Beiträge von Dreamy

    Ich versteh es ehrlich gesagt gar nicht,was dem Boxer hier alles angetextet wird.
    Als trampelig oder grobmotorisch würde ich ihn überhaupt nicht bezeichnen.
    Klar, können sie aufdrehen wenn sie spielen und toben, aber im Haus sind sie ruhig und kaum zu bemerken.
    Die Boxer, die ich kenne, sind alle recht sensibel; Ansagen, die ich z.B. bei meinem Terrier mache, kämen bei einem Boxer überhaupt nicht gut an.

    Das Verhalten, das hier dem Boxer nachgesagt wird, sehe ich in letzter Zeit eher bei den Labradoren; plump und rüpelig im Spiel und auch unverträglich mit anderen Hunden.

    Das hat mit "Antexten" nichts zu tun. Wenn der Durchschnittsboxer kein Grobmotoriker ist, dann weiß ich es auch nicht. Was wiederum aber nicht bedeutet, dass der Hund nicht sensibel sein kann, das sind ja zwei Paar Schuhe.

    Und ja, Labradore erlebe ich auch oft als grobmotorisch und distanzlos. Aber um die geht es hier ja nicht.

    Zitat

    Klar, können sie aufdrehen wenn sie spielen und toben, aber im Haus sind sie ruhig und kaum zu bemerken.


    Das hätte der Boxerrüde, der uns hier über zwei Stunden in der Wohnung mit seiner Auf und Ab Rennerei halb wahnsinnig gemacht hat, mal lesen sollen. |)

    "Eigentlich" ist jeder gut erzogene Hund im Haus ruhig und kaum zu bemerken. Hunde verbringen einen großen Teil des Tages mit schlafen oder dösen, logischerweise liegen die dann im Haus hauptsächlich ruhig herum. Das hat doch mit der Rasse nix zu tun. Interessant wird es doch erst bei außerhäuslichen Aktivitäten oder wenn die Alltagsroutine mal unterbrochen wird.

    Ich bin ja nun eher jemand von der "Sensible-Hunde-mit-feiner-Körpersprache-bevorzugt"-Fraktion, möchte meinen Senf aber auch dazugeben:

    Ich bin nun echt kein Mensch, der so gar nicht mit körperlich agierenden Hunden kann, aber der Boxer ist, um wirklich ehrlich zu sein, mein persönlicher Anti-Hund (noch vor dem Riesenschnauzer :ugly: ). Nie, nie, niemals im Leben würde ich so einen Hund haben wollen. Ich habe in den letzten 20 Jahren, trotz meiner Abneigung gegen die Rasse, relativ häufig mit ihnen zu tun gehabt, hatte auch schon einen bei mir in der Wohnung (er war extrem freundlich, aber abgesehen davon der reinste Albtraum |) ), mitgebracht von Interessenten für meine damalige Pflegehündin. Auf einer unserer Gassistrecken liegt ein Trainingsplatz eines Boxervereins, ich sehe (erzogene!) Vertreter der Rasse daher regelmäßig in Aktion. Gegen das Bollerige und Trampelige nützt beim Boxer aber die beste Erziehung nix, die sind einfach so. Wem das alles zu viel ist (was ich gut nachvollziehen kann), sollte sich nach einer anderen Rasse umsehen.

    Ich würde einfach empfehlen, andere Hunderassen kennen zu lernen, falls du generell noch nicht viele in Natura erlebt hast vielleicht auch einfach mal das andere Extrem (z.B. Collie), um ein Gefühl dafür zu bekommen, was dir liegt und was nicht. Oder mal dem nächsten IPO-Platz einen Besuch abzustatten und die verschiedenen Rassen kennenlernen.

    Vielleicht wäre ja ein Mittelschnauzer was für dich? Oder ein Hovawart? Denen fehlt aber natürlich komplett das Clownige des Boxers. Oder doch mal in Richtung Schäferhund gehen...

    Hi Dreamy,
    ich frag mal ganz dreist, gibt es da Präparate die du empfehlen kannst?

    :winken: Danke!

    Erfahrungen habe ich mit den Produkten von Lunderland (Kollagen, Grünlippmuschelpulver, Hagebuttenpulver) und dem Kollagenhydrolisat von Manako. Ich war mit den Produkten immer zufrieden. :smile:

    @Rimarshi

    Eine schlechte Nachricht - bei so kleinen Hunde hat man leider keine besonders große Auswahl an qualitativ hochwertigen und gleichzeitig einigermaßen schlichten Mänteln und Overalls (was man kriegt, sind natürlich haufenweise rosa-Glitzer-Prinzessinnen-Kleidchen u.ä. :hust: ). Viele der bekannten Hersteller produzieren nur bis Rückenlänge 30, maximal 25 (und die sind dann oft viel zu viel Stoff für so wenig Hund). Meine Lütte musste soooo viele Anproben über sich ergehen lassen und ich hab einen Haufen Geld für Retouren rausgeworfen, weil nie was wirklich gepasst hat. War dann irgendwann so genervt, dass ich wohl oder übel in punkto Optik Kompromisse eingegangen bin. Alternativ kann man sich aber natürlich auch was Passendes schneidern lassen oder es selbst machen (da mir diesbezüglich jegliches Talent fehlt, fiel diese Option für uns raus :hust: ).

    Ich finde das so gruselig. Klar, ich bin völlig verliebt in Madame Zwerg, aber ich kann einfach nicht verstehen, wie man Hunde so klein züchten kann, dass all diese furchtbaren Probleme auftreten können. Instabile Luftröhre, das ist schrecklich und wie du sagst, es kommt wohl häufig vor, meinte auch die Tierärztin. Grausig.
    Das werde ich natürlich im Auge behalten und sobald ich das Gefühl habe, dass sie sich schwer tut mit dem Atmen, stehe ich beim Tierarzt auf der Matte.

    Aber ich hoffe sehr, dass dieser Kelch an uns vorüber geht. Wegen meinen Nerven und vor allem wegen dem Speedmeerschweinchen, so eine OP an so einem kleinen Wesen... Das wäre furchtbar.

    Ich denke, in den meisten Fällen muss ein Trachealkollaps nicht operiert werden (der operative Einsatz eines Stents ist leider sehr risiko- und oft nicht erfolgreich, das würde ich also erst in Betracht ziehen, wenn es gar nicht mehr geht, der Hund z.B. wegen akutem Sauerstoffmangel umkippt).

    Ein Trachealkollaps hat aber nicht unbedingt etwas mit Verzwergung zu tun, er tritt auch bei größeren Hunden (wenn auch seltener) und z.B. auch bei Pferden auf. Im Grunde kommt es zu einem Trachealkollaps, wenn das Knorpelgewebe zu weich ist. Die Luftröhre wird bei Hunden von Knorpelstangen gestützt und wenn diese keine ausreichende Festigkeit haben, klappt die Luftröhre immer mal wieder zusammen, was wiederum einen Hustenreiz auslöst. Meine Hündin ist ebenfalls betroffen, wobei ich bei ihr das Gefühl habe, dass die Gabe von Kollagen eine zunehmende Verschlechterung verhindert. Kollagenpeptide haben ja nachweislich einen positiven Einfluss auf Gelenkknorpel (z.B. bei HD), in punkto Trachealkollaps gibt es meines Wissens bisher noch keinen wissenschaftlich gesicherten Nachweis eines Effekts. Aber schaden kann es nicht. Ich würde dir wegen der PL deiner Kleinen übrigens ohnehin empfehlen, Grünlippmuschelpulver in Kombination mit Kollagen und Vitamin C (z.B. Hagebuttenpulver) zu geben, das bekam meine Hündin (hat ebenfalls PL) auch, bis es wegen ihrer Futtermittelallergie leider nicht mehr ging. Nach dem Absetzen dieser Nahrungsergänzungsmittel verschlechterte sich ihr Gangbild relativ schnell wieder.

    Aber wenn es sich bei deiner Kleinen so anhört, als hätte sie Schleim in der Lunge, klingt das nicht so ganz nach einem TK. Ein typisches Symptom ist eigentlich eine Art anfallsartiger trockener Husten, der kann zwar irgendwann in einen feuchten Husten übergehen, aber das dauert normalerweise lange und würde ich bei einem wenige Monate alten Hund eher in Frage stellen, wenn auch nicht völlig ausschließen. Könnte vielleicht auch einfach ein Atemwegsinfekt sein (da hilft Fencheltee und ein wenig Honig)? Versuch doch vielleicht bei Gelegenheit mal, das Ganze aufzunehmen. Ein TK lässt sich übrigens nur sicher per Endoskopie diagnostizieren (was ich der kleinen Maus aber in der nächsten Zeit noch nicht zumuten wollen würde).

    Ich freue mich jedenfalls sehr, dass sich der Verdacht auf Parvo nicht bestätigt hat und drücke die Daumen, dass es weiterhin aufwärts geht und ihr die ollen Giardien bald los seid.

    Ist das vielleicht Rückwärtsniesen? Das kommt bei kleinen Hunden öfters vor. Falls ja, eine Sekunde lang die Nase zuhalten, damit kann man den Anfall beenden.

    An dieser Stelle möchte ich zu bedenken geben, dass bei kleinen Hunden, wie auch vom TA angemerkt, häufig ein Trachealkollaps vorliegt (= instabile Luftröhre). Es wäre extrem fatal, dem Hund die Nase zuzuhalten, sollte er in Folge des Zusammenklappens der Luftröhre nach Luft ringen oder husten. Ein TK kann lebensgefährlich werden, allerdings erst ab einem bestimmten Grad (3-4). Dann hilft nur noch eine Operation (Stent).

    Die Lungengeräusche würde ich auf jeden Fall im Auge behalten und ggf. endoskopisch abklären lassen.

    beim kurz scheren bleibt aber ja die Unterwolle am Hund, ist dann nur etwas kürzer, aber ja immernoch dick am Hund, dazu müsste man den Ari ja wirklich bis auf wenige mm abscheren.

    Ja. Natürlich hat es keinen nennenswerten Effekt, wenn man nur das Deckhaar wegnimmt und die Unterwolle am Hund bleibt. Die muss selbstverständlich auch mit runter, und ja, dafür ist es notwendig, den Hund wirklich kurz zu scheren. Mein Pudel hat natürlich eine völlig andere Haarstruktur, aber auch die leidet bei sehr warmen Temperaturen, wenn sie ordentlich Wolle drauf hat. Sicherlich nicht so wie Ari, sie hechelt selbst bei Temperaturen über 30 Grad und in Bewegung kaum bis gar nicht. Den Unterschied merkt man aber, wenn das Haar gekürzt wird - sie ist draußen mobiler, rennt und springt mehr, schläft wieder mit mehr Körperkontakt. Aus diesem Grund wird sie jeden Sommer auf wenige mm abgeschoren, was ihr sichtlich gut tut.


    Dazu kann man sagen, dass ich Ari speziell schon knapp an der Grenze zu Qualzucht sehe. An der Grenze, weil es nicht Ziel war einen Hund mit so viel Fell zu züchten (sein Bruder zB. hat auch durchaus deutlichst weniger Fell), aber er wirklich abartig viel Wolle mit sich rumschleppt die ihm das Leben echt schwer macht. Er kann nicht mal mehr normalen Fellwechsel haben, weil da nichts ausfallen kann, sondern direkt drinnen verklebt weil das Fell zu dicht ist.
    Ihm ist entsprechend bei diesen Temperaturen viel zu warm.

    Ganz ehrlich - in diesem speziellen Fall würde ich das Fell gnadenlos abscheren. Auch wenn "man" das normalerweise bei Hunden mit Unterwolle nicht tun sollte. Aber es bedeutet ja für den Hund eine ordentliche Einschränkung der Lebensqualität, wenn der einen guten Teil des Jahres so massiv unter seinen Fellbergen zu leiden hat.

    Oh nein, das klingt überhaupt nicht gut. Das arme Mäuschen - gleich so viele verschiedene Bauchstellen. :verzweifelt:

    PL kommt bei den Zwergen recht häufig vor und ist nicht automatisch problematisch bzw. operationsbedürftig, das kommt ganz auf den Grad der Ausprägung an und man kann auch einiges mit einer ordentlichen Bemuskelung und Futterzusätzen (v.a. Kollagen) erreichen. Kann man sich aber zu einem späteren Zeitpunkt genauer anschauen - viel wichtiger ist natürlich aktuell der Verdacht auf Parvovirose und die Lungengeschichte. Diesbezüglich drücke ich euch alle Daumen, dass Kiki geholfen werden kann.

    Für den Fall, dass die Kleine noch häufiger das Fressen verweigert, kann ich nur empfehlen, sich einen kleinen Vorrat an Elektrolytmischungen anzulegen. Das hier Enterogelan KH 1Beutel habe ich z.B. immer für den Notfall im Haus. Falls Kiki über mehrere Stunden nichts fressen oder trinken mag, einfach anrühren und mit einer Spritze ins Mäulchen geben, damit kannst du selbst effektiv eine Austrocknung verhindern. Alternativ geht z.B. auch das hier: almapharm Lactogel Pet günstig beim Tierarzt24 kaufen, das kann auch für einen kurzen Zeitraum feste Nahrung ersetzen. Frag am besten mal deinen TA morgen danach, meist haben die Praxen mindestens eines der beiden Produkte vorrätig.

    Zitat

    Ich bin fix und fertig.

    Das glaube ich. Es tut mir wirklich unheimlich Leid für die kleine Maus und für dich. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe sehr, dass sich der Verdacht nicht beschädigt und es Kiki schnell besser geht. Fühl dich mal gedrückt :streichel: