Beiträge von lotuselise

    Und weils mir jetzt so langsam auf den Keks geht, dass hier einige glauben, es kann in Bayern nicht ander sein wie in Mitteldeutschland.

    Es gibt sogar ein Gesetz dazu:
    http://www.stmug.bayern.de/umwelt/natursc…/hund_recht.htm

    Auszug aus o.g. Quelle:

    Zitat

    Wo dürfen Sie in der Regel Hunde ausführen?

    * Auf nach der StVO beschilderten öffentlichen Straßen und Wegen sowie Privatwegen in der freien Natur ohne Beschränkung für Fußgänger,
    * auf nicht nach der StVO beschilderten, aber öffentlich benutzten Privatwegen in der freien Natur (Art. 23 Abs. 1 BayNatSchG),
    * auf landwirtschaftlich nicht genutzten Flächen (Art. 22 Abs. 1 und 2, Art. 25 Abs. 1 BayNatSchG),
    * auf landwirtschaftlich genutzten Flächen außerhalb der Nutzzeit (Art. 22 Abs. 1 und 2, Art. 25 Abs. 1 BayNatSchG),
    * im Wald (Art. 22 Abs. 1 BayNatSchG),
    * in Jagdrevieren, wenn die Hunde unter Aufsicht sind, also der Einwirkung ihres Besitzers unterstehen.

    @missemmy

    Da wird mein Hals gleich länger, die Nasenlöcher ragen gen Himmel und ich setz meinen Super-Arrogant-Schnepfen-Blick auf:
    SOWAS, also das gibt es bei UNS nicht. Hier hat nämlich jede dämlich Tonne ein Schloß oben drauf, weil im Landkreis der Müll nach Gewicht abgerechnet wird :lachtot:

    sahia Das hab ich schon am Anfang erklärt, wann man auf welchen Feldern laufen darf und wann nicht (mehr).

    Zroadster
    Du meinst also jeder kann wie er lustig ist durch die Wälder cruisen, ohne dass irgendjemand Schaden nimmt??? Oder durchs Moos?? Jetzt wird mir aber einiges klar....

    Genau das ist es, was es lebenswert macht: Wo kein Kläger, da kein Richter, so heißt es so schön und es funktioniert alles bestens, solange man dem Besitzer keinen Grund zur Klage gibt.

    Die Argumente mit dem Hausfriedensbruch, na eigentlich wäre es Landfriedensbruch. Die sind ja hammer.

    Wenn Du Pilze sammeln gehst oder Blaubeeren brocken, meinst Du der Wald gehört niemandem?

    Wenn Dein Kind gerne auf nen Baum klettern möchte und da steht die ultimative Kletterbuche in der Wiese, dann darf es da nicht drauf?? Weil es nicht Dein Baum ist? Oder weil es sich nicht gehört?

    Am besten zeigst Du mich gleich an. Warum? Weil für meinen Hund das weltbeste Breithalmgras genau vor der Polizei wächst. Da steht also das Hundetier und zupft genüßlich Hälmchen für Hälmchen die Spitzen ab.
    Schädige ich jetzt die BRD, das Land Bayern, den Steuerzahler oder hätte ich sogar ne Hundesteuerermäßigung verdient, weil man seltener mähen muss? Fragen über Fragen. :D

    PS: ich hab auch kein Problem mit, wenn sich ne alte Dame mit ihrem Hintern auf den Absatz meiner Terrasse setzt, weil sie wartet, bis sie abgeholt wird. Seh ich es, bekommt sie nen Stuhl angeboten.

    Und ich habe mich neulich erdreistet, mich auf die Stufen eines Wohnhauses zu setzen um von meinen Skischuhen in Stiefel zu wechseln und es da trocken war.

    Außerdem war ich so bescheuert und hab einer hochträchtigen Kuh, die ganz offensichtlich Wehen hatte, den Rücken massiert, obwohl es nicht meine war und es hat ihr sichtlich gefallen. Anschließend haben wir den Bauern angerufen, dass es wohl so weit sein könnte.

    Also sorry, und mir erschließt sich nicht der Sinn, warum ich grundsätzlich nicht durch ein Feld laufen darf, solange ich mich den Interessen der Bauern anpasse.

    Das ist es doch genau, was nervt. Es muss ne Regel her, am besten ein EU-Gesetz: "Mensch darf nicht durch Feld laufen"

    Was ist denn überhaupt ein Feld? Bei uns a stinknormale Wiesn. Das a Wiesn jemandem gehört, ist logisch. Das derjenige, dem sie gehört sie nutzen will, ist auch logisch. Also trampelt man nicht durch ne hohe Wiese. Falls da mal ein Hund durchrennt ist das kein Beinbruch, das tut das Wild auch. Reinkacken soll er nicht, weil das Rind keine Kacke fressen will/soll/darf. Das wars, mehr nicht.

    Nett find ich den Ruf nach einem Verbot, grad von Euch Großstädtern. Was sieht man bei uns? Ganz ehrlich, dass die Touristen, wenn sie mal ein seltenes Blümchen sehen, quer durchs Moos rennen und es abrupfen fürs Souvenir-Trockenalbum.
    Oder die Mountainbiker Allterrain-mäßig im Naturschutzgebiet rumbrettern.

    An ein paar Stellen gibt es bei uns sogar Leinenpflicht. An der einen um die Konflikte der verschiedenen Naturliebhaber zu entschärfen (Radl, Jogger, Wanderer), an ner anderen, weil ein Reh zu Tode gehetzt wurde.

    Bei Leinenpflicht ist es laut OA o.k, wenn der Hund an der Schlepp ist, "kontrollierbar", das ist entscheidend, nicht 2m-Standardvorschrift.

    Und ich find das echt Klasse, dass es so ist.

    Aber damit Ihr nicht über die Felder laufen müsst wie wir Einheimischen, sorgen wir wenigstens dafür, dass Ihr Euch auf den Wegen zurecht findet.
    Das macht Sinn, das macht Spaß
    http://www.merkur-online.de/lokales/landkr…rn-1077526.html ;)

    Bei der ganzen Argumentation ist nur ein Fehler drin:
    Du sprichst von einem Hofladen. Der ist regional, der ist klein, der ist überschaubar.

    Aber für einen Großstädter nicht unbedingt präsent. Der verlässt sich auf "Bio" mit all dem Beschiss der da drin stecken kann (nicht muss).

    Lies mal z.B. hier: http://www.humana-unternehmensgruppe.com/daten-und-fakten.html den Geschäftsbericht 2009, Seite 8

    und dann schau Dir das PETA-Video dazu an:
    http://www.youtube.com/watch?v=CiH11_BdHPU

    Ganz ehrlich, diese Diskussion find ich genauso unsinnig wie die Tatsache, dass Eier aus Käfighaltung eigentlich die unkeimigsten sind.

    Selbst wenn Dein Hund im März in die Wiese kacken sollte, dann frisst die Kuh im Mai beim Mähen noch lange kein verkacktes Futter und im Juli bei der Erdbeerernte hast Du auch noch lange keinen Haufen am Finger kleben.

    Umgekehrt gibts bei uns nen Bauern, der findet es ganz offensichtlich super spaßig, wenn er die Gülle auf dem Feld hinter der Wohnsiedlung ausbringt, dass sie an die Gartenzäune spritzt.

    Auch sowas gibt es.....

    Zitat

    Ich weiss, ich werde hier wieder die Büchse der Pandora öffnen aber das muss ich einfach erzählen.
    Unter uns sind leute ein gezogen und wohnen jetzt schon so 1/2 Jahr hier. In der Zwischenzeit haben die sich einen Rotweiler angeschafft. Ein ganz lieber Hund und Maya versteht sich auch super mit ihm. Nur leider fristet er sein da sein in einem Schuppen und er kommt auch nur 2-3h raus.
    Vorhin habe ich mich mit seinem Besitzer unterhalten und da fragt der Besitzer mich doch wirklich, ich konnte es kaum glauben, das man so was machen möchte, ob es in Deutschland legal wehre, die Ohren seines Hundes zu stutzen, weil sie für seinen Geschmack zu lang sind. Ich frage euch, wie hättet ihr reagiert. Ich habe ihm dann nur geantwortet, er soll sich beim Tier Arzt informieren. Doch ich überlege jetzt, ob ich mich nicht an den Tier Schutz wende.

    Darauf gibt es eigentlich nur eine Antwort: "Sollte ich jemals mitbekommen, dass einer sowas mit seinem Hund machen lässt, werde ich alles daran setzen, dass er dafür bestraft wird.

    Das wäre die einzige Möglichkeit der Abschreckung um die Ohren zu erhalten. Denn das Gesetz greift erst, wenn es für die OHren zu spät ist.

    wenn das mal reichen würde ;)

    Ich denke in unserem Land sind immer mehr Menschen unzufrieden. Und egal, was man macht, sie finden was als Ventil um ihren Frust abzubauen.

    Von daher hab ich gar nicht mehr die Intention es allen Recht zu machen, weil es sowieso nicht funktioniert. Es zählt einzig und allein es für mich gut zu machen, nicht für die anderen. Deshalb interessiert es mich auch kaum mehr, dass man so oft eben kein Dankeschön bekommt.

    Warum ich so denke? Seit ich einen Hund hab, hab ich schon einiges erlebt, vielleicht weil ich aufmerksamer geworden bin.

    Beispiele?

    Älterer Herr guckt interessiert die Auslage in einem Seifenladen an. Hinter ihm, Mini-Dackelchen im Mantel an der Leine, nicht mal einen Meter weg. Auf der anderen Seite des Weges die Ausstellungsstücke des Ladens, dahinter 4m Fußgängerzone. Dame, die sich lauthals beschwert, dass der Weg versperrt ist.

    See, heiß, Eltern mit auf Ente steinewerfenden Kleinkindern. Hund geht an den See. Anmache von der Seite: der Hund hat in dem See nichts verloren, der ist dreckig. Völlig richtig, dort herrscht Badeverbot für Hunde. Brauch ich mir keine Sorgen machen, dass sich mein wasserscheues Etwas da reinwirft. Sie hatte Durst, das wars. Hund war fertig mit Saufen, bin gegangen.

    Brunnen bei ner Freundin: "Der Hund macht den Brunnen dreckig, der ist für die Kinder da zum Spielen? Hähh?? Witzig bei diesem Brunnen, denn den haben eigentlich wir HH übernommen und sammeln Glasscherben, Abfall, Laub und was da sonst noch drin landet, raus. Und das ist nicht wenig.

    Mutter mit Kleinkind. Sohn wartet mit Hund vor dem Drogeriemarkt. Hund im Sitz an der kurzen Leine. Mutter schubst Kind so, dass es vor den Hund fällt. Sohn macht nen schnellen Schritt zum Blocken. Steht auf dem Finger des Kindes mit dem Schuh. Mutter motzt meinen Sohn an. Sohn motzt zurück. Mutter: "ich wollte keine nassen Füsse bekommen"

    Insgesamt denke ich: wenn man so einen Zeitgenossen trifft, dann hilft sowieso nichts außer tief durchatmen und gehen. Das ist das einzige, was dessen eigentlichen Wunsch ungefähr entspricht in dem Moment:
    sich in Luft aufzulösen.