Leider sagen die empirischen Daten etwas anderes (durchschnittliche LE im Jahr 2009: 7 Jahre)
Es ist ein Fakt, dass die Rasse eine unterdurchschnittliche Lebenserwartung hat. An dieser Tatsache ändern einzelne ältere Vertreter leider auch nichts.
Leider sagen die empirischen Daten etwas anderes (durchschnittliche LE im Jahr 2009: 7 Jahre)
Es ist ein Fakt, dass die Rasse eine unterdurchschnittliche Lebenserwartung hat. An dieser Tatsache ändern einzelne ältere Vertreter leider auch nichts.
Nur kurz zum Shar Pei: Das ist (wenn wir von dem Großteil der in Europa gezüchteten Hunde sprechen) ganz sicher keine arbeitsfreudige Version des Chows. Die Peis, die man vom VDH bekommt, dürften allesamt in die Sparte Qualzucht fallen. Es gibt ganz wenige, aus China importierte Peis in Europa, die noch wie ein Hund aussehen und nicht wie eine bedauernswerte Karikatur - allerdings kannst du bei diesen Hunden mit ordentlichem Jagdtrieb und einer hohen Agilität rechnen.
Ich kenne nur einen Isländer näher. Netter Hund, aber sehr gesprächig. So im Vergleich zu anderen Hunden meldet der schon ziemlich viel und oft. Allerdings wurde da auch nicht von Welpe an gegen gearbeitet, also kann ich nicht sagen, wie viel richtiges Training von Anfang an hätte bewirken können.
Von einem Berner ist aufgrund der gesundheitlichen Situation der Rasse nur abzuraten. Viele Berner erreichen nicht mal mehr das siebte Lebensjahr.
So ganz easy going, wie sie immer dargestellt werden, sind sie auch nicht. Wir hatten mehrere in der Verwandschaft und die hatten ohne Ausnahme ausgeprägten Schutztrieb. Sind übrigens auch alle nicht alt geworden, einer musste wegen Epilepsie im Alter von 2 eingeschläfert werden, der andere wegen Krebs mit 6. Der dritte ist glaube ich 8 geworden (auch Einschläferung).
Also Zwingerhaltung ist zumindest in der deutschen Pudelzucht kein Thema. Und der GP ist genau das - ein aktiver Begleithund. Aber es ist eine schlanke, hochbeinige und eher schmale Rasse - entweder man kommt damit klar, lässt die Haare länger (täuscht Masse vor) oder aber muss auf eine andere Rasse ausweichen. Es gibt ja auch noch den Lagotto, die spanischen und portugiesischen Wasserhunde und den Barbet - die sind vom Körperbau insgesamt meist etwas substanzvoller, dafür aber auch weniger elegant.
Dirty Dancing mag ich auch nicht sonderlich. Titanic dafür umso mehr ![]()
Dein Sheltie ist, wenn ich das richtig sehe, doch aber noch nicht mal ein halbes Jahr alt? Wirklich zuverlässige Aussagen lassen sich in dem Alter einfach noch nicht treffen. Wie Lionn schon schrieb, ich kann mir kaum einen leichtführigeren Hund vorstellen, als einen Sheltie aus einer seriösen Zucht. Und gerade beim Wandern ist ein Hund, der keine großen Ambitionen hat mal eben im Wald zu verschwinden, sehr praktisch.
Beagle gehören aber auch zu den Bracken bzw. Meutehunden, die jagen doch auch vollkommen anders. Ein Spaniel ist als Stöber- und Apportierhund ja doch sehr auf Zusammenarbeit selektiert. Auch Retriever haben Jagdtrieb, aber ich habe da noch keinen getroffen, der nicht wirklich ableinbar wäre.
Der Cocker wird innerhalb der FCI der Sektion der Stöberhunde zugeordnet. In die gleiche Kategorie fallen übrigens auch Field Spaniel und Deutsche Wachtel. Insbesondere letzterer geht zurecht nur in Jägerhände. Spaniel sind aus meiner Sicht mit Retrievern nicht unbedingt vergleichbar, ebenso wenig wie Beagle mit Cockern vergleichbar sind. Wie gesagt, ich kenne mehrere Cocker. Einige nett und echt einfach im Umgang, andere würde ich wegen des starken Jagdtriebs nicht geschenkt haben wollen.
Ich glaube nicht, dass der Cocker jetzt vom Jagdtrieb das große Problemkind sein wird. Ja, es ist ein Jagdhund, aber von 4 Vereinen züchtet nur noch einer explizit Cocker für die Jagd und die anderen sind reine Familienhunde. Dass das schwieriger wird als bei einem normalen Labrador oder Golden glaube ich nicht. Und leiser als ein Sheltie sind sie auch, gehen optisch aber in eine vollkommen andere Richtung als der Border Terrier (den ich auch für ganz passend halte). Cairn Terrier sind auch nette kleine Hunde, da kann Jagdtrieb allerdings auch vorkommen, aber ich glaube auch der ist ganz gut händelbar.
Na ja, Beagle werden hierzulande auch nicht oder kaum noch für den jagdlichen Einsatz gezüchtet und darunter gibt es trotzdem nicht wenige stark jagdtriebige Exemplare. ;-) Beim Cocker muss man einfach damit rechnen, einen sehr nasenorientierten Hund zu bekommen, der bei einer interessanten Spur auch mal die Ohren auf Durchzug schaltet. Bei den Cockern, die ich persönlich kenne, gibt es tatsächlich solche und solche. Bei zweien ist das Ableinen schwierig und sie sind trotz Training nicht zuverlässig abrufbar. Darum wäre das nicht unbedingt meine erste Wahl, wenn ich einen Hund fürs Wandern suchen würde.
Wenn euch der Sheltie gefällt - das ist, finde ich, keine schlechte Wahl. Shelties sind sehr führerweich, leichtführig und eher sensibel. Zwergschnauzer, Border Terrier und Pinscher sind da schon ein anderes Kaliber - selbstständiger, weniger leicht zu beeindrucken und selbstbewusster. Speziell beim Pinscher, Border und dem hier vorgeschlagenen Cocker kannst du zudem mit Jagdtrieb rechnen, der beim Wandern mitunter lästig sein kann.