"Damals Anfang der 90er" bekam ich meinen ersten Problemhund. Der Hund war grauenvoll verkorkst und zivilscharf, ich war gnadenlos überfordert und verzweifelt, mein TA hielt mir den Rücken frei, gab gute Tips und hätte notfalls eingeschläfert, das nahm viel Druck.
Ich suchte eine Hundeschule, denn so ging das nicht.
Die Anbieter um Ruhrgebiet waren überschaubar, jeder lehnte ab und verwies an eine Hundeschule, die es seit Jahrzehnten gibt, auch heute noch.
Dort rief ich an. Das Angebot: 6 Wochen Internat für den Hund und dann ein Einweisungswochenende.
DAS wollte ich nun auch nicht. Das Buchen einer Ferienwohnung für Wochen und gemeinsame Ausbildung wurde als unsinnig und nicht möglich abgelehnt.
So lehnte ich dann eben auch dankend ab. 
Geholfen hat mir letztendlich ein engagierter Hundeplatz und einige Diensthundeführer. Ich bin noch heute für deren kostenfrei geopferte Zeit und deren gute Nerven dankbar. Denn ich habe mich die ersten Wochen sicherlich nicht mit Ruhm bekleckert und war stressiger als der Hund. 
Heute müsste ich wohl viel mehr telefonieren, mir viel mehr ansehen und leider würden es sicher viele "Berufene" versuchen wollen, obwohl ihnen das Wissen fehlt.
Es ist anders geworden, aber leider nicht viel besser.
LG
das Schnauzermädel