Beiträge von Biomais

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    Also mein "halber" Beagle verhält sich seit geraumer Zeit (seit er in das Erwachsenenalter eingetreten ist) genauso. :???: Ich leckt mit Vorliebe Hündinnenpfützen auf, markiert wo er kann..am liebsten provozierend vor die Nase anderer Rüden...zeigt also auch ein gesteigertes Sexualverhalten??? Allerdings hat er, obwohl interessiert an Hündinnen, noch nie versucht zu rammeln/aufzureiten. Allerdings entwickelt er gerade eine Abneigung bzw. ein ausgeprägtes Nicht-Interesse an erwachsenen, intakten Rüden. Er ist auch noch intakt und das wollte ich eigentlich auch nicht ändern, nur weil ich zu "faul" bin um ihn zu erziehen???

    Oder bin ich da auf dem Holzweg???

    Wenn er nur gelegentlich leckt, markiert und klappert ist es normal. Das macht mein anderer Rüde auch. Zumal ein Beagle(mix) natürlich das ganze Jahr durch viel schnuppert. Gerade im Frühling sind viele Hündinnen läufig und es riecht überall toll. Bei meinem Beagle war es aber so dass er sobald wir den Garten verlassen haben NUR so war. Der war ausschliesslich auf der Suche nach Hündinnen (und hormonveränderten Rüden, die er für Weiber hielt), ihren Pfützen etc. Nur am Schnüffeln, Lecken, Klappern und wenn er endlich eine aufgerissen hat hatte er auch nur noch Augen für sie/ihn. Besteigen konnte ich erzieherisch beeinflussen, da reicht ein gut konditioniertes Abbruchkommando. Aber dass er nur noch Liebe machen im Kopf hat - daran konnte ich nichts ändern. Ich bin gespannt inwiefern sich sein Verhalten draussen jetzt ändert.

    Ich habe beide Hunde von privat. Pluto von einem älteren Herrn, der sich eine kleine Beaglemeute hielt, die sich wild vermehren durfte und Ewok wurde samt seinen Geschwistern aus dem Ungarnurlaub mitgebracht um mit besseren Chancen in Deutschland vermittelt zu werden. Bei Ewok finde ich den Bezugsweg nach wie vor total okay, bei Plutos "Züchter" würde ich wohl nicht mehr kaufen. Nicht einmal wegen seiner chronischen Erkrankung (welche die Tierärztin allerdings nicht für genetisch bedingt hält), sondern weil man ihm die schlechte Sozialisierung einfach immer wieder anmerkt und das Wichtigste - der "Züchter" ein Jahr später Plutos Vollschwester von seinem Vater hat belegen lassen (wie gesagt durften sich die Beagle dort wild vermehren und Plutos Papa war der einzige Rüde in der Meute). Das fand ich ganz und gar nicht gelungen.

    Ein Hund vom richtigen Züchter käme für mich nur in Frage wenn ich mich auf eine Rasse einschiesse, was bisher nicht der Fall ist. Ansonsten bleibe ich eher mischlingsorientiert und würde dann entweder versuchen einen Hund aus dem Tierschutz zu bekommen oder von privat.

    Ich hab euch ja schon vorgewarnt - ich kann nicht gut fotografieren und das Wetter hat meinen "Künsten" den Rest gegeben ;-) Das ist die schmale Ausbeute:

    Die süße Nya :fondof:

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    Zicke Ronya:

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    Ein Kälbchen für Aggi:

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    Die schöne Mia Krawalli:

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    Ewok beim Planschen:

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    Ronja fixiert einen fremden Hund:

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    Nochmal die süße Nya:

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    Mein Schatzhund:

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    Und die hier hab ich auf dem Heimweg noch getroffen:

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    Ich fands auch schön und bin jederzeit wieder dabei.

    Zitat

    Wenn ich neue Hunde in meine Gassigruppe eingliedere fange ich immer mit einem Probespaziergang an - nur ich und der potenzielle neue Hund.
    Für die meisten Neuhunde bin ich völlig fremd, ich war dann vielleicht ne halbe Stunde da, hab mich mit den Besitzern unterhalten und erste Kontakte zu dem Hund aufgenommen.
    Wenn ich dann die Leine in die Hand nehme gehen die alle völlig selbstverständlich mit mir mit und drehen sich nichtmal nach ihren Besitzern um!
    Am Anfang war ich da wirklich überrascht, aber ich hatte in der ganzen Zeit erst einen einzigen Hund dabei, der am Anfang tatsächlich Probleme hatte mit mir mitzugehen und bei dem ist es wirklich so wie von Baumann beschrieben, der ist insgesdamt sehr unsicher und dadurch, dass der am liebsten "Mama am Rockzipfel hängt" geht dem echt einiges verloren.

    Getoppt wird das ganze nur noch durch einen Umstand:
    Ich habe jetzt schon mehrfach auf meinen Spaziergängen mit der Hundegruppe einzelne Hundehalter getroffen...ihr Hund lief gerade bei mir mit...die waren einkaufen, radfahren, ausreiten etc....Hund freut sich "wie Bolle" seinen Besitzer zu treffen, man unterhält sich ein paar Minuten, ich sag den Hunden das es weitergeht und die jeweiligen Hunde laufen einfach wieder mit mir mit!!!

    Soweit her kann es mit der sprichwörtlichen Treue des Hundes also nicht sein... ;)


    Hm, dieses Phänomen kenne ich auch, finde aber dass es der "Treue" nicht unbedingt widerspricht. Treu zu sein ist mehr als nur die ganze Zeit an jemandem kleben zu wollen. Ich hatte hier auch einige Sittinghunde und die Mehrzahl der Hunde hat die ersten Tage auf ihre Halter gewartet. Man merkte richtig, dass die durcheinander waren, Wohnung und Garten absuchten, am Gartenzaun standen - und mir bei der Abholung die Kehrseite zeigten und nicht zurückblickten ;-)

    Treue heißt für mich auch nicht dass ein Hund sich tothungert wenn er vom Besitzer getrennt wird. Das ist nicht treu, sondern psychisch gestört... Treu heißt heißt für mich dass mein Hund bei mir bleibt wenn er die Wahl hat. Dass er am Liebsten mit mir Zeit verbringt und ich einer der größten Bausteine in seiner Welt bin.

    edit: Und natürlich wäre ich für meine Hunde ersetzbar. Wenn ich sie abgebe müssen sie sich neu orientieren um zu überleben. Der Selbsterhaltungstrieb ist sicherlich stärker als die Liebe zu mir. Aber meine Kinder würden sich genauso umorientieren wenn ich sie "abgeben" würde und trotzdem zweifle ich nicht an ihrer "Treue".

    Kleines Beispiel: Ich habe mit 12 einen Hund bekommen. Der Hunde wurde hauptsächlich von meiner Mutter gefüttert, Erziehung mit Leckerlies gabs bei uns nicht. Ich war ihm draussen hoffnungslos unterlegen, er hörte auch nicht wirklich auf mich. Trotzdem liebte er mich abgöttisch und folgte mir auf Schritt und Tritt, passte auf mich auf usw. Mit 18 ließ ich ihn zurück als ich als Aupair ins Ausland ging. Jedesmal wenn ich zurück kam war mein Schatten wieder an meiner Seite und ließ keinen Zweifel daran dass er zu mir gehören wollte.

    Er war NIE abhängig von mir und trotzdem wollte er mein Hund sein.

    Bei Pluto und Ewok ist es ähnlich. Pluto bekommt von vielen Leuten Futter. Trotzdem will der immer mit mir mit. Und Ewok sowieso, wobei der auch ne starke Bindung zu Mann hat. Klar mögen sie auch andere Menschen, klar nehmen sie Futter von Fremden, aber Ewok geht z.B. nicht aus dem Garten ohne mich oder Mann.

    Zitat

    jaaaaaa :D Daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanke :headbash: dann ist ja alles gut!


    Immer gerne ^^ Ich tu meistens einfach so als wäre das alles total geplant ^^ Wenn Pluto zu einem anderen Hund hinlaufen will und ich schon merke dass er nicht mehr "bei mir" ist (geistig) ruf ich gar net. Dann soll er halt. Er ist ja lieb. Das Unangenehmste war dass er Jogger verbellen wollte (nicht alle, ich konnte sein Feindbild nicht entschlüsseln). Wegen dieser Problematik hatte ich ihn vier Monate an der Schlepp. Das klappt jetzt besser.

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    und konntest dus wieder gerade biegen? Wenn ja wie?


    Nö. Ich red mich einfach mit dem Spruch "Ist halt ein Beagle" raus. Da ernte ich immer viel Verständnis :D

    Es ist schon besser geworden, aber z.B. hab ich ihn als Welpen immer ermutigt jeden Sozialkontakt wahr zu nehmen von wegen Meutehunde brauchen andere Hunde und bla bla bla. Das hat er bis heute drin. Er will zu jedem anderen Hund und ist dann auch kaum mehr ansprechbar *seufz*. Im Moment lebe ich einfach damit, ich habe gerade nicht die Nerven ständig mit ihm zu üben.