Alles anzeigenEs besteht sogar eine sehr große Chance
Kann aber erfahrungsgemäß bis zu 6 Monate dauern, bis sich gesunde Bakterienstämme im Darm gebildet haben. Geduld ist bei der Ernährungstherapie sehr wichtig
Gut gegen böse auszutauschen, geht nicht so einfach und die "bösen" Keime vollständig mit aggessiven Medis auszurotten, geht immer auf Kosten der gesamten Darmökologie.Typische Ursachen einer gestörten Darmflora ( heißt jetzt neu Mikrobiom) sind:
Behandlung mit Antibiotika
Einnahme von Säureblockern
Minderwertige Ernährung( zu viele raffinierte KH, zu viel tierisches Eiweiß, zu wenig Ballaststoffe)
Dauerstress ( ist bei den Auslandhunden nicht zu unterschätzen)Die Folgen einer solchen gestörten Darmflora sind:
Verdrängung von lebenswichtigen (guten) Bakterienstämen
Änderung des ph-Wertes
Immunologische Stoffwechselreaktionen
Fäulnis-und Gärprozesse, die zu einer vermehrten Bildung von toxischen stoffen führen ( z.B. Ammoniak)Die Hunde leiden unter Übelkeit, Sodbrennen, Bauchschmerzen-krämpfe, Blähungen u.a. Sie fressen Gras, Wurzeln und Erde, um den wenigen verbliebenen nützlichen Bakterienstämmen Nahrung zu geben oder eben auch spezielle (Bitter)Kräuter gegen die Übelkeit.
Ziel einer Ernährungstherapie:
Bildung neuer "guter" Bakterienstämme, um die potentiell krankmachenden Darmbakterien in Schach zu halten
Gezieltes "Aushungern" pathogener Keime
Unterstützung des Immunsystems
Stärkung der natürlichen Heil-und Regenerationsfähigkeit
Wie gesagt.......das geht mit ein wenig "know how" ( Ernährungskonzept.....keine "Diät")...... und natürlich Durchhaltevermögen.
Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen fördert oft schon die regelmäßige Gabe von Buttermilch die Bildung von neuen positiven Lebensgemeinschaften im Gedärm.
Muss also immer gar nicht so kompliziert sein
Kannst du mir da konkret ein paar Studien nennen, auf die du dich beziehst?