Beiträge von schnauzermädel

    Wobei "vom Hund verfolgt werden" doch auch immer sehr unterschiedlich zu betrachten ist.

    Ich gehe jetzt mal von unseren aus.
    Die sind meist da, wo wir auch sind. Das passiert ganz unauffällig, sie rennen nicht offensichtlich hinterher, sie liegen einige Minuten später einfach auch irgendwo im neuen Zimmer.
    Trotzdem kann ich eben Kaffee machen gehen oder die Post reinholen und keiner bewegt sich.
    Und in den Hunden bekannten "Es passiert jetzt garantiert nichts Tolles Zeiten" liegen die Herrschaften auch komplett im Haus verteilt und ich muss rufen oder suchen, falls ich einen Hund sehen möchte.
    Sieht es allerdings nach Aufbruch oder Futter aus, dann habe ich ständige Anhängsel.

    LG
    das Schnauzermädel,
    das dafür gar nichts macht. Es lässt die Hunde in der Wohnung einfach nur kommentarlos leben, wenn es nicht eingreifen muss oder etwas von den Hunden möchte. Es hat auch kein Problem damit, wenn Hund mal aktiv kuscheln kommt, wenn es grade passt :D

    Zitat


    Sorry, aber diese Sichtweise scheint mir ein bisschen arg vermenschlichend. Man braucht nicht den nach Weltherrschaft strebenden, seine Feldzüge um 7 Ecken planenden Hund zu bemühen, um das Kontrollieren und Massregeln zu erklären. Hunde sind eigentlich sehr gradlinige Opportunisten; sie müssen nicht berechnend sein, um sich bietende Gelegenheiten zu nutzen und erfolgreiche Handlungen immer öfter auszuführen.

    Ich stimme dir zu, dass es an den viel zu oft fehlenden Grenzen liegt und an den Hemmungen, die viele Halter haben, einem Hund mal zu verdeutlichen, was gar nicht geht.

    Och, auch ein gut eingeordneter, problemloser Hund ist ein Opportunist.
    Ich plaudere aus dem aktuellen Nähkästchen von gestern Abend:
    Meine Hündin, die Betonung liegt auf MEINE, ist immer da, wo ich bin. Sie ist mein Schatten. Kuscheln mit anderen Familienmitgliedern möchte sie genauso wenig wie spazieren gehen. Wir könnten das ändern, aber für uns ist es ok.
    Mein "Prinzesschen" liegt also schlummernd in meinen Kniekehlen auf der Couch. Mein sagt, dass er nachher noch einmal runter muss und dann auch gleich die Hunde füttern könnte.
    Prinzesschen springt sofort auf, rast geradezu zum Mann, hüpft auf seine Couch und presst ihren Kopf in seine Halsbeuge :lachtot: . Das macht sie sonst nie.
    Ab jetzt wir der Mann von ihr ausdauernd belagert, die Austeilung des Futters will ja nicht verpasst werden :D .
    Als es dann so weit war, sprintete Madame nach unten und konnte ihr Essen kaum erwarten. Der Rüde meines Mannes verstand mal wieder gar nichts, den musste ich nach unten kommandieren, weil er keine Veranlassung hatte mitzugehen, abends geht man mit Frauchen, weil die einen raus lässt und füttert, Herrchen ist da uninteressant, der macht abends nie was.

    LG
    das Schnauzermädel

    Der Rohproteinwert an sich sagt dir leider nicht sehr viel über ein Futter.
    Es ist ein Wert, der in der Futteranalyse enthalten sein muss und umfasst alle Eiweißverbindungen in einem Futter. Er sagt aber leider nichts über die Verdaulichkeit der Proteine aus. Wenn ein Futter relativ viele federn enthält, dann steigt der Rohproteinwert deutlich, Federn haben über 80% Protein, leider ist es nicht verdaulich.
    Auch kann man daran nicht ablesen, ob die Proteine tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sind.

    Also bleibt einem nichts übrig, als aus dem Rohproteinwert und der Deklaration auf die Qualität des Futters zu schließen. Hohe Proteinwerte aus Fleisch vertragen gesunde Hunde recht gut, pflanzliche Proteine sind schwer verdaulich und müssen teilweise über die Niere ausgeschieden werden, das ist auf Dauer nicht so gut.
    Bei Fertigfutter weiß man eigentlich nie so genau, wie viele Proteine man eigentlich füttert, da man den verdaulichen Anteil nicht kennt. Bei einem minderwertigen Futter mit hohen Werten bekommt Hund meist deutlich weniger Proteine als bei einem Futter mit hochwertigen Zutaten und niedrigeren Werten. Dann hängt die Versorgung ja auch von der Futtermenge ab.
    Ich kenne einige DSH, die kommen mit 230g Orijen aus, das wären knapp 100g Rohprotein pro Tag. Die gleichen Hunde haben vorher mit RC kann 400g gefressen und ebenfalls knapp 100g Rohprotein bekommen.

    LG
    das Schnauzermädel

    So, einfach mal der Reihe nach:

    @Jocks.B
    Die BH ist realitätsfremd, sie ist einfach die Eingangsprüfung für zig Sportarten. Allerdings ist sie bei den meisten Sportarten völlig sinnfrei. Als Vorstufe zu VPG, Fährte und THS ist es ja noch ok, aber für Agi oder Obi braucht man das eigentlich nicht. Die Obi-Leute müssen Sachen zeigen, die sie hinterher umtrainieren oder gleich die Punkte verschenken, die Agi-Leute brauchen definitiv Gehorsam und Kontrolle, aber das kann man nach Schema nicht abprüfen...
    Als Grundlage für Familienhunde ist es nun auch nichts, das wäre der VHD-Hundeführerschein geeigneter, weil der zumindest etwas realitätsnäher ist.

    @Ati und Aron
    Leckerchen spucken hat den Vorteil, dass der Hund dir in Erwartung des Leckerchens immer ins Gesicht schaut, wenn du belohnst, dann leitet man den Blick nicht woanders hin, weil man nicht erst in den Taschen kramt und Hund sieht nicht, ob du etwas dabei hast.

    Wenn ein Hund gesund ist, dann macht ihm die Haltung auf Dauer nichts aus. Es wird ja langsam aufgebaut, also werden die Muskeln entsprechend trainiert. Außerdem läuft ein so geführter Hund ja nicht immer so ;) , es sind nur einige Minuten am Tag.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    hallo,
    ich danke euch für eure kommentare. das ganze ist mir schon klar. was mich nur nicht wirklich logisch vorkommt ist, dass das anschauen im training verlangt wird, aber in der prüfung ist es nicht zwingend erforderlich.
    ich stehe ja mehr auf entweder oder. ;)


    da können dann aber dir hf nicht dafür. liegt dann doch wohl eindeutig an der ausbildung, oder? :hust:

    gruß marion

    Klar liegts an der Ausbildung, aber hier liegen die Probleme oft auf beiden Seiten ;) .
    Wenn man die Leute zum Platz fahren lässt und dann nur 5-10 Minuten trainieren lässt, dann haben ganz viele schon direkt keine Lust mehr. Länger kann man aber nicht üben lassen, weil die Konzentration nicht reicht.
    Wenn man aber in der Gruppe üben lässt, dann bekommt man die Bewegungsabläufe beim Menschen nicht dauerhaft geändert, die Konzentration bei Mensch und Hund reicht nicht über die ganze Zeit.
    Und da hast du dann das Problem, weil entweder bietet der Platz es nicht als Einzelübung an oder es wird nicht angenommen...

    Ob der Hund guckt oder nicht, ändert bei vernünftigem Aufbau nichts an seiner Aufmerksamkeit. In einem Winkel kann der Hund sehr gut dem Bein folgen, das hat er auch im Blick, wenn er geradeaus schaut.
    Meist scheitert es ja an den grundlegenden Sachen, denn wie laufe ich einen Winkel, mit welchem Bein gehe ich an, wenn der Hund mit soll, mit welchem gehe ich an, wenn er nicht mit soll, wie mache ich eine Kehrtwendung so, dass es zum Hund passt, usw..

    LG
    das Schnauzermädel

    Kondesstreifengucker hat Fuchs schon Anfang der 90er gezeigt. Da dass aber erheblich aufwändiger in der Ausbildung ist, hat es sich so richtig erst nach den Erfolgen Anfang der 2000er verbreitet.

    Wobei gucken ja generell gar nicht übel ist. Jammervoll finde ich allerdings die Szenen, wo Hunde im SD bei den Transporten nach oben gucken :schockiert: . Wie kann man das nur so trainieren? :???:

    LG
    das Schnauzermädel

    Ganz einfach, weil es modern geworden ist :D .

    Irgendwann Ende der 80er fing das an, dass hochschauende Hunde gezeigt wurden, Knut Fuchs war da ganz vorne mit dabei.
    Diese Starter bildeten anders aus und zeigten präzisere Unterordnungen, dan Hochschauen wurde langsam aber sicher immer verbreiteter.
    Jetzt hat man für das Gucken eigentlich nur 2 Möglichkeiten, einerseits Hunde, die grade hochschauen, siehe hier: http://www.youtube.com/watch?v=RStJRtxdS4M&feature=related
    Andererseits gibt es die Variante, dass der Hund den Kopf nach rechts nimmt um zu gucken. http://www.youtube.com/watch?v=ogwxUVyVGJM

    So, die Variante mit dem Kopf grade hoch kann nicht jeder Hund vernünftig laufen, je nach Körperbau sieht das nicht gut aus. Und wenn der Hund dabei nicht frei durchtritt, sondern wirkt wie eine kreuzlahme Riesenameise, dann sind Punkte weg, dann heißt es nämlich unnatürliche Gangart. ;)
    Lässt man den Hund seitlich gucken, dann kann das zwar jeder, aber man riskiert einen vorprellenden oder schräg laufenden Hund.

    Da es insgesamt harmonischer wirkt, wenn Hund guckt, sollte man das ruhig üben.
    Wenn man aber deutliche Probleme an dieser Stelle hat, dann lässt man das eben.
    Der Hund muss schließlich nur freudig, sicher und auf Kniehöhe folgen, dabei hat er gerade zu laufen und zu sitzen. Von Hochschauen steht nirgends etwas ;) . Aufmerksam ist auch ein Hund, der einfach geradeaus schaut und auf jede Richtungsänderung sicher und schnell eingeht.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wobei mich jetzt auch wirklich mal interessieren würde, mit welcher Begründung "Nicht-Schauen" Punktabzug bringen sollte :???: ?

    Wenn ich jetzt von meinen beiden ausgehe, einer schaut und der andere nicht, aber die Punkte unterscheiden sich deshalb nicht.
    Obi ist ja nochmals anders, aber bei BH und VPG spielt das keine Rolle.

    LG
    das Schnauzermädel