Beiträge von Bonadea

    Den hast du selbst gemacht?!

    Sieht wahnsinnig gut aus!

    Sorry, ich möchte den Thread nicht wieder komplett ins OT schubsen, aber ich möchte dann doch nochmal kurz Stellung zu etwas beziehen ....

    Was ist das für ein Sport, in dem man Hunde so extrem schlank halten muss, damit sie "unnatürliche Bewegungen" und Gelenk- und Muskelbelastungen im "kritischen Bereich" ein paar Jahre (wenn überhaupt) unbeschadet überstehen...

    Erinnert mich leidvoll an den Pferdesport. Da definiert sich der Mensch auch über die Leistung des Tieres.

    Wer redet hier von "maximal ein paar Jahre überstehen" - ich kenne sehr viele Sporthunde, die bis ins hohe Alter superfit und beweglich sind - darüber würde sich so manch 6jährige, 50kg Labratonne freuen, die ihre ersten vier Jahre ihres Lebens täglich 20mal der Ballschleuder nachgejagt ist und jetzt leider nur noch dauerhaft mit Schmerzmittel klarkommt.

    Und was meinst du mit "Was für ein Sport" - ich würde behaupten sehr viele Sportarten belasten den Hundekörper auf lange Sicht "unnatürlich". Kein Hund ist dafür gemacht minutenlang unter Spannung trabend am Bein zu kleben, oder merhmals die Woche Sprünge und enge Wendungen zu absolvieren.

    Sowas führt die Diskussion wirklich absurdum. Wenn man Hundesport scheiße findet, ist das so. Gehört aber nicht ins Thema. Hier ging es rein ums Gewicht. Fakt ist, ein optimal bemuskelter Hund mit wenig Gewicht, hat eine niedrigere Verletzungswahrscheinlichkeit und weniger Verschleiß. Das ist simple Physik.

    Daher sollte man auch jeden Fall für sich betrachten - ein "nur" Familienhund, der im Alltag mitläuft, normal Gassi geht und auch sonst normal gehalten wird, dem wird ein bisschen mehr Fettanteil nicht unbedingt nachhaltig schaden.

    Man sollte seinen eigenen Maßstab wie schon weiter vorne geschrieben eben nicht nur auf der Basis seines eigenen Hundes anlegen, sondern immer überlegen - passt Alter, Rasse und Nutzung zu dem, wie der Hund aussieht. Was für den einen Hund also noch ok ist, ist für den anderen vielleicht nicht mehr so optimal - egal in welche Richtung.

    Neee, mir gehts nicht um Sport oder Antisport.
    Aber man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.

    Wenn es um die Beurteilung des Ernährungszustandes/äußeren Erscheinungsbild geht, muss man einfach ein paar Punkte berücksichtigen:

    1) Alter

    2) Rasse

    3) Aktivitätslevel

    4) Nutzung/Einsatz des Hundes

    Es geht beim Thema Gewicht und bzgl. Belastung nicht rein um die Kalorien, sondern die manuelle Kraft/Belastung die auf den Körper wirkt. Dass ein Hund im "Ausdauersport" auch Kalorien verbrennt, hat denke ich, niemand bestritten.

    Dass die Belastung bei bestimmten Sportarten aber nochmal eine andere Hausnummer ist, darf man auch nicht ganz vergessen.

    Ich mache intensiv Agilty mit meinen Hunden, das ist ja kein Geheimnis - und glaubt mir, die Hunde leisten da einfach was ganz anderes. Das hat nichts mit "voll krass" zu tun, sondern mit der realistischen Einschätzung, was da an Leistung und Belastung des Körpers dahintersteckt. Braucht man sich nur mal Slowmotion Videos angucken und sich dann überlegen, was auf eine Hundeleben hochgerechnet da an Kompensation im Körper stattfinden muss.

    Wer einen im Alter möglichst gesunden Hund haben will, der unter einer solch körperlichen Belastung steht, der ist da eben besonders pingelig was Muskulatur und Gewicht, Physio und "Ausgleichsport" angeht.

    Himmel, was ist denn hier los?!

    Ich finde den Mali für sein Alter ok. Ja, ist dünn und sehr trocken aufgebaut - liegt aber auch an der Rasse und dem Alter. Klar paar Gramm mehr würden nicht schaden, vermutlich aber auch nix nützen - hätten also keinen großen Mehrwert, außer dass Leute ihn vielleicht optisch ansprechender finden. So lange der Hund fit ist und im Futter nicht "künstlich rationiert" wird, sehe ich kein Grund zur Besorgnis.

    Bzgl. Gewicht bei Sporthunden ... .

    Dass man Sporthunde einfach lieber dünner als dicker haben will, ist je nach Sport durchaus verständlich. Da geht es ja nicht rein um die Belastung am Stück einer Übung, also die Dauer, sondern die Häufigkeit und die einzelnen Spitzen und Kompensationen die der Körper bei entsprechenden Bewegungen leisten muss. Auf ein Leben hochgerechnet, kann da ein halbes Kilo zu viel oder zu wenig eben doch was ausmachen. Optimale Bemuskelung natürlich vorausgesetzt.

    Ich finde nicht, dass man Traben/Galoppieren geradeaus z.B. mit Sprüngen, Wendungen, harten Stopp and Go, das längere Halten einer "unnatürlichen Bewegung" (-> ausdrucksstarke Fußarbeit) oder in den Ärmel springen oder Apport von Wild/Gegenständen (Halswirbelsäule ....) bzgl. der Bealstung vergleichen kann.

    Natürlich muss/sollte ein Ausdauerläufer auch sportlich/dünn sein und er leistet auch ordentlich was. Aber die "Spitzenbelastung" ist eben nochmal eine ganz andere, da bestimmte Muskelgruppen und Gelenke gar nicht erst in einen "kritischen Bereich" kommen.

    Wenn wirklich alle Veganer wären: dann gibt’s halt diese gezüchteten Rassen nicht mehr. Ist ja nicht so, als würden diese irgendetwas Positives für das Ökosystem bewirken. Es sterben doch unendlich viele Tierarten aus, wieso sollen dann die paar wenigen Nutztiere wertvoller zu erhalten sein?

    Ähm. Da weiss man ja gar nicht, wo man anfangen soll. :???: Ernsthaft - solche Aussagen erschüttern mich.

    Wenn wir irgendwann mal wieder in einem rewildeten Europa mit Bären, Wisenten, Elchen und Co leben, würden wir tatsächlich vllt. auf Nutztiere verzichten können - momentan nehmen aber Tiere wie z. B. meine Hinterwälder Rinder, einer vom Aussterben bedrohten alten Nutztierrasse, aber auch vor allem Schafe in Sachen Artenvielfalt und Biodiversität die Position von grossen Pflanzenfressern ein.

    Du kannst gern mal hierherkommen, Dir Braunkehlchen, Steinschmätzer, seltene Schmetterlinge, Arnika und Bärwurz anschauen, die es hier nur deshalb gibt, weil diese Flächen von meinen Rindern extensiv beweidet werden. Das kann man nicht mit Mähen nachäffen - denn auf beweideten Flächen bleiben immer Blühpflanzen stehen, es gibt Dung, von dem zahlreiche Insekten leben und dieser Insektenreichtum ist wiederum wichtig für Amphibien und Vögel. Das alles gibt es auf Mähflächen so nicht - Schafe und extensive Rinderrassen sind zum Erhalt von Artenvielfalt unglaublich wichtig. Das zu ignorieren, wäre fatal.

    Aber redest du da nicht eher von erhaltenswerten alten Landtierrassen und nicht auf extremste Milch/ Fleischleistung hochgezüchtete Nutztiere?

    Nur mal ganz rein hypothetisch - wenn der Fleischkonsum in so einem Maße abnehmen würde, dass man wieder mit den alten "normalen" Rassen auf mehr Platz eine moderate Viehwirtschaft bestelligen könnte, dann wäre das ja schon echt ein Schritt.