Beiträge von Bonadea

    Und am Ende: ich weiß, dass vielen das vollkommen egal ist, aber WENN es auch menschlich passt und der Rest eben auch stimmt, dann lass ein bisschen den Bauch entscheiden. Denn es ist viel wert, wenn man als Ersthundehalter einen kompetenten Züchter an der Seite hat, der einem auch nach der Abgabe noch unterstützt und bei Problemen hilft. Da ist es schon hilfreich, wenn auch die Sympathie passt.

    Entschuldige, wenn 6 Jahre Studium der Veterinärmedizin inkl. mind. 2 Semester Ethologie, 6 Jahre Berufserfahrung als praktische Tierärztin und über 10 Jahre Hundehaltung und Training von reizempfänglichen Hütehunden (Shelties und Border Collies) für dich nicht ausreichend qualifiziert sind, um hier eine sachliche und wertneutrale Meinung schreiben zu dürfen.

    Noch eine Anmerkung - wir reden hier nicht nur von Stress. Wir reden von Stereotypien!

    Zwanghaftes Verhalten. Man kann zwanghaftes Verhalten nicht einfach so abstellen. Und man sollte auf jeden Fall eine vernünftige Strategie haben. Denn manche Dinge kann man besser beeinflussen als andere. Wenn sie irgendwann anfängt sich vor lauter Stress selbst aufzufressen, dann hilft irgendwann auch keine Box oder Leine mehr!

    Bitte versteht mich nicht falsch. Es liegt mir total fern die TE zu verunsichern! Ich möchte auch die Trainerin nicht kritisieren. Ich kenne sie nicht, ich kenne die TE nicht, ich kenne Yuna nicht!

    Auf jeden Fall sollte die TE in erster Linie ihrer Trainerin vertrauen und alles mit ihr absprechen und auf keinen Fall irgendwas in "Eigenregie" ändern. Diese Intention sollen meine Beiträge auf KEINEN Fall haben.

    Aber das ist hier ja immer noch ein öffentliches Forum und sie hat um Meinungen gefragt. Ich teile meine Meinung völlig wertfrei. Vielleicht ist sie hilfreich, vielleicht auch nicht.

    Wie gut die Trainerin ist, können wir halt auch nicht beurteilen.

    Bachblüten?! :roll:

    Egal welchen Weg du gehst, ich wünsche dir viel Durchhaltevermögen. Einfach wird es nicht, egal welchen Pfad du einschlägst. Und es gibt immer mehrere Wege nach Rom. Es ist wirklich schön zu lesen, dass du dir die Worte zu Herzen genommen hast und nun etwas ändern willst. Dein Hund wird es dir auf jeden Fall danken!

    Im Prinzip stimme ich der Allgemeinheit zu, dass euch effekttiv vermutlich nur ein sehr erfahrener Trainer helfen kann und du auf jeden Fall auch immer auf den Rat deiner Trainerin hören solltest, wenn du ihr vertraust.

    Spoiler anzeigen

    - Vorsicht, persönliche (!) Meinung, keine Trainingsempfehlung -

    Was mich an der "Reset-Theorie" stört, ist die Tatsache, dass man Yuna nicht in 10 Tagen "entsüchtigen" kann. Man kann auch nicht den Stress und die Hormone durch Wohnungsknast einfach so abbauen. Genau das ist doch das Problem bei Stereotypien und diesem Verhalten. Sie findet andere Wege - dann eben in der Wohnung - um sich einen Rausch zu holen. Ob sie nun anfängt Schatten an der Wand zu jagen, Fliegen zu fixieren, sich selbst im Kreis zu drehen, sich die Beine aufleckt oder sonst was tut - Das Entfernen von Bewegung holt den Hund nicht auf ein wundersames Null-Level mit dem man dann plötzlich die Probleme gelöst hat und wieder einen "sauberen" Hund im Training hat.

    4x 10 Minuten sind auch für einen normalen Hund einfach zu wenig. Das von einem Bewegungsjunkie zu fordern finde ICH ... echt enorm.

    Man sollte auch nicht mit der Vorstellung spielen, dass die Bewegungsrunden den Anpruch eines komplett reizfreien/triggerlosen und total entspannten Gassis haben müssen.

    Viel mehr geht es darum einen Ausgleich zu schaffen, wo man unter einigermaßen kontrollierten Bedingungen zwanghaftes Verhalten unterbindet (also blinde Rennerei, Beutespiele) und bei denen man die Trigger so gut es geht eben reduziert.

    Nennt mich naiv, aber ich glaub nicht, dass Yuna nach 10 Tagen Boxenknast plötzlich rauschfrei ist oder sie durch diese Maßnahme plötzlich besonders zugänglich fürs Training wird.