Deine Tochter hatte so ein traumatisierendes Erlebnis und du hast keine bessere Idee als sie allein auf die Straße mit eurem anderen Hund zu schicken?
Ich habe keine Kinder, aber schon alleine um meiner Tochter Willen würde ich sie ab sofort immer selbst mit den Hunden raus gehen. Wenn sie möchte kann sie mitkommen und wenn nicht dann nicht.
Weißt du wie blöde sich das auch als Gegenüber anfühlt, wenn da ein Kind an einem großen Hund hängt und wie ein Fähnchen hinterher wedelt? Und du als Gegenüber/Erwachsener überblickst alle Risiken und weißt du bekommst auf einmal, ungefragt, sämtliche Verantwortung für den Ausgang der Situation aufgedrückt nur weil Eltern dachten "das geht schon klar."
Mit eurer Lilly ist nichts falsch, wer weiß wie oft sie den Familienkindern schon durch entsprechendes Verhalten gesagt hat, dass sie sich unwohl fühlt?
Und wer sagt denn das Lilly aggressiv zugebissen hat? Vielleicht hat sie nur abgeschnappt, das geht rasend schnell, und dabei die kleine Hand erwischt und fest gehalten. Was ist denn so eine kleine Hand im Gegensatz zu einem Maul mit 42 Zähnen die auf Beute greifen ausgelegt sind? Nichts.
Ich verstehe die anderen Eltern total. Die hatten auf einmal eine Situation mit einer schreienden 12-jährigen, einem brüllenen und verletztem Kleinkind und einem fremden Hund, von dem sie auch nicht wissen wie er reagiert wenn sie eingreifen, zu regeln, die du ihnen aufgezwungen hast und dann stehst du nicht mal zu dem Mist den du gebaut hast. Nein, du suchst Schuldige. Lily, das Kleinkind und nun die anderen Eltern. Wer war denn nicht da? Du.
Ich setze mich jetzt auf meine Finger.
Naiv sein kann man, aber dann muss man auch dazu stehen wenn man Mist baut.
Und das ganze noch "privat" regeln zu wollen ist der Gipfel der Frechheit. Wir reden doch nicht über einen Kratzer am Auto oder eine zerbrochene Glasscheibe.