Beiträge von bad_angel

    Ich hatte gestern so eine tolle Reitstunde, hab es im Freu-Thread schon geschrieben.

    Im Moment hab ich ja einen VHS Kurs zur Alexander-Technik für Reiter gebucht und schon die erste Stunde Vortrag gehabt. Da ging es vor allem darum das Kreuzbein wieder frei zu machen und um Sitzbeinhöcker und so.

    Hab versucht da gestern drauf zu achten und auch locker zu bleiben in der Hüfte. Und es fühlte sich so angenehm an.

    Ich merke bei mir selbst aber auch, dass reiten an sich immer selbstverständlicher und intuitiver wird.

    Wir haben sogar fliegende Galoppwechsel gemacht. Ich sollte aus dem Zirkel wechseln und immer auf X den Galoppwechsel machen.

    Hat Spaß gemacht. Reitlehrerin meinte "tu bei X einfach so, als würdest du auf der anderen Hand galoppieren."

    Anirac hat sich ja schon gewundert, weil so lange bin ich ja noch nicht wieder drin im Reiten. Aber Esti ist einfach auch ein Schatz von einem Pferd. Der ist gut ausgebildet und will es einem nur recht machen. Der gibt sich echt Mühe das umzusetzen was er denkt, was man möchte. Und ist so ein Typ der dabei noch auf seinen Reiter aufpasst. Toller Kerl und wir hatten echt Spaß gestern.

    Aber es war so warm. Im Sommer kolabier ich dann einfach. Ich werd mal nach einer Reithose mit Mesh-Einsätzen schauen und vielleicht im Sommer eher auf lockere Blusen umsteigen.

    Gerade entdeckt und auch eine Frage. Unsre Enkelin wünscht sich ein Haustier. Fell ist nicht möglich, da Papa allergisch ist. Oma kommt mit dem Vorschlag um die Ecke, ein Garnelenbecken anzulegen. Kann denn eine 10jährige schon die Versorgung leisten? (Mama würde schon helfen - hoffe ich).

    Ich denke schon, man muss halt immer damit rechnen, dass sie schnell das Interesse verlieren.

    Und bedenken, das Filter auch nachts Geräusche machen, wenn es im Kinderzimmer stehen soll.

    Mrs Barnaby Hab ehrlich gesagt nicht auf dem Schirm, was du beruflich machst. Aber ich meinte das auch eher allgemein.

    Es begegnet einem im Alltag immer wieder das kommt "sie haben doch einen Eid geschworen" und "sie müssen mir aber helfen". Man hat immer öfter das Gefühl, das die "Bevölkerung" nicht mehr sieht das hinter medizinischem Personal auch "nur" Menschen stehen, die ein Privatleben haben, die Freizeit haben, eine eigene Gesundheit die genauso anfällig ist wie jede Andere usw.

    Als meine Chefin sich den Fuß gebrochen hatte und gleichzeitig zwei Kolleginnen mit Chorona für 3 Wochen ausgefallen sind gab es immer wieder Diskussionen warum die Sprechstunde gekürzt wurde. Und ich rede hier von 2 Stunden am Tag, sie ist nie komplett ausgefallen. Augen rollen als ich meinte, war ja die Einzige von den Schwestern die noch da war, ich bin schon jeden Tag von früh bis abend auf Arbeit, fast ne Stunde vor der Sprechstunde um alles vorzubereiten und fast ne Stunde danach zum aufräumen, kaum Mittagspause weil es aussah wie Bombe eingeschlagen. Konnten Patienten nicht verstehen, aber meine Chefinnen als ich fast weinend nach 3 Wochen vor ihnen stand.

    Unsere Anästhesistin musste sich letztens rechtfertigen, warum sie nicht daran gedacht hat einer Patientin abzusagen als sie krank war und ein paar Tage mit Fieber und Husten flach lag.

    Das sind immer so Dinge...man tut und macht schon. Man quetscht schon Leute noch mit rein. Und am Ende kann es passieren das die KV, nach Jahren, sagt sie bezahlt bestimmte Leistungen nicht weil man nicht wirtschaftlich genug war. Hätte man ja günstiger regeln können.

    Wir verstehen den Frust, der hinter Fachkräftemangel steckt. Meine Freundinnen sind beide aus dem Gesundheitswesen und haben beide chronische Erkrankungen. Sie sagen selbst, dass schlimmste was dir passieren kann ist jung und chronisch krank mit Problemem zu sein. Du findest keinen Arzt. Und dann hast du auf der anderen Seite Leute, die wegen einem eingewachsenen Haar drei mal in er Woche in der Tür stehen. Natürlich einfach so ohne Voranmeldung.

    Es ist schon eine schwierige Situation. Keine Frage. Ich will auch nichts schön reden und keinen hier irgendwie auf den Schlips treten. Vielleicht nur mal etwas Luft machen. Weil wir überall, Empathie ist keine Einbahnstraße.

    In Deutschland ist es so, dass Schmerzsprechstunden angeboten werden müssen. Die Praxen können angeben wann diese Zeiten sind. Oder du kannst über die KV einen Termin machen, da muss man Zeiten für "Offene Sprechstunde" angeben.

    Macht auch Freude. Die KV schickt ein Fax mit den Initialen des Patienten. Man hat keine Ahnung wer da kommt und wenn die eben nicht zu den Zeiten kommen bzw. gar nicht kommen hat das auch keine Konsequenzen für die Person.