Beiträge von Bonadea

    wenn der Hund ordentlich gefüttert wird und das Futter auch gut verwertet (und nicht praktisch alles wieder hinten raus kommt, weil er eine Unverträglichkeit o.ä. hat), insgesamt einen zufriedenen und fitten Eindruck macht, dann würde ich persönlich auch auf einen recht dünnen Junghund nicht mit Gewalt etwas drauf füttern. Zumeist kommen die "runderen" Formen mit dem Erwachsenwerden von ganz alleine.

    Und ja, ich finde Amber auch recht dünn - aber, wenn die Gesamtumstände sonst passend sind, so wie du sagst, echt nichts, wo man dringend etwas machen muss.

    Das ist auch meine Einschätzung.

    Ich denke mit drei wird sie dann "perfekt" sein, was das Gewicht angeht.

    Das VDH-Siegel bringt dir aber leider beim Qualzuchtgeschehen gar nichts.

    Und witzig ist ja, dass die betreffenden Leute sich dort über Frenchies MIT Nase aufregen a la "Das ist irgendein Mischling, aber kein Frenchie!" "Ein echter Frenchie hat keine Nase" usw. usf.

    Und das mit einer Inbrunst und Arroganz ... und als Beweis dafür, dass die eigenen Hunde fit sind, dienen dann 12 Sekunden Videos wo man nen Frenchie nen Weg langlaufen sieht. Applaus! Ganz großes Kino!

    Definiert doch mal bitte gesundheitliche Folgen bei Untergewicht bei Hunden.

    Insgesamt sollte man sich einen Hund immer im Gesamtbild anschauen. Dazu zählt körperliche und mentale Verfassung, Struktur, Fell, Leistungsfähigkeit, Kondition.

    Ein FOTO sagt im Prinzip gar nichts. Ein dünner Hund kann a) wirklich zu dünn sein, weil er im Energiedefizit/Nährstoffdefizit lebt! oder aber b) genausogut ein stabiles Gewicht halten und mit Nährstoffbedarf und Energiebedarf in der Deckung sein.

    DÜNN sein schadet keinem Hund. Knochen zu sehen bei einem jungen, leistungsstarken Hund ist NICHT gesundheitsschädlich. Insbesondere Hunde, die im Leistungsbereich laufen profitieren von einer trockenen Struktur. Ob ein Hund im Defizit lebt sehe ich an der Haut, dem Fell, der Leistungsfähigkeit, der Muskulatur und ob er Gewichtsverlust zeigt.

    Es macht also keinen Sinn den Ernährungszustand (alleine) anhand eines Fotos zu beurteilen - man muss den Kontext betrachten. Sporthund/Zuchthund/Familienhund? Mentale und körperliche Belastung? Art des Futters und der Bewegung? Rasse und Anatomie?

    Die allerallermeisten Hunde sind nüchtern betrachtet zu dick. Bei sehr vielen Hunden könnte wirklich gut was runter. Aber deswegen kann man die Kirche trotzdem im Dorf lassen. Normalgewicht umfasst eine gewisse Spanne. Ein mittelgroßer Familienhund darf sich in einem Normalbereich bewegen, bei dem man nicht jede Rippe sehen muss. Im Prinzip sollte man a) eine Taille von oben erkennen können, b) bei leichtem (leicht!!!!!) Druck mit der flachen Hand am Brustkorb die Rippen fühlen.

    Ein Sporthund sollte so schlank wie möglich sein. Nur wenn die Konstitution passt, kann er entsprechend Leistung bringen UND gesundheitliche Folgeschäden so gering wie möglich halten. Man kann es Schlankheitswahn nennen, wenn man will - oder eben eine bewusste Einstellung zum Gewicht und der Verantwortung gegenüber unserer Hunde.

    Der ein oder andere Familienhund, der einmal Tag 30 Minuten vor die Tür kommt und davon 25 Minuten der Ballschleuder mit 10kg Übergewicht hinterherfetzt, dem täte etwas mehr davon gut - denn der ist mit 6 kaputt auf den Knochen und lebt mit Dauermedikation! (und nein, ich meine keinen in diesem Thema!!!).

    Und da es nicht nur schwarz und weiß gibt - ein Hund kann gesund und normalgewichtig sein ohne dass man zwangsläufig auf den Rippen Klavier spielen kann! Und das sollte man genauso akzeptieren und seine eigenen Maßstäbe nicht immer bei anderen ansetzen. Weil wie gesagt der "Nicht-Sporthund" einfach keiner so krassen Belastung ausgesetzt ist und deswegen mit einer kleinen Fettreserve keinen gesundheitlichen Nachteil hat (mit Fettreserve meine ich jetzt keine Fettpolster).

    Fakt ist aber einfach - je mehr Gewicht ein Hund mit sich rumschleppt, umso höher ist sein Risiko für Gelenkserkrankungen, frühes Altern, Herzerkrankungen, Diabetes ...

    Ein gutes Mittelmaß passt für den Durchschnittshund daher oft am Besten. Sporthunde/Gebrauchshunde/Jagdhunde/junge wachsende Hunde dürfen gern etwas knochiger sein.

    Also MIR ist das ja egal, wie jemand seinen Hund nennt. Verstehe die Aufregung nicht. Ihr könnt eure Hunde gerne Fanny nennen!

    Aber wie bei allen Namen, muss man eben damit leben, dass sie missverstanden oder falsch interpretiert werden könn(t)en. Darf man das jetzt hier nicht mehr sagen?! xD Dafür ist der Thread ja da. Wenn man damit selbst kein Problem hat, ist doch alles tutti.

    Die Muskelanlage verschiedener Rassen ist definitiv sehr unterschiedlich und sagt auch nicht immer viel übers "echte" Training aus.

    Manche Terrierressen und Windhunde sind auch ohne Training auffallend "muskulös", während viele Hütehunde immer recht "spiddelig" bleiben, trotz sehr gutem Trainingszustand.

    Das hat viel mit Genetik und ursprünglicher Anlage zutun. Gerade die Hütehunde, die leicht und ausdauernd sein sollten/müssen, die brauchen keine "unnötigen" Muskelpakete.

    Leider kann ich hier kein Foto meiner Shelties zeigen, da sieht man eh nix außer Fell :P

    Nochmal zur Klarstellung - NATÜRLICH kann ein Pudel seinen Kopf senken!

    Wenn du dich auf mich beziehst - ich wollte mich nicht in eure Diskussion einmischen, dafür habe ich nämlich deutlich zu wenig Ahnung ;)

    Ich wollte nur was beitragen, @frauchen07 hatte ja auch was in diese Richtung geschrieben, da wollte ich schauen, wie es bei meinem überhaupt aussieht. So richtig bewusst befasst habe ich mich nämlich damit nie.

    Alles gut, ich wollte nur nicht, dass jetzt hier eine Diskussion entbrennt und jeder Pudelhalter bezeugen muss, dass sein Pudel in der Lage ist seinen Kopf zu senken ;-)

    Hier soll es ja erstmal um das WESEN und den Pflegeaufwand gehen. Wäre schade, wenn das jetzt hier mega OT wird.