Sagt mal .... ein Tauhalsband in der Prüfung dürfte kein Problem sein, solange es kein Würger/Zugstopp ist, oder? ![]()
Beiträge von Bonadea
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Hundezucht ist nicht mehr mein Thema, aber sie war es einmal.
Für mich hätte es keinen Grund gegeben, die mit der Hündin verbundenen Kosten in die Kalkulation vom Welpepreis einzubeziehen. Warum?
Die Hündin hätte ich sowieso gehabt. Sie wurde für mich als mein Jagdhund angeschafft. Abstammung, gute Ausbildung, gesundheitliche Vorsorge , HD-Untersuchung und sorgfältige Haltung wären ohne Zucht keinen Cent (oder Pfennig) billiger gewesen. All diese Kosten erhöhten sich nur unwesentlich durch die Zucht.Lediglich die Kosten vor und während und nach der Trächtigkeit fallen ins Gewicht und sind bei einer gesunden Hündin überschaubar.
Bei einem Rüden wären die Kosten noch viel geringer gewesen, der Aufwand wäre gegen null gegangen.
Margarete
Wobei man das so auch nicht sagen kann.
Gerade für angehende Deckrüden gibt es bei einigen Rassen mittlerweile eine ganze Reihe von Dingen, die vorher zutun sind, bevor ein Rüde überhaupt die Chance hat zum Zug zu kommen.
Und ohne Unterstützung eines erfahrenen Züchters decken Jungrüden in Privathand bei meiner Rasse leider so gut wie nie.
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Ahhhhh, ok! Sorry, ja dann hatte ich dich wirklich absolut missverstanden!
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Ich halte es für normal, dass wenn ich von kosten für die Zucht spreche, dann auch die Hündin mit aufführe. Sorry, aber ich kann doch nicht rummosern das man die Abtrennung für den Welpenauslauf für 150 Euro nur ein mal anschafft, aber die Hündin darf dann auf ein mal nicht mit eingerechnet werden ? Entweder ich fange an von Kosten und Gewinn zu reden, dann bin ich nunmal im Betriebswirtschaftlichen Bereich oder halt auch nicht.
Wenn ich eine Hündin für die Zucht anschaffe, gehe ich anders an die Anschaffung heran als wenn ich den Hund nur für mich will. Mir ist das für meinen persönlichen Gebrauch egal, ob es die selbe Linienführung schon X mal gibt, so lange der Hund für mich taugt... usw.
Mal davon abgesehen, dass immer das Risiko da ist das man an einem gewissen Punkt feststellt die Hündin eignet sich nicht. Im dümmsten Fall habe ich eine Top Hündin, habe Ausbildung, Körung, Untersuchung, Decktaxe bezahlt und dann nimmt sie nicht auf. Oder ich stelle irgendwann fest, der Hund erfüllt einfach nicht meinen persönlichen Anspruch an eine Zuchthündin (auch wenn das vielen „Familienzüchtern“ abwegig erscheint..). Gibt es auch garnicht so selten. Das ist genauso ein Risiko das ich mit einbeziehen muss, wenn ich einen Preis wirklich kalkuliere, wie das der nächste Wurf ein Kaiserschnitt mit zwei Welpen wird.
Ich denke das ist halt genau das Problem.
Was ist noch Hobby, was "beitriebswirtschaftlich"? Wann redet man noch von Hobbyzucht, und wann nicht?Ich kann nur für mich sagen, dass ICH eben keine Gewinnabzielung habe und für die Kalkulation des Preises käme es für mich nicht in Frage, die Hündin einzuberechnen. Die habe ich eh. Ob sie Welpen bekommt oder nicht. Ich habe meine Hunde primär erstmal für MICH. Alles was dann an Zucht dazu kommt ist sozusagen "on top".
Aber ich denke das sieht jeder anders.
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Ich denke halt, es kommt auch ein wenig auf das "Label" an, was sich ein Züchter selber gibt.
Ich kann halt nicht auf meine Homepage "Liebevoller Hobbyzüchter" schreiben, und dann minutiös jeden Cent vorrechnen, den ich bei der Hundehaltung ausgebe
Das wirkt irgendwie .... komisch. -
Kann man ehrlich die Anschaffungskosten für die Hündin (oder wie in einer verlinkten Auflistung z.B. die Kosten für die Welpengruppe der EIGENEN Hündin zwecks Sozialisierung blabla) als Kosten aufrechnen, die bei der Zucht entstehen?
Ich mein, diese Kosten hab ich doch ganz unabhängig von Zucht oder Nicht-Zucht...[...]
Nur dieser „Posten“ stört mich in so einer Auflistung ganz gewaltig. Da komm ich mir vergackeiert vor. Und es macht ein wenig den Eindruck, als möchte man sich damit für den Preis rechtfertigen.
Sehe ich auch so.EDIT: Aber ist sicher wieder eine Sache des Blickwinkels. Gibt ja Leute, die haben ihre Hunde wirklich nur wegen der Zucht.
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@Bonadea : vieles aus der Auflistung sind aber nur einmalige Kosten und die fallen nicht bei jedem Wurf an.
Ich finde zwar auch, daß ein guter Züchter gerne etwas verdienen darf, aber für einen "normalen" Rassehund (kein Exot) läge meine Schmerzgrenze bei ca. 800€.
Für einen TS Hund habe ich nie mehr als 300€ gezahlt.
Die anderen Hunde gab es als Bauernhofmischlinge geschenkt.Aber das ist wie mit den langen Öffnungszeiten- solange da jeder mitspielt, hört die Spirale nie auf.
Und wenn es Menschen gibt, die 2000€ und mehr für ihren Welpen zahlen wollen, werden auch andere auf den Zug aufspringen. (auch die schwarzen Schafe).
Denn es wird ja tatsächlich hingenommen.
Würden sich hingegen viele Welpenkäufer weigern, solche Mondpreise zu zahlen, würde es sich zeitnah wieder auf einem "normalen" Level einpegeln.
Ja, wenige Ausgaben sind einmalig, viele aber auch nicht.
Eine Hündin bleibt z.B. nicht ewig in der Zucht.
Einiges Zubehör muss vor dem nächsten Wurf ausgestauscht werden etc.Und wie ich erwähnte muss man eben auch bedenken, wie viele Welpen bekommt eine Hündin? Bleiben die alle gesund?
Alleine ein Kaiserschnitt und die komplette Rechnung geht nicht mehr auf.Aber wie gesagt, will mich da auch gar nicht rechtfertigen und habe nie behauptet, dass nix übrig bleibt.
Und TS-Hund und Züchterhund ist halt doch auch einfach noch ein Unterschied.
ABER - es kann ja auch wirklich JEDER selbst entscheiden WO und WAS er kauft. Es findet sicher jeder den passenden Deckel zum Topf.Für mich PERSÖNLICH wäre halt ab 1500 Schluss. Und manches ist aktuell schon wirklich befremdlich in der Preisentwicklung und auch mit Milchmädchenrechungen nicht mehr zu erklären.
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muss dir da zustimmen. Finde die Preisentwicklung bei meiner Rasse auch bedenklich. Allerdings habe ich bei 2000€ Anschaffungskosten und mindestens 1000€ Decktaxe bei durchschnittlich 3 Welpen (zusätzlich zu HD und ED Röntgen, Patellaluxationuntersuchung und jährlicher Augenuntersuchung) keine große Wahl, wenn ich nicht selbst ordentlich draufzahlen will. Zumal die Hinterhofzüchter inzwischen auch locker 1500€ verlangen.Keine Ahnung, wo sich das noch hin entwickelt
Ich kann das Dilemma schon ein Stück weit verstehen.
Dennoch ist es einfach ... nicht normal und in meinen Augen auch nicht gerechtfertigt.
Nun hast du eben noch eine recht seltene Rasse ... aber grad bei Spitzen, Ridgebacks und Co. - da fehlt mir jedes Verständnis. -
Weil ich das grad seh:
Pah! Mein Zwingernamenschutz war teurer! Pah!
Dafuer musste ich das Neuzuechterseminar nicht bezahlen.
Was kostet es bei euch mit dem Zwingernamen?
Ich hoffe euer Seminar ist besser, als unseres *hust* -
Habs gefunden ... weil doch hier jemand nach einer Kostenaufstellung fragte, ich kopiere es nochmal hier rüber. Witzig, dass wir das Thema vor genau einem Jahr auch hier hatten.
Alles anzeigenHeikles Thema
Ich muss sagen, ich habe ja noch nie verstanden warum Züchter immer damit argumentieren, es würde ja üüüüüberhaupt nichts übrig bleiben. Sorry ... das ist doch Quatsch. Man muss kein Mathegenie sein, um das auszurechnen. Ich fand es aber auch noch nie verwerflich, wenn ein Züchter mit einem kleinen Plus rausgeht. Wieso auch nicht.Dass die Preise beim Sheltie gestiegen sind, sehe ich auch. Habe vor 8 Jahren 900 bezahlt, für die andere dann 1000 und andere Züchter nehmen noch mehr.
Ich bin ja jetzt auch unter die Züchter gegangen und ich habe das Thema Zucht wirklich nie nie nie mit dem Gedanken "verbunden" Geld damit zu verdienen. Aktuell habe ich meinen ersten Wurf liegen und ich habe mich mit der Preisgestaltung für die Welpen extrem schwer getan. Aber wenn ich mir mal vor Augen führe was ich da bis jetzt alles investiert habe und was ich eben auhc "mehr" mache als andere ...
Ich nehme mal das Beispiel von Laurencia weil das bis auf kleine Abweichungen auch für uns passt:
Dazu jetzt die Ausstattung:
- Welpengitter 300 Euro
- Welpenbox 100 Euro
- PVC: 30 Euro
- Kunstrasen: 50 Euro
- Volierendraht: 20 Euro
- Näpfe/Spielzeug/Wackelbrett/Zubehör: 300 Euro
- Medikamente für die Hündin, Handtücher, Desinfektionsmittel, Nagelklipser, Thermometer, Waage, Inkontinenzunterlagen für die Wurfbox, mehrere Vetbeds, homöopathische Mittelchen fürs Gewissen, Calcium frubiase: locker 300-400 Euro
- Futter für Mama und Welpen (sicherlich an die 200-300 Euro, ich haben KEINEN Sponsor und fütter hochwertig)
- Zugang puppy culture 70 Euro
- Bücher usw. mal nicht eingerechnetDann alles was vor dem Decken kommt, 3x Progesterontest (für mich fast umsonst, da Tierarzt ...)
Fürs Decken incl. Flug und Bahnreise heim + Hotel 1000 Euro
2x Ultraschall + Röntgen in der Trächtigkeit, umsonst
Welpen entwurmen, chippen ... Peanuts, mache ich selbst
Augenuntersuchung bei Kollegen: für fünf Welpen 419 Euro! (freiwillig)
genetische Tests bei Laboklin 300 Euro (freiwillig)
2 Wurfabnahmen + Ahnentafeln 200 Euro
Welpenstarterpaket mit Geschirr, Leine, Futter, Kaukram, Spielzeug, Gutschein für Onlinekurs (gesponsert), CD mit Bildern ... 70 Euro pro Welpewegen unbezahltem Urlaub dann natürlich einfach mal ein Montasgehalt weniger
Im Grunde sind alle Dinge "einzeln" keine große Sache. Aber da summiert sich am Ende doch schon einiges. Hätte man jetzt einen Kaiserschnitt, oder tote Welpen oder nur 2-3 Welpen, bliebe da tatsächlich nichts mehr übrig.
Ich sehe es trotzdem so, dass es eben ein teures Hobby ist und es liegt mir komplett fern mich an den Welpen zu bereichern. Ich mache es mit Herzblut und mit Leib und Seele. Bei uns gibt es nun mal jeden Schnickschnack, die Welpen werden super geprägt, angeclickert und nach bestem Gewissen sozialisiert. Wenn andere das überflüssig finden - bitte, aber das ist etwas da würde ich nie "sparen" - schon gar nicht beim Sheltie.
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