Beiträge von Bonadea

    Ich habe auch ein Bild von heute Morgen. Leider steht sie etwas verkrampft, aber vielleicht kann man das ja trotzdem hernehmen zum gucken.

    Risenschnauzer, fast 2 Jahre :)

    Externer Inhalt abload.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Omg - was für ein süßes Mädel !!!

    Das ist ja mal ein sehr windschnittiger Schnauzer ♥

    Wo hab ich was von Steigerung der Angst geschrieben? Wieso steigere ich die Angst, wenn ich dem Hund etwas "Gutes" gebe, wenn er sich mit seiner Angst auseinandersetzt? Ziel ist doch nicht, dass der Hund mehr Angst hat als vorher, das wäre doch ziemlich witzlos an der Geschichte und dann wäre die Zielsetzung total daneben oder die Umsetzung eben stümperhaft.

    der klassische Angsthund wurde aus seinem Lebensumfeld entrissen, er wird in eine völlig neue Umgebung gesetzt, mit Menschen konfrontiert, er hat alle verloren, was vertraut war, und dann wird ihm auch noch die Sicherheit von regelmäßiger Nahrung genommen, nur weil er nicht in der Lage ist, sich sofort zu öffnen und weil der Mensch nicht in der Lage ist, mit dieser Thematik vernünftig umzugehen. Man wartet ja nicht, wenn man Ahnung hat, auf ein Wunder, aber bringt sicherlich den Hund nicht auch noch in die Not, kein sicheres Futter zu haben

    Wir sind immer noch bei "komplette Nahrung erarbeiten".

    Es geht auch nicht um wundersame Weise öffnen, sondern um einen tiergerechten und empathischen Umgang mit einem traumatisierten Lebenwesen.

    Ja. Du hast Recht. Das ist ganz furchtbar. Und man möchte ja auch nicht, dass so ein Hund eine fette Depression und Existenzangst bekommt, nur weil nicht pünktlich der Napf voll ist. Ne, das geht natürlich nicht.

    Tut mir leid, du liest ja überhaupt nicht was ich geschrieben habe. Ich bin dann jetzt auch hier raus. Ich kann deine Meinung durchaus so akzeptieren und so stehen lassen. Ich hab halt meine, also alles gut :ka:

    Wie gesagt, wenn es anders klappt, dann klappt das anders und ist dann ja auch besser. Da widerspreche ich nicht.

    Ich rede hier von Hunden, die unter Umständen aber sich halt wirklich gar nicht auf einen Menschen einlassen. Also wo man vielleicht Wochen oder Monate braucht, um erstmal sowas wie eine Verbindung aufzubauen. Und ja, da finde ich es legitim den Hund in eine gewisse Abhängigkeit zu bringen - das ist ja nur ein temporärer Zustand, keine Dauerlösung.

    Und für normale Welpen und Junghunde finde ich das System total banane. Keine Frage. Generell Futterentzug um mehr sportliche Leistung zu bekommen ... das finde ich wirklich tierschutzrelevant.

    Also nochmal - ich würde diese Maßnahme niemals "einfach so" einsetzen, noch als ersten Lösungsweg probieren. Mir geht es nur um ein theoretisches Gedanken-Konstrukt und ich würde es einfach nicht so kategorisch ablehnen.

    Aber wie schon weiter geschrieben, ist das eine sehr individuelle Einzelfallentscheidung und ich habe nicht geschrieben, dass ich das einfach unreflektiert anwenden würde. Aber ja, ausschließen würde ich es eben auch nicht.

    warum ist es bei einem Angsthund ok, daß er sein Futter ausschließlich über Leistung bekommt, aber bei allen anderen nicht?

    Der Lebenszustand, der am meisten Streß bedeutet - Angst - wird noch gesteigert? Ergibt für mich keinen Sinn sondern signalisiert für mich Hilflosigkeit von Seiten des Menschen

    Deine Argumentation ergibt für mich ebenfalls keinen Sinn.

    Wo hab ich was von Steigerung der Angst geschrieben? Wieso steigere ich die Angst, wenn ich dem Hund etwas "Gutes" gebe, wenn er sich mit seiner Angst auseinandersetzt? Ziel ist doch nicht, dass der Hund mehr Angst hat als vorher, das wäre doch ziemlich witzlos an der Geschichte und dann wäre die Zielsetzung total daneben oder die Umsetzung eben stümperhaft.

    Ziel ist es, dass der Hund aus einer gewissen Abhängigkeit heraus nicht mehr blind ins Schneckenhaus rennt, sondern über Futter und über das Bedürfnis nach Fressen Lernerfahrungen macht, die ihm helfen, die Angst abzustellen. Im Gegensatz zu uns Menschen, wird der Hund keine hochkomplexen Schlüsse ziehen a la "der Mensch erpresst mich, ich kriege nur Futter wenn ich dieses oder jenes tue, ich mag ihn nicht" ... sondern eher "ah, so komme ich ans Ziel und ups, ist ja auch irgendwie gar nicht so schlimm".

    Es versteht sich von selbst, dass wenn man über so ein System arbeitet, die "Aufgaben", die der Hund bewältigen muss, selbstverständlich so einfach sind, dass er sie auch bewältigen kann und man von da aus Schritt für Schritt weiter arbeitet.

    Und wieso das "ok" ist und bei anderen nicht?!

    Ich sagte doch bereits es wäre für mich persönlich eine Einzelfallentscheidung, die ich von einigen anderen Faktoren abhängig machen würde. Wenn es gute andere Wege gibt, würde ich die einschlagen. Wäre aber Futter ein Weg, über den man den man einen guten Zugang zum Hund bekommt, würde ich das wohl versuchen, anstatt Monate lang zu warten, bis sich der Hund auf wundersame Weise "selbst öffnet" und bis dahin weiter mit seiner Angst leben muss.

    Wenn der Hund sich vor Angst bepisst und kein Futter annimmt, dann würde ich das selbstverständlich NICHT machen. Ich würde ihn also weder verhungern lassen, noch ihm auf tierschutzrelevante Weise das Futter verweigern. Das ergibt doch keinen Sinn.

    Ziel ist ja nicht den Hund zu quälen oder Gott mit ihm zu spielen, sondern ihn zugänglich zu machen für gute Erfahrungen, die ihm helfen in seiner Umwelt besser klarzukommen. Und das ist auch der Grund, wieso ich keinen "Normalohund" so arbeiten würde, der eigentlich kein Problem hat, außer vielleicht gewisse Erziehungsprobleme, die sich mit "normalen" Training und Arbeit beheben lassen.

    Moralisch gesehen kann man da jetzt alles Mögliche reininterpretieren, wenn man das möchte. Ich sehe das Ganze eben nicht so schwarz/weiß.

    Aber ganz ehrlich ... so rein kategorisch ausschließen würde ich es jetzt in dem rein hypothetischen Fall eines ultra-ultra-selbstständigen oder ängstlichen Hundes - zu dem man wirklich keinen Zugang erhält - nicht. Naütlrich nicht als Dauerlösung, sondern halt temporär. Also in wirklich, richtig krassen Härtefällen. Aber nicht bei nem Ottonormaljunghund im Training, bei Sporthunden oder bei Hunden, die halt einfach ihren Hundeführer wegen mangelnder Kompetenz nicht für voll nehmen.

    also gerade bei den richtig krassen Angsthunden würde ich niemals auf die Idee kommen, Futter nur gegen Leistung. Evtl verhungert der Hund einfach.

    Denn gerade bei diesen Hunden sind stabile und feste Grundsäulen im Leben ein absolutes Muß in jeder weiteren Zusammenarbeit, die dem Hund helfen, ein unbeschwertes Leben in Zukunft führen zu können.

    Den Zugang zum Angsthund findet man über die Berechenbarkeit, über die Fähigkeit, die Signale des Hundes zu verstehen, ihm zu zeigen, daß sie respektiert werden und mit dem Bieten eines Lebensumfeldes, das Sicherheit garantiert. Und dazu gehört der zuverlässig gefüllte Napf zusammen mit alltäglichen Routinen.

    Natürlich würde ich den Hund jämmerlich verhungern lassen und jede stabile Grundsäule in seinem Leben erschüttern *ironie*

    Und Futter "erarbeiten" lassen beim Angsthund bedeutet für mich nicht, dass er das Alphabet vor und rückwärts runtersagen muss, bevor er was zu fressen bekommt - sondern dass er sich unter Umständen dosiert und mit der entsprechenden Rücksicht auf das, was er zu der aktuellen Stunde "mental" auch leisten KANN, auseindersetzen muss.

    Aber wie schon weiter geschrieben, ist das eine sehr individuelle Einzelfallentscheidung und ich habe nicht geschrieben, dass ich das einfach unreflektiert anwenden würde. Aber ja, ausschließen würde ich es eben auch nicht.

    Aber ganz ehrlich ... so rein kategorisch ausschließen würde ich es jetzt in dem rein hypothetischen Fall eines ultra-ultra-selbstständigen oder ängstlichen Hundes - zu dem man wirklich keinen Zugang erhält - nicht. Naütlrich nicht als Dauerlösung, sondern halt temporär.

    Warum ausgerechnet bei einem ängstlichen Hund? Warum dessen eh schon grosse Existenznot noch massiv verstärken? Bei einem ultraselbständigen Sturkopp kann ich es ansatzweise noch nachvollziehen, aber einen angstschlotternden oder angststarren Hund mit "Friss oder stirb!" zusätzlich noch unter Druck zu setzen und weiter zu verängstigen - das verstehe ich wirklich nicht!

    Ist schon schwer, dass so allgemein zu diskutieren.

    Grad bei Angsthunden müsste man ja klären was für eine Angst. Und auch gucken ob der Hund unter Angst überhaupt frisst.

    Wenn Futter ein Weg ist, um den Hund für einen Lernerfolg oder einer "positiven" Erfahrung zugänglich zu machen, würde ich den Weg gehen. Und natürlich bringt man den Hund damit in eine Abhängigkeit am Anfang. Ist ja auch irgendwie Sinn der Sache.

    Der Hund bewertet ja auch nicht, ob wir ihn nun "unter Druck" gesetzt haben. Angst hat er eh schon ... keine Ahnung, vielleicht sehe ich das auch zu "hart". Ich sag auch nicht, dass ich es 'einfach so' unreflektiert einsetzen würde, sondern nur, dass ich es je nach Hund und Situation auch nicht kategorisch ablehnen würde.