Beiträge von lotuselise

    Na, ja der Vergleich mit in der Entwicklung hinterherhinkenden Ländern hinkt schon ein wenig, es kommt wohl auch auf den Ausgangsstandpunkt an:
    - es gibt Menschen, die haben fast kein Wasser, nur Dreckbrühe
    - es gibt Menschen, die laufen kilometerweit zum Brunnen
    - es gibt Menschen, die haben den Brunnen im Dorf
    - es gibt Menschen, die haben zwar ne Leitung, müssen das Wasser aber abkochen
    - es gibt Menschen, die können ihr Wasser immer aus der Leitung trinken
    - es gibt Menschen, die nur das Wasser einer bestimmten Marke trinken
    - es gibt Menschen, die trinken für den Durst gar kein Wasser

    Ich glaub jetzt nicht, dass ich die Menschen, die einen eigenen Brunnen in ihrem Dorf bekommen, verhätschle

    Aber es reicht auch das saubere Wasser aus der Leitung um den Durst zu stillen, also finge das "Verhätscheln" für mich erst bei den letzten zwei Punkten an.

    Manch ein Mensch auf der Welt würde es schon als "Verhätscheln" empfinden, dem Hund ne saubere Schüssel mit Leitungswasser hinzustellen........

    Kommt also auch darauf an, wo man steht. Russland vergleichbar? Glaube ich nicht wirklich. Es gibt zwar ne Menge Reichtum dort, aber es gibt auch Menschen, die im Winter erfrieren, weil sie keine Heizung haben :???:

    Zitat

    Wenn man es richtig macht (Das bedeutet, sich mit den individuellen Bedarfswerten und den Lebensmitteln sehr genau auszukennen) und wenn man keinerlei Probleme damit hat, die Zubereitung und Fütterung in seinen Alltag einzubauen (was NICHT jedem gegeben ist), dann spricht sicherlich nichts dagegen.

    Aber wenn man "pi mal Daumen" füttert und kein besonders gutes Gefühl dafür hat, füttert man den Hund krank. So einfach ist das. Und dann ist da auch kein doppelter Boden, der das auffängt. Und sehr viele Leute füttern falsch und wundern sich über Probleme.

    Ich selber fütter meinen Senior seit Jahren frisch und finde es das Beste. Aber natürlich gibts auch Argumente dagegen und mir ist lieber, jemand weiß, dass er keine Ahnung hat oder keine Lust, sich Ahnung anzueignen und gibt gutes Fertigfutter, als noch einen Hund durch totales Fehlverständnis krank zu füttern.

    Ein wesentlicher Vorteil von Barfen, der einfach unschlagbar ist, ist meines Erachtens die reine Art der Fütterung. Das heißt was auch immer da in den Fressnapf wandert, wenn auch noch die Herkunft einigermaßen bedacht wird, ist schlicht und ergreifend "unverkorkst". Nicht haltbar gemacht, nicht künstlich aufgewertet, nicht besser gemacht als es schmeckt, nicht optisch verschönt.

    Kritikpunkte wie Verderben, Parasiten etc, die sind genauso aktuell wie in der menschlichen Ernährung. Ganz ehrlich, ich trau mich auch nicht 100%ig an die Barfgeschichte ran, weil ich es einfach eine Wissenschaft für sich finde. Wer das wirklich richtig macht mit allem was dazu gehört und es dann auch noch schafft, sämtliche Erkenntnisse daraus auf sich selbst und seine Ernährung auszuweiten (falls es nicht umgekehrt der Fall war). Vor demjenigen zieh ich den Hut, mit militant hat das nichts zu tun.

    Respekt. Und wer das tut, den könnte ich wiederum in die Liste der HH, die Vorbild sind (wurde in nem anderen Thread gefragt) eintragen.....

    Das find ich jetzt nicht so die gute Idee, die des "Durchbringens".

    Du kannst Dir auch ein Motorrad kaufen, es günstig versichern, den Leitungsbegrenzer rausbauen, es offen fahren und nur für den TÜV wieder in den Urzustand versetzen.

    Alles kein Problem, solange nichts passiert oder Du von der Polizei angehalten wirst.

    Wenn das passiert, dann hast Du ein richtiges Problem und das dürfte bei nem Listenmix kaum anders ausfallen....

    Erst einmal herzliches Beileid für Deinen Bruder

    Ich finde es gut, dass die beiden dabei sein durften. Weil ich glaube dieser Teil betrifft die wissenschaftliche Seite der Dinge: der Hund kann es zweifelsohne riechen und damit weiß er Bescheid.

    Dann gibt es noch die andere Seite, die eines Bandes. Es widerstrebt einerseits vom hochsozialisierten Wesen Hund zu sprechen und andererseits ihm aufrichtige Gefühle absprechen zu wollen. Es dürfte kaum möglich sein, ausschließlich aufgrund von Instinkten "sozial" zu sein. Geht bei uns ja auch nicht, und wenn es nur sowas wie "Nächstenliebe" ist.

    Als meine Mama starb, ging der Schäfi meiner Oma anfangs durch ihre Wohnung und suchte sie überall. Jetzt, wenn ich drüber nachdenke, es hat genau nach der Beerdigung aufgehört. Ich glaube der Schlüssel dazu ist meine Oma, weil sie meine Mom noch berührt hat. Aber immer wenn meine Oma traurig ist, tröstet der Hund und legt seinen Kopf auf ihren Schoß. Es wäre müßig darüber zu diskutieren, ob der Hund das traurig genau als das wahrnimmt, wie wir es definieren. Aber er handelt, und weiß was zu tun ist..... :???:

    Ach nu ja, ich seh das ganze ausschließlich positiv.

    Jetzt, wo die Kids aus den Zeiten des "klebenden" Drecks, wo es immer irgendwo pappte raus sind, muss ich sagen, der Hundedreck ist angenehmer.....

    Und an so Dingen wie z.B. Terrassentür, dort wo immer noch die Fingertapper zu finden sind.......da sind halt jetzt ziemlich weit unten noch Hundenasentapper....

    Mit einem Wisch ist alles weg :D

    Mit den Haaren ist auch nicht so tragisch, saugen muss ich sowieso.

    Alles halb so wild

    Ja, auf der einen Seite denk ich auch, dass wir viel zu viel Geschiss um die Hundeernährung machen.

    Aber ich seh auch eine Parallele: solange man die Verantwortung für einen "Schutzbefohlenen" trägt, ist man doch sehr gewissenhaft. Egal ob bei Hipp oder MM, es wird sehr drauf geachtet, auf Zutaten, auf Bio, einfach auf alles.

    Danach ist es wohl eher so, dass Lust, Laster und Bequemlichkeit die Regie übernehmen, selbst bei den Kids, wenn die alter werden.

    Und es gibt noch einen weiteren Punkt, über den ich nachdenke: Wenn wir selbst auch alle Kosten für unsere Zivilisationskrankheiten übernehmen müssten wie beim Hund, meint Ihr, dann würden wir uns auch gesünder ernähren und extrem mehr darauf achten??

    Weil mal ganz ehrlich: würde ich mich tatsächlich zu 100% gesund ernähren, dann könnte der Hund bis auf wenige Ausnahmen und vielleicht mit einer anderen Zusammensetzung von Fleisch und Beilagen definitiv immer mitfressen, egal ob roh oder gekocht.

    Selbst das Thema "Würzen" wäre keins, da ungesundes Salzen minimiert und Würzung ausschließlich durch Kräuter stattfinden würde.... :???:

    Hi Foris,

    ich hab grad den bedauernswerten Thread mit dem tödlichen Beißvorfall gegen den Collie gelesen. Dazu kamen mir ein paar Gedanken:

    Es wurde der Aspekt "Zeitwert" genannt, da der Hund eine Sache sei. Wenn dem so wäre, müsste eigentlich jede Ausbildung und jeder Vorsorgetierarztbesuch aufwertend gewertet werden.

    Vergleich mit dem Auto: wenig km, regelmäßige Inspektionen, Tuning, Ausstattung, die das Fahrzeug aufgewertet haben, gepflegter Zustand trotz Alters.

    Des weiteren kam die Aussage:Eigener, nicht angeleinter Hund, damit ist der Schädigende bzw. sein Halter nicht zur Verantwortung zu ziehen.

    Vergleich mit dem Auto: es ist egal, ob ich drinsitz, ob ich es abgeschlossen geparkt habe oder kurz unverschlossen abgestellt hab (z.B. an der Tanke, wenn man schnell zahlen geht). Da ist es doch so, dass es eigentlich keine Rolle spielt, ausschlaggebend ist nur, wer wem reingefahren ist mit evtl. Zeugen.

    Dann die Verletzung der Frau, sie könne keine Ansprüche geltend machen, weil ja sie den Hund angefasst hätte.

    Hier der Vergleich mit der Gebäudehaftpflicht. Hab ich ein Haus und jemand läuft auf meinem Grundstück unter dem Dach entlang und ihm fällt ein Eisbrocken auf den Kopf, dann hafte ich bzw. meine Versicherung.

    Sogar beim Hund ist es so: Wenn der Einbrecher gebissen wird, muss man angeblich blechen. Man kann vom Ordnungsamt bereits abgemahnt werden, wenn der Hund laut bellend an den Gartenzaun schießt, da sich die Passanten erschrecken und in ihrer Schreckhandlung selbst gefährden könnten. Man bezahlt auch, wenn jemand, trotz gegenteiliger Aufforderung, den eigenen Hund antatscht und gebissen wird.

    Wie passt das zusammen mit: Angreifenden Hund abwehren, gebissen worden, selber schuld.

    Meint Ihr, mit einem entsprechend guten Anwalt an der Seite könnte das Resultat des achselzuckenden Polizeibeamten ganz anders aussehen???

    Wie sieht das ganze aus im Hinblick auf ein "Wertgutachten"???

    (Wenn man z.B. mit einem Auto gegen einen Alleebaum fährt, bekommt man eine Rechnung dafür).

    Freu mich auf Eure Antworten und Meinungen dazu......