Beiträge von schnauzermädel

    Der pH-Wert bei der Verdauung unterscheidet sich bei Mensch und Hund nicht. Der Salzsäuregehalt ist gering und nicht wichtig zu Zerstörung von Bakterien.
    Und Menschen haben nüchtern einen deutlich geringeren pH-Wert im Magen als Hunde.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat


    ...
    Das hat aber nix mehr mit "der will nur den Ärmel haben" zu tun, das ist bewußtes auf den Menschen schicken. Oder wie würdest du das beschreiben ?

    So zitiert gehört das nicht zusammen. ;)
    Greg unterscheidet von klein auf deutlich. Den muss man nicht schicken, den muss man bei sich behalten und die Situation für ihn klären.
    Das Schnauzermädel wurde jahrelang VPG gearbeitet. Die reagierte nur über klare Bilder. Und ein Helfer, der frontal gegen den Hund geht, erfordert eine Reaktion. Das lernt nun jeder VPG-Hund, sei es der Angriff aus der Bewachungsphase, wo der Helfer sozusagen direkt in den Hund geht oder der Angriff aus der Bewegung, wo der Helfer aus großer Entfernung gegen den Hund geht.

    LG
    das Schnauzermädel

    Jule und Hektor
    Nein. Ich kann ihn nicht auf irgendwen losschicken.
    Nochmal die Frage: Warum sollte man das können? Welche Motivation sollte der Hund da haben?
    Ich kann ihn ins Gelände schicken und auffällige Personen suchen lassen, aber die werden dann nur verbellt.

    LG
    das Schnauzermädel

    Endotoxine verschwinden nicht durch Kochen.
    Und wenn ich jetzt das Fleisch frisch vom Schlachthof mit der Geruchsbombe auf den K3-Transportern vergleiche, dann weiß ich nicht was besser ist. Das Risiko beim Frischfleisch oder das Fertigfutter aus diesem Sammelsurium. :hust:
    Und dann hat man ja auch noch riesige Unterschiede, wie Fleisch gammelt. Anrüchiges aus dem Kühlschrank riecht z.B. ganz anders als Fleisch aus der Futtergrube. Die Keimbesiedlung muss sich massiv unterscheiden.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    trotz allem frag ich mich wieso das so ist, oder ist das eher gewünscht?
    ich meine hund muss nicht jeden und alles mögen, ich find ja hunde die alle lieben auch recht nervig, aber das man denen erst beibringen muss tolerant und ignorierend zu sein...find ich irgendwie bedenklich.

    und wie schon gesagt, der großteil der halter solcher hunde macht das nicht.
    man will doch aber hunde haben die eben zwischen job und freizeit unterscheiden, dass tun sie aber dann doch nicht wenn sie gegen hunde oder fremde menschen gehen?! :???:
    oder hab ich da jetzt nen denkfehler?!

    Bei meinem Schnauzer ist das Verhalten unerwünscht. Da möchten die Züchter heute andere Wesenszüge und die wenigsten Riesen bringen dieses für D eher "nostalgische" Verhalten mit. Wobei sich der Riese und Greg deutlich unterscheiden.
    Bei Greg ist es dagegen hocherwünscht und in seiner Linie gefestigt. Wobei man nun nicht sagen kann, der X-Mechelaar ist so, das ist nur eine von ganz vielen Varianten, wie die Hunde sind. Ein Rassestandard existiert nicht, nur die Anforderungen der späteren Prüfung. Wie Hund das besteht, das ist nicht vorgegeben.
    So ein Hund ist nicht ständig unter Dauerspannung, der kann sehr klar unterscheiden. Das Ignorieren musste man Greggy z.B. nicht mühsam beibringen, man musste ihm nur die für ihn grenzwertigen Situationen einordnen helfen. Ob und was er arbeitet, das liegt allein an seinem Menschen.
    Ich kann das ganz schlecht erklären und hätte es mir auch nicht so vorgestellt. Sein Züchter hat mir logischerwese viel von seinem zu erwartenden Verhalten erzählt. Und ganz ehrlich? Ich nahm das hin und dachte, rede du mal. Was so mancher Gebrauchshundezüchter über die angeblichen Qualitäten seiner Hunde vom Stapel lässt, das kann man sich vorstellen. :hust:
    Was Greg z.B. von Anfang an konnte, war klar unterscheiden, wann man beißt und wann nicht. Du kannst mich an Anpöbeln, Schlagen, Schubsen, er wird sich dazwischen schieben und dich genau beobachten und verbellen. Erst wenn ich mich wehre, beißt er. Einfach so, nie geübt. Wir üben lediglich, wo er sich für das prüfungsmäßige Laufen aufzuhalten hat. Das hat er mt 12 oder 14 Wochen beim Käbbeln mit meinem Mann gezeigt und den gelocht. :hust: Ich war dezent von den Socken, es wurde danach logischerweise auf zig Arten getestet, er ist völlig zuverlässig. Wir müssen wirklich nur den Feinschliff üben.
    Ähnlich ist es bei der Gegenstandsbewachung. Mein Schnauzermädel hat das nie vernünftig verstanden. Für die war entweder "Oh, der Helfer kommt frontal auf mich zu, den darf ich beißen", also viel zu früh und zu weit vom Gegenstand weg, oder "Ich soll liegenbleiben und darf erst ganz spät" das war dann viel zu spät und er hatte den Gegenstand. Eigenständiges, angepasstes Handeln war ihr nicht möglich. Greg dagegen hat sehr schnell verstanden, dass er den Gegenstand bewachen soll und begann sofort zu taktieren. Sicherlich fehlt ihm Erfahrung, er lässt sich noch austricksen. Aber lernt mit jeder Übungseinheit. Von völlig hochdrehen und sinnlos um sich beißen keine Spur.
    Man sollte sich wirklich kein ständig bellendes und geiferndes Monster vorstellen, dass nur von der Leine zurückgehalten wird.
    Er hat im Prinzip das, was früher gute Hofhunde hatten. Die konnten auch unterscheiden, wer was darf und lebten einfach da ohne ausgebildet zu werden. Sie haben einfach von klein auf gelernt, was wie einzuschätzen ist. Ähnlich einem Jagdhund oder einem Hütehund, der auch die Anlagen hat und nur in die gewünschten Bahnen gelenkt werden muss.
    Und wie gut er abschalten und umschalten kann, das sieht man bei Greg und Kühen. Kühe sind sein persönlicher Albtraum. Wenn die als Herde auf ihn zugelaufen kommen, dann fühlt er sich massiv bedroht. Kühe, die nicht einfach grasen oder rumliegen, sind aus seiner Sicht böse Monster, die man angehen muss. :lachtot: Sobald man ihm aber irgendeine Aufgabe gibt und sei es nur neben einem zu laufen, dann sind die Kühe Luft. Die können ihn dann auch beschnuppern. Kühe? Welche Kühe? :p Da braucht man keine Leine, keine Leckerchen.

    Solche Hunde gibt es auch in D, aber sie sind selten und wenig erwünscht. Als Sporthund sind sie auch wenig geeignet. Und egal in welchem Land, es gibt in diesen Bereichen viel talentiertere Exemplare. Greg ist solides Mittelmaß und für uns genau richtig.

    LG
    das Schnauzermädel

    Es ist schwer zu erklären. ;)
    Er ist deutlich extremer als der Schnauzerrüde und gleichzeitig viel leichter führbar und viel berechenbarer.
    Er blendet die Umwelt einfach aus. Menschen interessieren ihn nicht, Hunde auch nicht. Im Prinzip ist er über meine Stimmung regelbar. Wenn ich meine Umwelt entspannt sehe, dann sieht er sie auch so. Er begleitet mich z.B. in überfüllten Regionalzügen oder zu großen Veranstaltungen. Da würde ich den Schnauzer nie mit hinnehmen. Er lässt sich aus Versehen anrempeln, er nimmt absolute Enge mit Körperkontakt in Aufzügen oder öffentlichen Verkehrsmitteln hin, aber lässt sich nur über Gehorsam von Fremden anfassen. Er unterscheidet sehr fein und sehr zuverlässig.
    Wie viel da von mir abhängt, das erklärt sich am Radfahren. Er lernt jetzt wo er noch klein ist das anständige Laufen am Rad. Schieben mit Rad kein Thema, der neutrale Greg wie immer. Jetzt bin ich mit Hund am Rad schissig. :ops: Und da er ja nur üben soll und nicht lange laufen, begegnen uns natürlich ständig Menschen oder hinter Zäunen bellen Hunde. Anfangs lief er einfach brav weiter. Ich erwartete aber dummerweise, dass er nicht brav ist. Also wurde ich langsamer und gab vorsorglich ein "nebenherlauf Kommando". 2 Begegnungen später guckte er schon interessiert. Wenige Übungseinheiten später tickte er völlig aus. Denn ich hatte ihm doch deutlich gezeigt, dass das, was da kommt, problematisch ist. Also gab es eine ordentliche Kopfwäsche vom Gatten, ich atmete tief durch, fuhr einfach und machte ihn in freudigem Tonfall auf "die drohende Gefahr" aufmerksam. "Guck mal, was für ein netter Mensch/Hund!" Ich erntete einen irritierten Blick und jetzt läuft er wieder brav mit. :ops:

    LG
    das Schnauzermädel

    Hach, schon wieder zu spät zum ändern.
    Denn ich habe was vergessen.

    Wieso sollte man einen so gelagerten Hund "einfach auf einen Menschen hetzen" können?
    Welchen Grund sollte er da haben?
    Nur weil Greg Beute bei Fremden absolut nicht interessiert, heißt das doch noch lange nicht, dass er wahllos in alles beißt, was sich bewegt.
    Igendwie wird die Intelligenz von Hunden gerne mal völlig unterschätzt. Sie leben so eng mit uns zusammen, können uns so gut manipulieren und sollen im nächsten Atemzug menschliches Verhalten absolut nicht einschätzen können? :???:

    Ein schönes Beispiel zu meinem Schnauzerrüden.
    Wir waren nachts im Park unterwegs. 2 schwarz gekleidete, mit Taschenlampen ausgestattete Herren kamen uns entgegen und sprachen mich an. Das Ordnungsamt... Man unterhielt sich nett, während neben mir der Rüde stand und deutlich knurrte. Er ging nicht nach vorne, die Leine hing durch, aber er machte sehr deutlich, dass noch näher kommen wenig gefragt ist. Unser Abstand war unter 2 Meter. Dann kam eine betrunkener Radfahrer an und hielt auf uns zu. Man sah den Herren vom Ordnungsamt deutlich an, dass sie jetzt einen ausflippenden Hund erwarteten, sie hielten geradezu die Luft an. Der Betrunkene ließ es sich nicht nehmen genau zwischen und hindurchzufahren, Richtung Hund zu grabschen und "Cooler Hund" zu nuscheln. Nach einem kurzen Seitenblick auf den ankommenden Radfahrer hat der Rüde ihn völlig ignoriert. Der war aus seiner Sicht harmlos, anders als die schwarzen Männer mit dem forschen Auftreten. Die fixierte er die ganze Zeit, als ob der Radler durchsichtig wäre.
    Für so ein sicheres Einordnen von Situationen muss der Hund aber Gelegenheit haben zu lernen, was normal ist und was eben nicht. Dann tickt auch ein Hund mit ausgeprägten Wehrbereichen nicht sinnlos rum. ;)

    @Bio
    Unverträglich war er auch schon mit 9 Wochen, er ist halt auf seine "Familie" fixiert.
    Was man mit so einem Hund soll? Leben, arbeiten, je nach Interessenlage. Er stammt halt aus einer Zucht, die deutlich andere Schwerpunkte hat als unsere. Für mich ist er einfach ein sehr angenehmer Hund.

    LG
    das Schnauzermädel

    Meine Hunde sind aber nun absolut nicht typisch. ;)
    Mein Schnauzerrüde ist einer, wo zufällig die alten Wesenszüge hervorgekommen sind. Solche Hunde passieren, ab und an mendelt sich was durch. Denn auch die deutschen Gebrauchshunde waren vor gar nicht so langer Zeit noch ziemlich anders im Wesen.
    Und Greg ist kein ansatzweise nach deutschem System gezogener Hund. Er ist mit völlig anderen Selektionskritieren entstanden und soll einen ganz anderen Job machen. An seine Vorfahren werden ganz andere Anforderungen gestellt als an unsere Hunde hier und die Anforderungen an diese Hunde haben sich seit 100 Jahren kaum verändert, ganz anders als bei uns.
    Und nur weil er fremdenfeindlich und hundeunverträglich ist, heißt das nicht, dass er irgendwie auffällig wäre. Er geht mit auf große Veranstaltungen, fährt in überfüllten Zügen, läuft meist ohne Leine. Je mehr ich seine Art kennenlerne, desto einfacher führbar ist er.

    LG
    das Schnauzermädel

    Tarlancriel

    Du verstehst da etwas falsch.
    Greg z.B. tut das einfach. Dabei ist völlig egal, ob Hundeplatz oder nicht, Helfer oder nicht. Das tat er schon, bevor er überhaupt jemals einen Helfer gesehen hat.
    Ausbilden bringt mir nur Vorteile, so kann ich wenigstens experimentieren und es wird nicht plötzlich ein harmloser Wanderer gelocht.
    Zumal der Hund lernen muss. Mittlerweile kennt er z.B. deutliche Unterschiede bei gefundenen Personen und verhält sich entsprechend.
    Du kannst diese Art der Arbeit absolut nicht mit dem deutschen Sport vergleichen.
    Greg ist nicht für deutschen Sport geeignet, dafür war er auch nie gedacht. ;)
    Trotzdem kann der Hund problemlos neben dem Helfer schlafen, an einem Helfer vorbeilaufen, weil es um einen anderen Helfer geht, die anderen Menschen auf dem Platz völlig außer Acht lassen und die anderen Hunde auch, obwohl er unverträglich ist.

    LG
    das Schnauzermädel