Beiträge von Bonadea

    Das sieht doch schon richtig prima aus!

    Und wie ich finde, ein sehr harmonischer Junghund! :)

    Die Front sieht steil aus und die Hinterhand leicht überwinkelt. Vorbrust fehlt und Brustkorbtiefe fehlt - aber das sind Dinge, die sich eben erst entwickeln müssen. Aktuell eine lange Lende, eine sehr gerade Kruppenpartie, EVTL ein etwas langer Oberarm und ein laaanger Hals!

    Wäre interessant einen Vergleich später mit 12 Monaten anzuschauen.

    Wenn beim Abtasten keine Fraktur festgestellt wird (also eine richtige Fraktur sollte man definitiv palpieren können!), dann ist das Vorgehen mit Schmerzmittel und Ruhighalten doch vernünftig.

    NSAID lindern nicht nur den Schmerz, sondern wirken auch entzündungshemmend.

    Ruhighaltung ist ein Muss und liegt in der Verantwortung des Besitzers! Deswegen sollte man aber nicht aufs Schmerzmittel verzichten.

    Tritt unter Ruhighaltung und Schmerzmittel nicht innterhalb von 1-2 Tagen eine sehr deutliche Verbesserung ein, dann wäre das für mich eine Indikation für Röntgenaufnahmen (in Narkose).

    Und nur wegen einer Prellung würde ICH (meine persönliche Meinung) auch nicht unbedingt gleich eine Narkose bei so einem Zwerg riskieren.

    Einfach ein bisschen mit Sinn und Verstand.

    Naja, das Problem beim Insulinom ist ja, es wird dauerhaft Insulin produziert von Tumorzellen, die nicht mehr richtig reguliert werden.

    Das heißt, wenn trotz deiner Glukosegabe, die Glukose im Blut auf 33 sinkt und das Insulin weiter hoch ist, ist das eigentlich schon pathologisch.

    Natürlich schüttet der Körper bei Glukosegabe Insulin auch physiologisch aus. Aber in einem gesunden Körper gibt es eine entsprechende Gegenregulation, die das Insulin hemmt, wenn die Glukose im Blut zu niedrig ist. Sozusagen ein Schutzmechanismus.

    Wie sind denn die Zuckerwerte eures Hundes, wenn er keine Krise hat? Immer normal? Oder auch eher am unteren Limit?

    Also aufschneiden würde ich auf keinen Fall, so lange man nicht sicher sagen kann ob da überhaupt was am Pankreas ist.

    Evtl. könnte man beim Endokrinologen nochmal fragen ob man diese speziellen Wachstumsfaktoren und ILF Geschichte testen kann? Da bin ich nicht so im Thema.

    Ansonsten muss man sich leider manchmal wirklich mit unbefriedigenden Ergebnissen zurecht finden. Es gibt ja auch manche Stoffwechselerkrankungen/Störungen, die einfach noch nicht ausreichend erforscht sind oder einzelne Mutationen.

    Stress würde ja dazu passen, dass die letzte Krise bei dem Eingriff entstanden ist.

    Das klingt in der Tat ungewöhnlich.

    Seid ihr bei einem Endokrinologen?

    Mögliche Differentialdiagnosen zur Hypoglykämie:

    http://www.vet-endokrinologie.de/hund/gastroint…2d-7ea71aade126

    Zitat
    • Differentialdiagnosen einer Hypoglykämie
      • erhöhte Insulin-Produktion: Insulinom, Insulin- oder insulin-like factor (ILF)-produzierender extrapankreatischer Tumor
      • verminderte Glukose-Produktion: Hypoadrenokortizismus, Leberinsuffizienz, Zwergrassen, Neonaten, portosystemischer shunt, Wachstumshormon-Mangel
      • erhöhter Glukose-Verbrauch: Sepsis, extreme Belastung, Krämpfe, langes Stehenlassen der Blutprobe vor dem Abzentrifugieren, Polyzythämie

    Bei einem Insulinom misst man im Blut einen extrem niedrigen Blutzucker (ich meine unter 60mg/dl) und ein ein hohes Insulin (muss gefroreren weggeschickt werden). Man braucht auf jeden Fall beide Werte und sie sollten auch zur gleichen Zeit gemessen werden, damit man ein aussagekräftiges Ergebnis bekommt.

    Im Schall kann man manchmal Massen im Pankreas sehen. Ansonsten CT mit speziellem Kontrastmittel/Angiographie.

    Behandlung ist sehr schwierig. Entweder OP oder Versuch mit Medis. Meine Patienten wurden bisher alle konservativ behandelt. Alle hatten nach Diagnosestellung höchstens noch ein paar Wochen, bevor man sie euthanasieren musste.


    Morbus Addison wurde bereits ausgeschlossen?