Ich erinnere nochmal an meine Frage mit der Borrelliose.
Borreliose ist relativ unwahrscheinlich der Grund für das Alles. Borreliose macht in Europa bei Hunden so gut wie keine nachweisbaren klinischen Manifestationen.
Ich erinnere nochmal an meine Frage mit der Borrelliose.
Borreliose ist relativ unwahrscheinlich der Grund für das Alles. Borreliose macht in Europa bei Hunden so gut wie keine nachweisbaren klinischen Manifestationen.
Wenn der HKT dauerhaft erhöht ist und eine Austrocknung ausgeschlossen werden kann, dann könnte es sich auch um Polyzythämie handeln (aber das kommt sehr selten vor und diese Diagnose ist nicht einfach zu stellen!)
Polyzythämie (Erythrozytose) beim Hund - Tiermedizin - Enke Verlag
Ich würde ja evtl. mal ein Lungenröntgen, eine Serum-Eiweißelektrophorese, ein visuelles Differenzialblutbild, CRP und Zeckenkrankheiten machen.
also vorausgesetzt, die Hunde werden alle wirklich gut versorgt, was ist daran verwerflich, Hunde gewerblich zu züchten und nicht nur "hobbymäßig"?
Naja. Das kann ja jeder machen wie er will.
ICH PERSÖNLICH finde es einfach nicht in Ordnung, dass eine Hündin jedes Jahr nen Wurf hat (und dann auch noch später abgegeben wird). Und es ist eben auch sehr fraglich welche "züchterischen Ziele" hinter so einem Konzept stehen, außer Gewinnmaximierung zu betreiben und möglichst viele Hunde auf den Markt zu werfen, damit man davon gut leben kann.
Ja, so stelle ich mir eine seriöse Zucht nicht vor. Aber das ist eben mein persönliches Empfinden. Heißt aber nicht, dass die Hunde schlecht versorgt sein müssen. Aber bei vier, oder sogar sechs Würfen gleichzeitig - da kann man ja nicht mehr viel drumherum machen, außer putzen und Interessenten versorgen. Nö, das käme für mich gar nicht Frage. Da bleibt einfach zu viel auf der Strecke.
In den Monaten Februar bis März sind alleine vier Würfe geplant. Das ist sicherlich unter gewerblicher Zucht zu verbuchen. Muss nicht heißen, dass es den Hunden schlecht geht ... aber klingt halt schon sehr nach Geldmaschine. Wer das rein aus Hobby macht, der hat nicht innerhalb von 8 Wochen vier Würfe liegen.
@Bonadea Spoiler, weil off topic
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Weißt du wie häufig die Blutbildungsprobleme bei Novalgin ungefähr wirklich vorkommen?
Erleb es in Ö aktuell als sehr häufig im Humanbereich verschrieben, kaum ein Klient, der es nicht nimmt und Tierarzt/Tierklinik bei uns empfiehlt es auch gefühlt für und gegen alles, Standardschmerzmedikament der Saison.Ich bin fast schräg angeschaut worden, als ich bzgl Bedarfsmedikation bei orthopädisch bedingten Schmerzzustanden wissen wollt, ob Metacam o.ä. auch sinnvoll wär und hab...man darf raten...Novalgin gekriegt.
Ich nutze Novalgin sowohl bei Tieren, als auch für mich selbst sehr gerne. Ich bin also kein "Novalgin-Kritiker"- aber es sollte niemals eine Dauermedikation sein und es sollte vor allem mit Bedacht eingesetzt werden. Anämiepatienten bekommen bei uns daher generell kein Novalgin. Und ja, es passiert nicht häufig, aber ich selbst kenne trotzdem Fälle, wo Novalgin eine Anämie z.B. verschlimmert hat. Oft kriegt man bei unklaren Fällen ja auch nicht wirklich raus, was der Auslöser war.
Im Grunde gilt das aber für jedes Medikament. Man sollte halt immer abwägen ob und was nötig ist. Ganz besonders im Hinblick auf Grunderkrankungen oder der Vorgeschichte eines Patienten.
Anämie ist ja leider ein sehr, sehr komplexes Thema. Ich glaube nicht, dass dir hier jemand über das Forum wirklich gute Tipps geben kann.
Bekommt sie aktuell noch Novalgin? Wenn ja, würde ich es auf jeden Fall absetzen, da es zur Schädigung der roten Blutzellen und Störung der Blutbildung führen kann. Hat sie noch blutigen Kotabsatz, oder Erbrechen?
Untersuchungen, die ich für wichtig halten würde:
- Totalprotein und große Blutchemie
- visuelles Differentialblutbild
- Retikulozyten (ganz wichtig!!!)
- Coombs-Test
- Infektionskrankheiten
- Thoraxröntgen + Sono Abdomen
und von da an würde ich mich weiterhangeln.
Im Grund ist es wichtig einmal zu klären ob sie eine regenerative oder eine nicht regenerative Form hat. Dies gibt Ausschluss über die Funktion des Knochenmarks (Ort der "Blutbildung", einfach gesagt).
Anämien können entstehen aufgrund von Blutungen, Sepsis/starken Entzündungen, immunmediierten Erkrankungen, Tumoren/paraneoplastisch, Reisekrankheiten/Infektionskrankheiten oder eben durch oxidative Schädigung z.B. durch bestimmte Medikamente (NSAIDs, Novalgin, Hormone), oder aber bei zu wenig EPO (Stichwort Nierenerkrankung).
Am Besten seid ihr bei einem Spezialisten oder einer guten Klinik aufgehoben. Alles Gute für deine Patientin!
Ich bin nicht schlagfertig genug für sowas! ![]()
Kommen die bei Euch auch öfter vor, in der Praxis beispielsweise?
Das Pärchen neulich bei uns beim TA war eins, was früher vielleicht eher zu etwas anderem tendiert hätte (allerdings hatte der "Cane Corso" derart dünne Pfötchen, dass ich ehrlich gesagt an der geäußerten Rasse nach Nachfrage meinerseits gezweifelt habe, auch die Ohren "stimmten" für mich nicht passend zur Rasse überein).L. G.
Najaaaaa, noch lange nicht so oft wie Frenchie, Labbi und Co. - aber ich sehe da schon einen Aufwärtstrend. Und entweder (Achtung Klischee und Schublade!) sind es die armen Tierschutzviecher oder "Kampfhunde" eines gewissen Klientels mit abgeschnittenen Ohren (die waren es auf jeden Fall noch vor ein paar Jahren fast auschließlich) - aber jetzt halt mehr im Kommen der "Schickimicki" Hund, der neben gut gekleideter Dame gut aussehen muss.