Hey,
ich würde mich gerne ein bisschen genauer mit den Shelties befassen und habe da ein paar Fragen.
Dass Shelties sehr bellfreudig sind, habe ich nun schon viel gelesen, zudem scheinen sie auch zu Hibbeligkeit oder gar 'Nervenschwäche' (wenig Impulskontrolle und Probleme mit der Verarbeitung von Reizen) zu neigen. Und das sind die Punkte die mich die letzten Jahre extrem abgeschreckt haben beim Sheltie, da mein Ersthund (Hüti-Terrier-Mix) sehr Nervenschwach, drinnen übertrieben melde freudig und draußen bei Reizen (Autos, Straßen, Hunde, Katzen, usw. Stress allgemein) sehr bell freudig war und das in äußerst lautem Tonfall, trotz seiner gerade mal 10kg, dass einem manchmal das Trommelfell schmerzte, und dabei ließ er sich leider auch nur schwer beruhigen, wenn er erst mal anfing zu kläffen...
Eigentlich bin ich mir sicher dass kein Sheltie, der aus einer guten Zucht kommt, so extrem drauf sein kann wie mein Ersthund, da diesem vermutlich auch viel Sozialisation als Welpe fehlte, aber dennoch bin ich da lieber vorsichtig nach dieser Erfahrung, da ich meinen Ersthund deshalb leider zu meinem Bruder abgeben musste, wo er weniger Stress hat und sein bellen niemanden stört.
Mein zweiter Hund ist übrigens auch gesprächig, er brummt, singt, jodelt und bellt, aber er ist dabei weniger laut, man hört eben, dass es kein Stress-kläffen ist und sich nur mitteilt oder mal übermütig ist und spielen will, was mich auch nicht stört.
Also was meint ihr zu dem Thema? Kommen eure Shelties gut mit alltäglichem Stress klar? Und wie ist ihr Bellverhalten draußen und drinnen?
Shelties sind bellfreudig. Manche mehr, manche weniger. Ich finde schon, dass man mit Erziehung sinnloses Gekläffe in Grenzen halten kann, aber sie sind eben schnell erregbar und machen das gern mit ihrer Stimme kund. Der Lautstärkepegel ist bei uns auch proportional mit der Anzahl der Shelties gestiegen. Als ich nur einen hatte, fand es es hier gar nicht laut. Mit vieren kämpfe ich jetzt aber doch häufiger ![]()
Zum Thema Reiz, auch das stimmt. Aber ich kenne einen Haufen Shelties, die wohnen total gechillt in der Innenstadt und Großstadt, gehen mit in die Uni oder sonst wohin und sind absolute Vorzeigehunde. Also nein, ich denke, das ist einfach Übungssache. Meine kommen überall mit hin und sind in der Regel nett und unauffällig (ausgenommen Hundeplatz). Sie werden halt nie so phlegmatisch wie ein Molosser reagieren, aber auch die können entspannt im Alltag mitlaufen.
ZitatDann würde ich gern wissen was die Unterschiede zwischen amerikanischem und britischen Shelties sind. Ist das ähnlich wie bei den Collies? Und gibt es da auch einen Wesensunterschied?
Die Amis sollen aussehen wie "kleine Collies", also substanzvoller. Die Briten sind meist "lieblicher" (zarter gebaut). Mittlerweile isnd die Linien so durchgemischt ...
Beispiel für einen "echten Ami"
McGee-Dez15-3.jpg
Beispiel für einen "echten Briten"
BOB.11.ExcellentChoiceStealTheScene.JPG
Man sagt den Amis ein stabileres Wesen und bessere Bewegung nach. Insgesamt gibt es aber beides in beiden Linien.
Zitat
Wie ist dass mit den Zuchtlinien bei Shelties, gibt es da Unterschiede, von netter Familienhund bis Agility-Sporthund?
Gibt es. Aber da es keine konkrete bzw. gewollte Selektion auf Leistung etc. gibt, ist auch hier alles durchgemischt und man braucht eigentlich etwas Glück und Wissen/Einblick in die Szene um zu da grobe Tendenzen absehen zu können.
ZitatUnd wie sieht es mit der täglichen Bewegung und Auslastung aus, was brauchen Shelties? Kommen sie auch mal mit ein paar Tagen Langeweile zurecht?
Shelties sagen niemals nein und sind für alles zu haben. Aber sie leben auch mal mit Spargrogramm ganz gut.
ZitatEigentlich hatte ich die letzten Jahre eher den Collie im Auge, aber das auch deshalb weil ich den Sheltie aus meiner Liste komplett gestrichen habe, nachdem mein Ersthund so war wie er war und ich das für keine gute Kombi hielt.
Nun, jetzt ist es anders gekommen... und irgendwann werde ich sicher wieder den Wunsch und die Möglichkeit zu einem Zweithund haben.
Ein Collie wäre ziemlich groß für meinen 6kg Chinese Crested Rüden und ich würde mir schon wünschen, dass die Hunde miteinander spielen können. So kam mir der Sheltie wieder in den Sinn.
Shelties sind einfach ganz ganz tolle und einfühlsame Gesellen, lustig, witzig und spritzig. ICH würde sie immer einem Collie vorziehen ;-) Aber das ist ganz klar Geschmackssache.
ZitatWas ich mir so Vorstelle für den nächsten Hund wäre, dass er zumindest etwas WTP hat aber nicht zu fordernd oder hibbelig (bzgl Impulskontrolle/Frustrationstoleranz) ist. Der Jagdtrieb sollte nicht ausgeprägt sein und er sollte gerne am Fahrrad mitlaufen. Er sollte Mietwohnungs-geeignet sein also kein übermotivierter Wächter.
Hin und wieder übe ich gerne Tricks oder mache apportier -Übungen, je mehr Motivation der Hund dabei hat, desto mehr Spaß habe ich auch dran^^.
Ansonsten ist es mir sehr wichtig, dass der Hund unkompliziert im Alltag mitläuft und ich ihn überall mit hin nehmen kann, wo es möglich ist.Ich würde mich über Antworten freuen und bedanke mich schon mal im voraus!
Sollte alles machbar sein mit einem Sheltie.
Meine jagen gar nicht.
Sie schlagen an, kommen aber auch wieder zu Ruhe.
Sie LIEBEN jede Art von Aktivität!
Sie sind und können überall dabei sein.