab ich echt keine Ahnung.

    Gruß, staffy - unabhängig ehrenamtlich

    Hm, verstanden haste nicht, was ich sagen wollte !
    Dies ist eigentlich ein sachlicher Thread über Canis. Zum Gedankenausausch und zur Info gedacht. Ich glaube nicht, daß ich irgendwo geschrieben habe, daß es das einzig Wahre ist, geschweige denn, daß die anderen bekloppt sind.

    Nur gehen unsere Grundsätze schon sehr auseinander und daher werden wir nie auf einen Nenner kommen - muß man ja auch nicht ;)

    Für mich wäre das Ziel eines - in deinem erwähnten Fall - Tierheimhundes nicht das erfolgreiche Laufen einer BH. Wer dies mit seinem Hund machen möchte, hab ich überhaupt kein Problem mit. Mit Futter oder Spielzeug belohnen, motivieren, auch kein Thema.
    Aber du übersiehst den dezenten Unterschied zwischen Erziehung und Dressur !!
    Wieviele Hunde "funktionieren" nur auf dem Platz ? Wenn ich meinen Hund dressieren will, ihm irgendwas beibringen will, sei es Sitz, Pfötchen geben, im Fuß am Bein kleben, Blick nach oben oder im Slalom durch die Beine laufen, dann motiviere ich ihn mit Hilfsmitteln ... würd ich teils auch machen.

    Wenn ich aber in der Erziehung ein Problem habe, einen Hund habe, der mich nicht ernst nimmt, dann würde ich ganz anders ansetzen, da wird dir Futter nicht wirklich weiterhelfen.

    Zudem finde ich es immer wieder traurig, wie man Belohnung und Motivation auf Futter und Spielzeug reduziert. Es gibt bedeutend mehr Möglichkeiten.

    Gruß, staffy

    Kurz OT: Kann mir wer sagen, wer bei Animal Learn die Seminare hält, die Ausbildung macht ? Ich find auf der hp keine Dozentenübersicht :???: