Ich glaube schon, dass die Verantwortung beim Käufer, beim Züchter und dem Verband/Verein liegt. Es ist eine Kombination aus allen drei Säulen. Jeder Züchter war schließlich irgendwann erstmal ein ganz normaler "Käufer" - und DANN hat sich derjenige zum Züchter entwickelt. Das heißt, es gibt immer eine gewisse Motivation eine Rasse zu kaufen und zu besitzen.
In einer Zeit, wo die Informationen so einfach zu bekommen sind, sollte es also möglich sein sich über Qualzuchtmerkmale zu informieren und die richtigen Schlüsse für sich zu ziehen.
Leider lassen sich aber viele Leute schnell blenden und filtern ihre Informationen sehr selektiv. Hat man dann die 2000 Euro Tierarztrechnung auf dem Tresen und ist krank vor Sorge, weil der Bully bei der kleinsten Belastung kollabieren könnte - dann sucht man schnell jemanden dem man die Schuld für all das geben kann. Und das ist dann nur zu gerne der Züchter.
Nein - so einfach darf man es sich nicht machen. Ich gehe auch nicht zum Autohändler und kaufe ne runtergekommene Karre und glaub dem Verkäufer ungesehen, dass der "top in Schuss ist".
Auch beim Hundekauf darf man sein Hirn nicht vergessen!
Hinzu kommt das Verbandswesen und Vereinsstrukturen, die gefüllt sind mit langjährigen Züchtern, denen man sicher eine gewisse Betriebsblindheit zusprechen kann und die schon so lange im "System" feststecken, dass dort eben auch kein wahnsinniger Fortschritt erwartet werden kann. Zumal die wenigstens Züchter wirklich ein gutes genetisches Wissen besitzen. Das macht es nicht einfacher.
Davon abgesehen sind sehr, sehr viele Qualzuchtrassen auch "Trendrassen", die eben für den breiten Markt auch ohne Papier wahllos produziert werden. Sieht man ja an den Wurfzahlen vom VDH ... die wenigstens Bullies haben Papier. Und dennoch sind die genauso krank, wie die Verbandshunde.
Primär würde ich daher sagen - der Käufer ist in der Pflicht!