Beiträge von Bonadea

    naja um das zu wissen sollte man sich vielleicht doch einfach mal mit diesem Systhem auseinandersetzen.

    Mit welchem Systhem?

    Du hast puppyculture gesehen? Das ganze Programm?

    Generell wäre die Diskussion hier etwas einfacher wenn man sich einig wäre über welchen "puppyplan" man hier überhaupt diskutiert. Bis ich konkret puppyculture ins Spiel gebracht habe, gab es ja nicht mal konkrete Beispiele.

    Auch das Shapen ist nicht etwas, was sich Hund normalerweise einfallen lassen würde.Das war der Mensch, mit einem bestimmten Ziel, sich das zunutze zu machen in der Erziehung (was später sicher seine Berechtigung hat). Als Welpe soll der Hund aber auch selbstmotivierte Interessen und Fähigkeiten ausbilden und ihnen nachgehen können.
    So als Hund und nicht als Hund vom Mensch. Sich mit Eigenmotivation auseinandersetzen und nicht nur mit dem, wie er es dem Menschen recht machen kann. Das ist wichtig für das Selbstbewußtsein und die Fähigkeit Abschalten zu können.
    Wie schon geschrieben wurde ist das nämlich die Falle von zu viel Frühförderung beim Kind. Das wartet dann auf die Aufgabenstellung, auch wenn die Aufgabenstellung sogar: "Stelle dir eine Aufgabe" heißt. Ein Kind muß sich selber aktiv fördern dürfen.

    Du willst ernsthaft Kinder mit Welpen vergleichen?
    Und wo steht geschrieben, dass neben Shaping nicht auch eigenmotiviertes Verhalten gefördert und zugelassen wird? Wenn eine Shapingeinheit 2 Minuten dauert, willst du mir dann ernsthaft erzählen, dass der Welpe in den restlichen 23 Stunden und 58 Minuten eines Tages "auf Befehlsempfangsstellung" ist und sich fragt "ohje ohje, was will mein Mensch denn nur von mir?" .... sorry, aber das einfach Blödsinn. Meine Welpen haben sich auch genauso gut ohne mich beschäftigen können, im größten Trubel geschlafen oder miteinander gespielt und ich behaupte mal, dass keiner von denen ein Problem mit seinem Selbstbewusstsein hat, eher im Gegenteil.
    Im Gegensatz zu Welpen, die man aber "einfach sich selbst überlässt", haben sie schon eine gute Idee davon, dass es Spaß macht mit einem Menschen Dinge zu erleben und zu erkunden, sie werden kreativ und ermutigt Neues auszuprobieren. Ich kann da allen Ernstes nichts Schlimmes dran finden und denke, dass hier wieder viel überdramatisiert wird.
    Auch die Argumentation "das kann er ja später noch alles lernen" .... ja kann er? Muss er aber nicht. Und es schadet ihm nicht, manche Erfahrungen in einem dosierten Rahmen auch schon beim Züchter zu machen. Und nochmal, mit 8 Wochen ist ein Welpe immer noch ein Baby und weder "fertig ausgebildet" noch ein "Überhund" - der neue Besitzer kann da noch genauso viel "rumerziehen" und formen wie es ihm passt. Ein Welpe, der beim Züchter mal den Clicker kennenlegernt hat, wird jetzt beim neuen Besitzer keinen Knacks haben, wenn der das nicht weiter macht oder eher mit Stimme arbeitet.

    Ich frage mich ja echt, was für komische Vorstellungen hier existieren. Als würde man die Welpen alle einzeln in Boxen sperren und nur ganz gezielt für Stimulationsübungen und Training in ein steriles, wissenschaftliches Umfeld bringen xD

    Ich geb's auf. Ihr sprecht von gruselig, von festgetackerten Welpen auf Decken (bitte was????) und "gedrillten" Welpen, die niemanden anspringen dürfen?! Ja, man kann natürlich auch Dinge in was reininterpretieren, die hier nirgendwo stehen. Aber wenn man etwas aus Prinzip scheiße finden will, kann ich es auch nicht ändern.

    Muss auch gestehen, dass es echt null Sinn macht über Dinge zu diskutieren, über die einige hier wohl einfach auch nicht genug wissen (und auch nicht wissen wollen). Wer das Prinzip von Manding nicht versteht und nicht kennt sollte darüber auch nicht so abwertend urteilen. Zumal ich ja schon sagte, dass es nur ein WINZIGER Teil von puppculture ist.

    Deswegen ziehe ich mich jetzt zurück. Finde es echt schade, dass hier so viel verallgemeinert wird. Aber da fehlt mir auch irgendwie die Lust mich zu "rechtfertigen".

    Es kann ja jeder selbst entscheiden wo er kauft und von daher findet schon jeder Topf seinen Deckel und wird glücklich.


    Dann wünsche ich dir dafür möglichst viele 80 kg Hunde.
    Es gibt da so Einiges, was ich ätzender finde. Ein Welpe, der nicht unausgelassen sein darf, sondern in Befehlsempfangsstellung geht, gehört auch dazu. Ich teile die Meinung, daß so etwas nicht Aufgabe eines Züchters ist.

    Jepp. Meinen Beitrag eben nicht verstanden und auch nicht was das Prinzip von Manding ist (es ist nämlich das absolute Gegenteil von "Befehlsempfangsstellung").

    Ich kann nicht nachvollziehen, wie man @Bonadea absichtlich so falsch verstehen kann??!Sie sagt doch eben ganz klar, dass es nicht darum geht Welpen auf „Befehlsempfangsstellung“ zu trimmen. Was ein Quatsch, sorry.

    Und was jemand ätzend findet, darf man ja wohl noch selbst entscheiden. Ich finde es auch ziemlich ätzend von einem 30kg Hund angebombt zu werden, was ist das Problem?


    Danke!

    aber das ist doch nun wirklich nicht Aufgabe des Züchters. Da sind doch andere Dinger wie zum Beispiel die einfache Beishemmung wesentlich wichtiger. Keiner meiner Hunde hatte damit bei mir Proleme und die Würfe die ich mit aufgezogen haben kamen auch mit funktionierenden Zähnchen in die neuen Familien. Wer später nicht angehopst werden will kann das gerne seinem Hund beibringen aber das darf doch jeder selbst entscheiden.

    Wie gesagt eine normale Aufzucht, in der man sich mit den Welpen beschäftigt und ja da gehört auch spielen dazu, ist für mich das Optimum. Ich kenne leider Hunde aus so geplanten Aufzuchten, ähm ja. Ich habe sie nie als in sich ruhend und sonderlich selbsbewußt erlebt. Vielmehr als schnell gestresst, schnell am fiddlen und einfach nicht so wie ich mir einen Welpen wünschen würde. Un dann wird einem stolz von den Besitzern berichtet was die Zwerge denn schon alles kennengelernt haben als sie noch beim Züchter gewesen sind. Da gabs dann nicht nur Leinentrining ab der 6. Woche nein es musste Stadttraining dabei sein, irgendwelche tollen Wesentests, täglich Besuch von so wunderbar unterschiedlichen Menschen, ach der Fotograf wurde natürlich auch zum Welpenshooting besucht. Autofahren so oft es nur ging, usw... Nee das ist mir alles nix. Die sollen nur lernen zu lernen, mit neuen Situationen Angstfrei umgehen und auch dass man sich mal erschreckt und dann nachschauen geht was das war. Man rollt ihnen als Züchter damit den roten Teppich aus aber darauf laufen müssen sie da gemeinsam mit ihren neuen Menschen. Da braucht es keinen Puppyplan zu sondern nur ein normales Familienleben. Da surrt der Staubsauger, der fällt ab und an was runter, da wird auch mal hektisch hin und her geflitzt, da tobt man durch den Garten und man schläft wenn die Menschen gemütlich um den Tisch hocken. Es kommt ab und an mal Besuch und den nächsten Tag verschläft und verspielt man dann einfach wieder nur. Da lernen die mehr als durch das von Menschen regulierte Programm. Man beschäftigt sich ja mit den Zwergen, lässt sie in ihrem Tempo die Welt erkunden und die anderen Hunde der Familie erziehen ja in den letzten Wochen auch noch mit dran rum. Ab und an mal ein neues spannendes Spielzeug wie eine riesige Decke oder ein Laken auf der Wäscheleine, Klapperdosen an einem Baum, lange Seile zum Zergeln, ein sandkasten zum Buddeln, mal ein seltsames Gitterrost im weichen Gras und die Welpenwelt ist ziemlich perfekt.


    Naja, in der Hinsicht kann man ja aber auch einfach unterschiedlicher Auffassung sein. Ich denke das Thema Manding und der Rest, der dazu gehört ist eben eine Philosophie. Ich denke nicht, dass es den Welpen schadet oder es einen Nachteil für sie bedeutet.

    Und zum Rest was du schreibst - nichts anderes sage ich doch selbst. Es geht um Qualität, nicht um Quantität.
    Mag sein, dass es Leute gibt, die es übertreiben? Ich kenne tatsächlich keinen. Glaube aber auch, dass man mit "Überstimulation" natürlich auch schaden kann. Aber da sollte man als Züchter ja auch irgendwie ein Gefühl für seine Hunde haben.

    ABER vernünftig gemacht, kann man mit einem "Puppyplan" bzw. mit Protokollen wie von puppyculture durchaus positive Effekte bekommen. Man sollte sich halt nicht an irgendwas festbeißen, oder einen "Sozialisierungswettkampf" daraus kreieren. Ansonsten überwiegen für mich aber ganz klar die Vorteile, die man daraus ziehen kann.

    siehst du und genau sowas will ich eben nicht. Meine Hunde müssen frech und fordernd sein. Da kann ich ein braves Sitz oder einfach anstarren nicht gebrauchen, da will ich dass die Bude rockt und sie dürfen dabei gerne auch sehr pöbelig werden. Gehört für mich zu gemeinsamen Spiel das kann ich nämlich je nach Bedarf ritualisieren.

    Das eine schließt das andere ganz sicher nicht aus.

    Meine Shelties haben es nicht gelernt, weil es einfach total egal ist, wenn dich ein 5kg Sheltie anspringt und mir das persönlich tatsächlich auch nicht wichtig war - ich fördere dieses Verhalten sogar aus verschiedenen Gründen.

    Würde ich Labbis züchten, hätte ich vielleicht Ansätze davon ausprobiert. Finde nix ätzender, als wenn dich ein 30kg Köter anboxt ....

    Aber das meinte ich eben damit, dass man sich das rauspicken muss, was zu einem selbst und den Hunden bzw. der Rasse passt. Nur weil ich es selbst nicht mache, muss es nicht schlecht sein. Manding ist ja auch nur ein winziges Kapitel davon.

    Gerade der Alltag ist es doch so oft, der im Leben Probleme bereitet. Hunde, die dauernd kläffen, gestreßt sind, nicht gelernt haben, mit anderen Hunden umzugehen (zB einfach drauf zurennen etc.), den Fokus überall haben, nur nicht beim Hundeführer etc. Braucht man nur hier mal die erste Seite im Forum aufzublättern.... Aber Hauptsache, nen Sozialisierungsplan durchgezogen? Der Alltag beim Züchter sollte doch die Sozialisierung SEIN - warum dann noch ein solch detaillierter Plan?


    Muss hier nochmal kurz einhaken. Ich zitiere jetzt einen Teil deines Beitrages, ohne dich jetzt im Speziellen zu meinen. Aber generell frage ich mich ja über welchen Sozialisierungplan überhaupt gesprochen wird?! Hat hier jemand mal einen Beispielplan? Gibt es diese Pläne überhaupt? Und welcher Züchter macht das denn wirklich?

    Wenn ich eure Beiträge hier lese habe ich manchmal das Gefühl, dass ich unter Sozialisierung einfach was ganz anderes verstehe ... denn genau diese Dinge, die man doch in seinem Sozialisierungprogramm macht,sollen den Welpen doch zu einem offenen und stressresistenten Wesen verhelfen. Sozialisierung ist keine "Stundenplanbespaßung zum persönlichen Welpenentertainment", sondern sehr dosiertes Training und gezielte Stimulation. Und es ist ganz klar nicht das Ziel, dass der Hund am Ende ein hyperaktives Nervenbüdel ist (so wird es hier ja oft dargestellt.)

    Dazu nochmal ein Zitat von Killion

    Zitat


    I have heard breeders question whether high intelligence is desirable in puppies. They’re afraid the puppies will be too “busy” and difficult for average pet people to handle.


    The good news is that the ultimate benefit of the Enrichment Effect is increased emotional stability of the puppies. Better recovery from fear, less fear-based aggression, calmer, and quicker to learn basic “commands.” So the kind of intelligence that enrichment cultivates is compatible with an “easy to live with” kind of dog. In sum, the Enrichment Effect is a net plus for everyone, and every breeder and puppy owner should take advantage of it!


    Wie schon geschrieben, Qualität steht hier ganz klar über der Quantität. Es gibt sicher vereinzelt Züchter, die es auch mal übertreiben, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich da niemanden persönlich kenne?

    Und was man auch nicht vergessen darf - ein Züchter kann noch so viel Sozialisierung machen, der Hund ist 8 Wochen alt bei der Abgabe und ja ganz unabhängig von einem "Plan" erstmal ein Baby - so oder so kein "fertiger Hund". Der Züchter kann nur gewisse Tendenzen fördern oder an Schwächen arbeiten, aber auch keine "Wunder" bewirken. Aber alles was ich positiv beeinflussen kann, versuche ich als Züchter.


    PS: wenn hier mit irgendwelchen nicht allzu geläufigen Fachbegriffen um sich geworfen wird in Threads, dann wäre es nett, selbige auch dem Leser zu erklären - ich hab nämlich keine Lust, erstmal google bemühen zu müssen, um einen Beitrag zu verstehen - dere jeweilige Beitrag liest ich nämlich dann reichlich holprig ;-). Gemeint ist an dieser Stelle v.a. das Wort "Manding"...... Muß ja keine wissenschaftliche Abhandlung sein, aber ein erklärender Satz oder ne einfache Definition wäre echt nett ;-)

    Sorry ... das war keine Absicht. Glaub dafür gibt es gar kein deutsches Wort?
    Ganz oberflächlich gesagt .... die Welpen lernen ein Verhalten um nach Aufmerksamkeit zu fragen. Z.B. formt man ein "Sitz" und dieses bieten sie dann später automatisch an, anstatt eben einen wild anzupringen oder ähnliches. Praktisch als Prävention.