Beiträge von schnauzermädel

    Hallo Cosmix!

    Schaust du hier: http://www.semperfides.eu/

    Unsere Hunde sind alle eingeäschert worden (bis auf den ersten) und stehen im Schrank.
    Wir haben sie immer selbst zum Krematorium gebracht, zum Ofen begleitet und danach die warme Asche wieder mitgenommen.
    Für uns war und ist das der richtige Weg zum Anschiednehmen. Das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden.
    Eingenlich wollte ich die Asche immer an den jeweiligen Lieblingsplätzen verstreuen. Aber ich habe immer die Angst, dass dann dort irgendwann gebaut wird.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Mhm...dick ist es nicht,aber gräulich innen seit neuestem an manchen Stellen(haben das als Nebenwirkung der ganzen Tropfen die die Maus da mittlerweile reinbekommen hat gedeutet)...rot hatten wir schon durch...das ist nicht mehr...laut Abstrich waren nur Streptokokken nachzuweisen,aber ich weiss ehrlich gesagtt nicht ob bei so nem Abstrich automatisch nach Pilzen gesucht wird?!

    Na ,ich schreib mir deine Idee mal auf und halte es dem Doc unter die Nase-Danke!! =)

    Meist nicht!
    Bakterien suchen die Labors indem sie ein Antibiogramm machen, dann hat man den Nachweis und die Gegenmittel in einem Rutsch. Dazu kommt der Abstrich auf einen Nährboden, Testplättchen mit verschiedenen Antibiotika werden verteilt und dann schaut man, was dort im Brutkasten wächst. Wächst um bestimmte Plättchen nichts, dann wirkt das Antibiotikum auf diesem Plättchen, je mehr Platz ums Plättchen desto besser ;) .
    Dann wenn alles schön gewachsen ist, kann man die Art bestimmen, das geht teilweise schon durch bloße Inaugenscheinnahme, teilweise Mikroskopisch, anderes muss man anfärben, spezifische Wachstumsbedingungen prüfen oder spezifische Reaktionen testen.

    Hefepilze findet man nach Anfärbung der Probe der direkt unter dem Mikroskop.
    Die einzelnen Untersuchungen machen die wenigsten TAs selbst, die meisten schicken es in Labore und dort muss man jede Dienstleistung einzeln ankreuzen. Das ist so, wie auf den "Ankreuzzetteln" beim Arzt nach dem Blutabnehmen. Gemacht wird nur das jeweils bestellte.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Ich weiß das es FCI anerkannt ist. Aber in Deutschhland fehlt die offizielle Anerkennung durch den VDH. Es ist also nicht anerkannt, aber auch nicht verboten. Es gibt doch mehr als einen Verein, in denen ich das trainieren kann und auch darf :???:

    Im Ausland darf man dann auch Prüfungen laufen, aber nur bis MR1. Zumindest wurde mir das so mal erzählt :???: Also keine Ahnung, ob das stimmt.

    Du kannst im Ausland Prüfungen laufen, du kannst, und das machen einige Deutsche, auch im Ausland auf Meisterschaftsniveau laufen, wenn du die entsprechende Vereinszugehörigkeit und die entsprechenden Leistungen hast.

    Aber: Der VDH verbietet Mondio auf "seinen" Plätzen. Plätze, die VDH-angeschlossen sind und das anbieten, bekommen u.U. mächtig Ärger.
    VPG hat in D schon keinen guten Ruf, Mondio noch einen viel schlechteren. Wenn man nun versucht einen Hundeplatz zu eröffnen, der keine VDH-Rückendeckung hat und diesen Sport anbieten möchte, dann bekommt man in vielen Gemeinden oben genannte Probleme ;) .

    Hier in NRW ist es z.B. so, dass das Landeshundesetz VPG als Sport an sieht, der Erlass sagt: „lediglich der Beutetrieb des Hundes gereizt und seine bereits erlernte Unterordnung (Gehorsam) auch und gerade in Trieb- und unter Stresssituationen überprüft“.
    Eine Ausbildung auf Zivilschärfe ist nur für Dienst- und Wachdiensthunde erlaubt.
    Da im Mondio keine offensichtliche Beute angeboten wird (Ärmel) und es den Arbeitspunkt Angriff in der Flucht gibt, argumentieren hier Ämter schnell mit Zivilschärfe :kopfwand: .
    Unser Landeshundegesetz stuft auf Zivilschärfe ausgebildete Hunde als gefährlich ein. Sie unterliegen der Erlaubnispflicht und diese Erlaubnis wird nur erteilt, wenn man berechtigtes Interesse nachweisen kann. Das Interesse an einem bestimmten Hundesport ist kein Grund.
    Kommt das Amt dem potenziellen Neuverein auf diese Art, dann kann man das ganze getrost vergessen.
    Je nach Gemeinde kann man diesen Sport natürlich in D ausüben, aber es geht bei weitem nicht überall.

    So, zum Thema Softstock. Das Teil heißt so, weil es im Vergleich zu den vorher eingesetzten Materialien wirklich soft ist.
    Sicherlich ist der Einsatz des Stocks für den Hund nicht angenehm. Aber zur Überprüfung der Gebrauchshundeeigenschaften macht das durchaus Sinn.
    So lange der Softstock nach Prüfungsordnung eingesetzt wird, entsteht kein tierschutzrelevanter Tatbestand. Das sehen auch Gutachten so. Wird allerdings wahllos auf den Hund eingeprügelt, weil z.B. nicht ablässt, dann ist das tierschutzrelevant.
    Ein vernünftig eingesetzter Softstock beeinträchtigt den Hund weniger als manch ruppiges Spiel unter Artgenossen. Meine Hunde haben nach dem SD jedenfalls keine heißen Stellen im Schlagbereich. Nach dem gemeinsamen Freilauf dagegen mehrere davon am ganzen Körper verteilt, weil man sich mal wieder im vollen Lauf umgerannt hat. Beide Einwirkungen stecken die Hunde durch den hohen Trieb und die Hormonausschüttung weg.
    Viel schlimmer als der Softstock sind die vielen ganz und gar nicht tiergerechten Ausbildungsmethoden im Bereich Hundesport. Es muss daran gearbeitet werden, dass das aufhört.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Mondioring ist in Deutschland NICHT verboten! Es ist lediglich nicht anerkannt! Ich kann das also sehr wohl legal trainieren, werde aber in Deutschland einfach keine offiziellen Prüfungen laufen können!

    Mondioring ist sogar FCI anerkannt, aber du bekommst in D Probleme, wenn du so einen Verein gründen möchtest ;) .
    In Berlin gibt es einen Verein.
    Das Problem ist, dass die meisten Ordnungs- und Veterinärämter auf dem Standpunkt stehen, dass die Arbeit im Vollschutzanzug Zivilbeißen entspricht.
    Das ist zwar an den Haaren herbeigezogen, aber da die Arbeit auf Zivilschärfe in D verboten ist, hat man dann ein Problem. Wenn das Amt meint, dass das Arbeit "zum Nachteil des Menschen" ist, dann beweis das Gegenteil. Die Gutachten sind unbezahlbar, die Gerichtskosten immens und negative Gegengutachten werden zu Hauf angeführt. Lies dir mal das Schweizer VPG-Gutachten durch, dann wird dir schlecht. Hier schreibt ein qualifizierter Gutachter Dinge, die selbst interessierten Anfängern sauer aufstossen.

    LG
    das Schnauzermädel

    tagakm

    Ich bin sehr gelassen :D .
    Auch Cazcarra kennt mich aus Mails als geduldig und nicht beleidigt.
    Wir werden wohl nie ganz einer Meinung sein, aber wir verstehen und akzeptieren die Meinung des anderen.

    Dieser 2. Teil über Gebrauchshunde war ja nicht an Cazcarra gerichtet. Hier ist ein Familienhundeforum. Es wird schon kaum verstanden, dass ein Züchter einen zurückbehaltenen Hund abgibt, wenn er die Erwartungen nicht erfüllt. Dabei ist für den Hund ein Einzelplatz, wo er die Nr. 1 ist sicherlich nicht falsch und der Züchter kann weiterzüchten.
    Wenn nun Gebrauchshunde auch tatsächlich Gebrauchshundeeigenschaften beweisen sollen, dann wird das hier auf wenig Gegenliebe stossen. Das ist mir bewusst. Und die Reaktionen kommen mit Sicherheit.
    Die einzige Möglichkeit wäre solche Themen nur noch in den speziellen Gebrauchshundeforen zu diskutieren.

    LG
    das Schnauzermädel

    cazcarra

    Auf den Hundeplätzen werden heute noch durchaus viele Hunde für den Sicherheitsdienst gefunden. Für Behörden werden die Hunde nur sehr selten auf Hundeplätzen gefunden.
    Aber die Gebrauchshundezucht ist nur durch die "Jerdermanns" auf den Plätzen möglich. Die Züchter, die wirklich auf Gebrauchshundeigenschaften achten und regelmäßig an Behörden und Sportler verkaufen, wissen ganz genau, wie sich ihr Nachwuchs auf den verschiedenen Plätzen schlägt. Danach entscheiden sie, ob ein Rüde nochmal zum Decken im eigenen Zwinger eingesetzt wird oder ob mit dieser Hündin ein weiterer Wurf gezogen wird.
    Sie kennen auch ganz genau die Ergebnisse von der Nachzucht eines potenziellen Deckrüden mit verschiedenen Hündinnen.
    Füe Nichtsportler sieht es so aus, als ob eine Prüfung nur in die Leistungskarte eingetragen wird, aber du kannst dich mit deinem Hund nicht verstecken ;) . Wenn ich mit meinen Riesenschnauzern z.B. eine Prüfung im SV laufe, werden diese Ergebnisse natürlich an meinen Verein gemeldet und der veröffentlicht die. Somit sind sie jedem Züchter zugänglich.
    Wie soll man denn sonst Informationen über Triebstärke, die Fähigkeit zu schnellen Triebwechseln, die Reizschwelle, die Ausbildbarkeit und die Belastbarkeit bekommen?
    Ein Gebrauchshundezüchter verkauft seine Hunde bevorzugt wenigstens an Sportler, damit er die Nachzucht auch beurteilen kann. Denn auf der Couch wird der Hund zwar nicht unglücklich, aber es ist eben für den Züchter nicht aussagekräftig.
    Es ist so ähnlich wie bei der HD-Untersuchung. Der Züchter ist darauf angewiesen, dass der Käufer seinen Hund untersuchen lässt, auch wenn dieser den Hund weder außergewöhnlich belasten möchte noch selbst züchten. Aber nur über die Untersuchungsergebnisse der Nachzucht kann er beurteilen, ob eine Hündin einen weiteren Wurf haben sollte. Genau so fällt es bei diesem System auf, wenn die Nachkommen eines bestimmten Deckrüden vermehrt schlechte Hüften haben. Dann wird nicht nur dieser Rüde nicht mehr eingesetzt, sondern auch andere Hunde mit sehr ähnlichen Ahnentafeln werden gar nicht oder nur sehr vorsichtig eingesetzt.

    So und jetzt mal ganz allgemein:
    Ich weiß, ich werde gleich gesteinigt. Ich bekomme wahrscheinlich rote Bömmels und es ist hier wirklich das falsche Forum. Aber ich tue es trotzdem!

    Diensthundhaltende Behörden und Sicherheitsunternehmen brauchen leistungsstarke, belastbare Hunde. Jeder von uns ist froh über den guten Job, den die Vierbeiner dort für uns alle machen.
    Nur, wo sollen diese Hunde herkommen, wenn Gebrauchshunde nicht nach Gebrauchsfähigkeit selektiert werden? Vom Himmel fallen sie nicht!
    Ich bin weder der Meinung, dass man diese Hunde in Zwingern halten sollte, noch befürworte ich eine Ausbildung unter Schmerz und (Stark-)Zwang.
    Aber die Selektion über VPG funktioniert, sie ist im Vergleich zu anderen Ländern sehr hundefreundlich und interessanterweise haben die Länder mit den härteren Anforderungen die besseren Diensthunde ;) .
    Dass eine Zucht nach optischen Merkmalen ohne Überprüfung der Gebrauchshundeeigenschaften schnell zu einem hohen Anteil von Hunden führt, die "schön aber doof" sind, sieht man bei allen Gebrauchshunderassen.

    So und jetzt fallt über mich her.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Bei Mondioring wird kein Hund mit einem Stock geschlagen.....und es ist verboten ihm auf irgendeine andere Weise Schmerzen zuzufuegen!!

    Sorry, stimmt!

    Aber ich lebe hier im Westen Deutschlands, Mondio ist in D verboten und in den erreichbaren Nachbarländern ist Mondio nicht sonderlich gefragt, weil die Gebrauchshundeselektion über andere Prüfungen läuft. Da ist weder die Belastung durch Schläge gering, und das nicht mit einem Softstock, noch die sonstige Belastung. Denn Schüsse direkt neben dem Hund, Laubbläser oder Fantröten (ihr wisst schon, diese Spühdosen zum Krach machen im Stadion) oder Angriffe mit einem Wasserschlauch sind nicht zu verachtende Belastungen. Auch die Arbeitsdauer von 45 Minuten in der höchsten Klasse ist hart.
    Die köperliche Belastung bei den Sprüngen nicht zu vergessen, 1,20m Hürde, Weitsprung bis 4,50m und Kletterwand bis 2,30m ohne Abgang sind belastend.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wir haben ja immer einen Hund vom Züchter und einer ist Second-Hand ;) .
    Einmal kam ein Second-Hand-Hund aus dem TH. Nach dieser Erfahrung machen wir das nie wieder!
    Dieser Hund wurde vom TH als Fundhund deklariert. Das stimmte aber nur halb. Dieser Hund ist zwar gefunden worden, aber sein Vorbesitzer hatte sich durchaus gemeldet und wollte den Hund nicht wieder. Er hatte dort auch die Gründe angegeben und die Vorgeschichte des Hundes angegeben.
    Angeboten wurde der Hund als 3jähriger, unproblematischer Rüde, gut erzogen, gern zu Familie mit Kindern, stubenrein.
    Gewisse gesundheitliche Probleme wurden vom TH-Tierarzt als harmlos und behandelt dargestellt.
    Dieser Hund hat uns Probleme bereitet, von denen hätten wir nicht geträumt. Hätten wir seine Vorgeschichte gekannt, hätten wir von einer Übernahme zum besten aller Beteiligten abgesehen. Die behördliche Ausbildung eines Hundes auf Zivilschärfe zu verschweigen, halte ich für mehr als nur grob fahrlässig :motz: !
    Mein größter Dank geht bis heute an die örtliche Polizeihundestaffel, die uns sehr geholfen haben, diesen Hund sicher führen zu können!
    Und an unseren TA, der die Behandlung der angeblich geklärten Gesundheitsprobleme kompetent und zum Selbstkostenpreis übernommen hat. Manchmal musste er uns leider an Spezialisten weiterverweisen, das kostete innerhalb eines Jahres mal eben 7000,- DM. Bei einem Übernahmevertrag, der die Behandlung von bei der Übernahme bestehenden akuten Krankheiten durch den TH-Tierarzt vorsieht und ohne Folgekosten für den Besitzer ist das ein Witz!
    Seitdem haben wir unsere "Gebrauchten" von der Notvermittlungsliste des Vereins. Da waren oft auch sehr problematische Hunde dabei, aber wir wussten immer, worauf wir uns einlassen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Hallo!

    Nach allem was schon geschrieben wurde, versuche ich das jetzt mal aufzudröseln. So viel Zitieren kann ich einfach nicht :D .

    Also VPG-Sport dient bis heute zur Zuchtauswahl von Gebrauchshunden. Bei allen Gebrauchshundrassen, die Schönheits- und Leistungslinien haben, sieht man, dass die "Schönen" oftmals nicht mehr die gewünschte Leistung bringen können, sie bringen einfach die trieblichen Veranlagungen nicht mit, weil in der Zucht nicht darauf geachtet wurde. Das heißt nicht, dass es nicht sehr schöne leistungsfähige Hunde gibt. Die gibt es genauso wie es schlecht veranlagte Leistungshunde gibt. Aber die meisten Hunde sind dann eben doch eher schön als gebrauchsfähig.
    Zur Überprüfung der Gebrauchshundeeigenschaften gehört eben sowohl bei der normalen Prüfung, als auch bei der Körung, die Belastung des Hundes durch einen wenig nachgiebigen Helfer, der 2 Schläge setzt.
    Die Schläge mit dem Softstock sind nicht sonderlich schlimm, das kann gern jeder mal ausprobieren. Die Belastung des Hundes liegt nicht im Schmerz durch den Schlag, sondern erfolgt durch die Bewegungen des Helfers, der sich gegen den Hund stellt, sich leicht über ihn beugt und nicht nachgibt.
    Selbst Feddersen-Petersen hält einen ordentlich aufgebauten Schutzdienst unabdingbar zur Selektion von Gebrauchshunden.

    Und nun zum Mondio/Ring/KNPV: Das ist eine für den Hund deutlich belastendere Sportart. Abgesehen von den körperlichen Leistungen, die dem Hund abverlangt werden, muss der Hund dabei einen Schlag mit einem Bambusstock VOR dem Anbiss ertragen, die Stöcke zerplittern meist unter der Wucht des Schlages.
    Der durchschnittliche deutsche Gebrauchshund schafft evtl., wenn er sehr gut ist die PH1, Hunde, die mehr erreichen, sind eine große Ausnahme.
    Hoer mal die Prüfungsordnung: http://www.phv-de-huifkar.de/html/reglement_fur_ph_1.html
    Und die Ausbildungsmethoden sind auch nicht besser. Ich wohne grenznah und fahre zum Training oft mal rüber. Es gibt hier wie dort sehr gute Hundeleute und leider schlechte.

    LG
    das Schnauzermädel