Beiträge von Testbild

    Ich habe diverse Allergien, unter anderem auch Tiere.
    Meiner Erfahrung nach kann man eine Allergie nicht an einer Rasse festmachen, sondern am Individuum.
    Außerdem reagiert man weniger auf die Haare, sondern mehr auf den Speichel und die Hautschuppen.
    Ich konnte allerdings beobachten, daß ich auf meine Neufi-Dame wesentlich heftiger reagiert habe, als auf die lockigen Bouvierfrauen jetzt.
    Allerdings wird es am schlimmsten, wenn sie besonders staubig sind, da ich auch eine (Haus)Stauballergie mein eigen nennen kann.

    Das bedeutet in der Praxis: Bett und Schlafzimmer, sowie Couch sind tabu, nach dem streicheln Hände, Arme und je nach Intensität auch Gesicht waschen. Kämmen geht am besten mit so einer Papiermaske. Sieht marzialisch aus, ist auch nicht zwingend notwendig, erleichtert mir die Sache aber ungemein.

    Ob das alles vernünftig ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber ohne Hunde wäre ich wie amputiert.
    Und da mir eh ständig die Nase juckt wegen Heuschnupfen, kommt es darauf dann auch nimmer an.

    Ich glaub ja, ein junger Bouvier hat für so profane Dinge wie Kopfarbeit einfach KEINE ZEEEIIITT. :rollsmile:
    Bacey kann ich damit auch nicht kommen, obwohl es ihr gut täte, ein bißchen weniger zu rennen. Oder sie ist Joke einfach zu ähnlich, die zwei haben sich ja auf dem Treffen auch gleich zusammen getan.
    Ich freu mich jedenfalls immer wieder, zu lesen, wie gut sie genesen ist. :gut:

    Ich würde Dir gerne positives berichten, aber leider...
    Meine Neufi-Hündin war Allergikerin und unter anderem habe ich sie auch desensibilisiert bzw. es versucht. Hat nichts gebracht. :sad2:
    Bekannte im Hundeverein haben ihren damaligen Hovawartrüden auch dieser Behandlung unterzogen. Erfolg ebenfalls = 0.

    Wir hatten damals so ziemlich alles durch: Desensibilisierung, BARF mit Pferdefleisch, Tierheilpraktikerin... genutzt hat letzten Endes nur Cortison. Immer so wenig wie möglich und so viel wie nötig.
    Zum Glück hat ihre Allergie erst so mit 8 Jahren angefangen. Ich habe dann irgendwann entschieden, lieber ein etwas kürzeres Leben mit möglichst wenig Beschwerden, als cortisonfrei mit ständigem Juckreiz. Nichtsdestotrotz ist sie 13,5 Jahre alt geworden und nicht an den Folgen des Medikaments gestorben.

    Ein Bouvier des Flandres (nicht unbedingt aus Leistungslinie) vielleicht?

    - Den Willen und die Freude daran, mit seinem Besitzer zusammenzuarbeiten

    Ist durchaus vorhanden, sofern man den Hund zu nehmen weiß und auch damit leben kann, wenn die Aufgaben zeitverzögert ausgeführt werden.

    - Keinen ausgeprägten Jagd-, Schutz- oder Wachtrieb

    Auf die Jagd gehen meine beiden nicht (ich kenne aber auch Ausnahmen, aber die hat man wohl bei jeder Rasse).
    Sie melden, wenn Fremde kommen, zeigen aber keine Tendenz jemanden zu stellen.

    - Muss Fremden nicht begeistert um den Hals fallen, aber akzeptieren können, dass sie da sind und nicht als zu vertreibende Feinde ansehen

    Ist gegeben, sie "umarmen" nicht jeden Fremden, ignorieren eher.

    - Eher sportlich mit Lust zu auch längeren Spaziergängen, sollte am Pferd oder Rad mitlaufen können und auch mal Lust auf Kopfarbeit haben

    Machen sie gerne.

    - Eher mittelgroß, ca. Labradorgröße, plus minus ein bisschen

    Sind 60cm mittelgroß? Ein Labrador ist jedenfalls nicht soo viel kleiner.

    Ich könnte mir meine zwei recht gut in diesem Ambiente vorstellen. Wenn Action angesagt ist, sind sie freudestrahlend dabei. Wenn nicht, ist es auch vollkommen okay, nur daneben zu liegen und zuzugucken, wie es bei der Arbeit mit den Pferden erwünscht ist.
    Allerdings würde ich dann zu einem Welpen raten. Der Bouvier lernt recht langsam und wenn er die Anforderungen nicht schon als Welpe kennenlernt, kann es Zeit und starke Nerven erfordern, bis dann alles so läuft, wie gewünscht.

    Zitat

    Hat sich ihr Verhalten denn dann im Laufe der Zeit gelegt oder ist es heute immer noch so. Nicht das die das dann so kombinieren, dass durch das Fehlverhalten das Tau bekommen...


    Ja, es hat sich gelegt. Weil ich ja eben nicht mit ihr gespielt, sondern ihr nur ein Ventil für die Aufregung gegeben habe.
    Sie hat sich mit dem Ding dann hingelegt und solange gekaut, bis ich so weit fertig angeplünnt war.
    Gut, die Ältere war vielleicht auch gutes Vorbild dabei.

    UND - je höher sie dreht, umso ruhiger werde ICH. Wir haben sie ja erst zwei Monate und da gibt es noch öfter Situationen, wo sie hochdreht. Zumal Hund mit knapp anderthalb eh noch jung und hemmungslos ist. :D
    Dafür muß man vielleicht auch der Typ Mensch sein, aber wenn ein Hund um mich rumhüpft und kreischt, verfalle ich irgendwie automatisch in Zeitlupe.

    Das mit dem Sitz, was Estandia vorschlägt, mache ich z.B. beim Füttern. Anfangs hat sie versucht, laut brüllend in den Schrank zu klettern, in dem der Futtersack steht. :roll:
    Da müssen jetzt beide vor mir sitzen, während ich die Becher fülle. Geht zwar noch nicht ohne Lautuntermalung, aber ich habe auch keine Schlange mehr die sich in den Vorratsschrank windet.
    Auch hier waren mehrere Erinnerungen nötig, bis der Popo am Boden blieb. Je länger man zappelt umso länger dauert es, bis es Futter gibt - Naturgesetz.
    (Tat mir nur leid um die ältere, die sich mustergültig benommen hat.)

    Aber bei Deinen beschriebenen Maßnahmen zum Abbruch bin ich mir sicher, wäre es bei uns auch nur schlimmer geworden. Weil sie einfach noch mehr Dynamik in die eh schon explosive Stimmung bringen.
    Das kann man bei Hunden machen, die "nur mal kurz" aus der Reihe tanzen, alles in allem aber eher in sich ruhende Vertreter sind. Bei Hibbelei als Lebenseinstellung ist es meiner Erfahrung nach kontraproduktiv.

    hm... :???: Ich kam nur drauf, weil unsere Jüngste anfangs vor dem Spaziergang auch so aufgedreht ist und entweder hochgesprungen ist, oder in die Leine gebissen hat.
    Spieltau ins Maul, ohne daß ich mitgezergelt habe, nur zur freien Verfügung und gut wars.
    Sie hat dann eben auf dem Tau rumgeknatscht.