Zitat
Welchen Stress, der NICHT erzieherisch beeinflussbar ist, hat jetzt der 08/15-Haushund-Rüde???
Hm, ich halte es für nicht erzieherisch beeinflussbar welche Wirkung gechipte und teils auch kastrierte Rüden auf meinen intakten Rüden haben (dass ihn läufige Hündinnen aus dem Konzept bringen könnte ich ja noch nachvollziehen). Der läuft (und das können ein paar Forenuser bestätigen) auch über Stunden hinweg im perfekten Gleichschritt neben seinen Flirts her. Er würde auch besteigen, DAS kann ich allerdings erzieherisch beeinflussen. Aber ich kann nichts dagegen machen dass er total gestresst neben anderen Rüden herhimmelt und tagelang total durch den Wind ist. Und das bei jeder einzelnen Begegnung. Es wirkt sich außerdem auch auf seine Gesundheit aus. Vergrößerte Prostata, Probleme beim Urinieren und Koten, Entzündungen der Harnwege weil er sich nur tröpfchenweise entleert - ja, das extreme Markierverhalten konnte ich bisher nicht unter Kontrolle bringen. Ich kann ihn jederzeit vom Markieren abhalten mit Kommando. Aber das Kommando muss ich dann jede halbe Minute geben, denn so oft würde er mindestens markieren/markiert er mindestens. Und das seit fast drei Jahren, angefangen hat er damit nämlich im zarten Alter von drei Monaten... Wenn ich ihn beim Markieren konsequent blocke/ abbreche/was auch immer hab ich beim Gassi nach ner halben Stunde einen Hund der mit hängenden Ohren nebenher trabt, aber trotzdem weiterhin versucht zu markieren.
Wenn eine läufige Hündin in der Nähe ist (und wir haben hier viele intakte Hündinnen) schürft er sich regelmäßig die Schnauze am Asphalt blutig weil er so geil ist (kann man gar nicht anders sagen, so ist es einfach).
Mein Hund lebt seit einem Monat fast nur noch im Garten, weil sämtliche Hündinnen gerade menstruieren und ihm die Birne durchknallt sobald er den Garten verlässt. Und nein, er läuft mir nicht weg wenn er eine Spur von läufigen Hündinnen oder gechipten Rüden in der Nase habe. Auch das kann ich erzieherisch beeinflußen. Aber ich kann nicht beeinflußen dass er Stress hat und unglücklich ist weil er so gern würde was ich definitiv nicht zulassen werde ;-)
Wenn er keine körperlichen Beschwerden hätte würde ich ihn vermutlich trotzdem intakt lassen. Aber ich gebe zu: ich hoffe sehr dass er nach der Kastration diesbezüglich entspannter wird - weil es für ihn definitiv schöner wäre.