So mache ich das. 
Ich beschreibe dir mal meinen Rüden.
Der hatte beim Vorbesitzer 15kg Untergewicht, heute mit 45kg sieht man immer noch die Rippen schimmern und kann die Hüfthöcker erahnen, für Ausstellungen muss ich auffüttern. Allerdings sind 45kg für ihn durchaus ok. Aber man hat eine Vorstellung, wie grausam er mit 30kg aussah.
Sein Vorbesitzer hatte zig Sorten Trofu und Dose da, dazu Frischfleisch, in Küchen- und Kühlschränken allerlei Verfeinerungsmittel (Pansenpulver, Sahne, Brühen, Soßen, Milchproduke, Parmesan, Thunfisch, Fischöle, etc.). Immer wurde dem Hund etwas besonders Leckeres angeboten, und immer wurde es weggeworfen. Alle paar Tage nahm Herr Hund ein paar Happen und verschmähte den Rest, die Rezeptur dann erstmal sowieso wieder.
Der Herr hätte ein Rudel ernähren können bei den Mengen, die in der Mülltonne landeten.
Ausgangsstand war war ein sehr dürrer Hund, der aber sehr schönes Fell hatte, tolle Zähne, Augen und Ohren bestens, Kondition so la la.
Erster Gang TA: Blutbild, Augenmerk auf Leber, Niere, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse. Dazu eine große Kotuntersuchung, also Parasiten, Pilze, Bakterien und was der überhaupt verdaut.
Ergebnis: Hund gesund.
Also wurde das Futter völlig neu gesehen.
Ich füttere zufällig frisch, aber es geht bei jeder anderen Fütterungsart auch so.
Es gibt keine Leckerchen, absolut nichts zwischendurch. Ernährt wird sich von dem, was man im Napf findet.
Dort findet Hund 2 mal am Tag für ca. 10 Minuten etwas.
Was er damit tut, das ist allein sein Ding. Ich gehe lesen, sehe fern, mich interessiert es nicht. Ich stelle das Zeug kommentarlos hin und nehme es kommentarlos weg. Hund hat eine überschaubare Zeit mit dem Futter allein, ob er die nutzt, oder lieber neben mir liegt, sein Ding.
Bei uns hatte ich an Tag 6 genug immer Futter wegzuwerfen, er bekam nur noch eine halbe Ration des Zweithundes in den Napf, nach der Futterzeit durfte die dann der Zweithund fressen, das war wirtschaftlicher.
Tag 10: Er fraß.
Und das tut er jetzt seit vier Jahren, fressen. Er Kann Leckerchen bekommen und frisst hinter trotzdem noch sein Futter. Es kann mal Trofu oder Dose geben, er frisst. Er hat eine Abneigung gegen Kaninchenleber und Wild. Ok, da kann ich gut mit leben, ich esse auch nicht alles. Aber Mäkeln? Das ist Geschichte.
Für solche Dinge muss man halt wirklich wissen, dass Hund gesund ist. Wer wegen Krankheit nicht frisst, der mäkelt nicht, dem geht es schlecht.
Und dann muss endlich dieser Druck weg.
Das baut sich meist beim Welpen auf. Die Geschwister machen Futterneid, Hundi frisst. In der neuen Familie dreht sich alles um den Zwerg, das ist ja auch aufregend so ein Hundekind zu bekommen. Der Futterneid entfällt, die Ablenkung ist riesig, und schon bleibt das Futter stehen. Kein Grund sich aufzuregen, aber der Neuhundehalter ist besorgt, braucht der Zwerg doch seine zig Miniportionen dringend zum Wachstum, und ist er vielleicht krank? Bei den kleinen ist jede Magenverstimmung ja schnell gefährlich. Alles völlig menschlich, alles nur aus Sorge und bester Absicht, aber eben kontraproduktiv. Hier wird dann schon der Grundstein zum Mäkler gelegt. Entweder ist Hund ebenfalls völlig verunsichert und lässt es lieber mal, oder Hundi lernt seine Menschen zu manipulieren. Beides doof für einen zuverlässig fressenden Hund.
Und zum Frischfüttern im Allgemeinen?
Tja, ich füttere nun auch schon aus dem Elternhaus länger frisch als man in D barft.
Bei großen Hunden war das billig, praktisch und normal. Damals gab es z.B. Köbers erst wenige Jahre und der hatte genau das Astor. Im Supermarkt bekam man Dosen, das war viel zu schwer und zu teuer und die kleinen Zoohandlungen hatten kg-Pakete Trofu von Vitakraft. Vipro-Mix war noch zu bekommen und Hap. Es war völlig normal, damals gaben Züchter keine Futtersorte mit, sie gaben einem ein Blatt mit einem Aufzuchtplan in die Hand.
Und durch die Gewohnheit bin ich dabei geblieben.
Es gibt immer mal Trofu, praktisch ist es schon. Aber eben teuer und die Ergebnisse lassen zu wünschen übrig.
Ich habe keine Futtergrube mehr, ich kann tiefkühlen, ich gebe Knochen, das war früher anders, es gibt viel weniger Flocken, dafür Obst und Gemüse, die Essensreste sind im Speiseplan geblieben.
Es passt einfach zu uns und unseren Hunden. Sie sind gesund und leistungsfähig, kostengünstig und den jeweiligen Erfordernissen angepasst ernährt. Ich achte auf gewisse Eckdaten, den Rest regelt die Abwechslung, das ist nicht anders als bei der Ernährung meines Kindes auch. Nur sind die Grunddaten eben anders. 
LG
das Schnauzermädel