Ehrlich gesagt keine Ahnung. Ich glaube ich hätte erst einmal angefangen wieder eine postive Beziehung zum Pferd aufzubauen. Der hat ja nun gemerkt: "Die wollen ständig etwas von mir was ich nicht will. Ich zeige deutlich an dass es mir nicht passt und es wird keine Rücksicht drauf genommen. Also muss ich drastischer werden um mich zu entziehen." Der weiß ja schon beim putzen gleich geht es wieder in die Halle usw wo es mir wieder keinen Spaß macht mit meinem Menschen zu arbeiten...
Also hätte ich erst einmal ganz viel Bodenarbeit und Spaziergänge am Halfter gemacht und viel gelobt. Und wenn es für Dinge sind die er gut ausführt, wie Hufe geben ohne ohne Mätzchen...
Bei respektlosem Verhalten gibt es natürlich Ärger, aber wie gesagt, dass Pferd sollte erst einmal merken dass man mit seinem Menschen eben Spaß hat. Dass dann viele tolle Dinge passieren und man dann halt auch mal hören muss wenn er einen im Round Pen noch mal eine Rounde in die andere Richtung schickt. Wirds gemacht, gibt es ebenfalls eine Belohnung usw. Je nach Situation eben durch Futter, Lob oder Spiel. (Bälle kicken usw)
Ich vermute einfach dass viele Pferde dann einfach schon deshalb cooperativer sind nicht immer gleich in den Machtkampf einsteigen....
Und dann eben am Ende langsam dass galoppieren aufbauen. Oft hat man ja im Gefühl dass das Tier keine Lust hat und gleich buckelt. Also erst mal nur eine halbe Runde und dann Jackpot....
Ich kenne mich da viel zu wenig mit aus.
Aber ich bin halt auch der Mensch der bei einem Hund an der Leinenpöbelei gezielt arbeiten würde in dem er ihn erst mal aus sehr weiter Entfernung am anderen Hund vorbei führt und vorher auch "schau mich an" geübt hat. Klappt das Alternativverhalten wird gelobt (mündlich, Spiel, Lecker), die Entfernung wird verringert...Und ist der Hund dann ein Charakter der gezielt versucht zu verarschen und zu manipuliert... (gestern ging die Entfernung, heute einfach mal keinen Bock), klar dann würde ich halt wie gesagt auch mal den Hund zurecht weisen. Aber ich würde halt nicht wie Cesar sofort die Leine um den Kehlkopf und rucken, treten/bzw laut Cesar mit dem Fuß nur berühren und "Tsch" meckern...
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Sorry, aber hier muss ich mal wirklich kurz einhaken. Denn das ist doch eine recht romantische Vorstellung ...
Spaziergänge am Halfter und der Bock zieht dich quer über die Straße, reißt sich los und rennt auf die nächste Autobahn?
Wie soll der Ärger aussehen bei respektlosem Verhalten? Du hast gesehen, wie Shadow den Hackl im Roundpen umgerannt wäre und wie lange es gedauert hat bis "der Ärger" das Pferd zum Weichen gebracht hat?
Was für tolle Dinge sollen denn für das Pferd passieren? Dass man es dann in Ruhe lässt und es wieder mit seiner Masche durch gekommen ist?
Halbe Runde und dann Jackpott? Wie sieht der Jackpott aus? Und das Pferd ist doch schon beim Angaloppieren gebuckelt, von einer halben Runde war der weit entfernt.
Man kann Hunde und Pferde nicht vergleichen. Ich denke nicht, dass man gewalttätig sein muss, um ein Pferd zu korrigieren, aber was wir im Beitrag gesehen haben, war einfach nur pure Konsequenz und Einschränkung vom Hackl. Ein klarer Weg. Alles andere ist doch einfach lebensgefährlich.
Versteh mich nicht falsch, ich meine es nicht böse. Aber ich glaube, wer mal mit einem 600kg Koloss gearbeitet hat, der durchaus Potential hat dich umzubringen, der sieht manches einfach etwas realistischer.